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Scheinbar verkehrte Welt - Rohöl runter, Heizöl rauf

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(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Nachdem die Rohölpreise am Morgen noch ordentlich anzogen, ging es ab Vormittag nur noch bergab. Ein Großteil der gestern gemachten Gewinne ist futsch. Eine Ursache liegt in der europäischen Finanzkrise. Dies verunsicherte auch andere Anleger, schwächte die Börsen und den Euro. Das und das Nachfolgen der gestrigen Gewinne trieb die Heizölpreise nach oben.
Scheinbar verkehrte und dennoch folgerichtige Welt: Während die Rohölnotierungen teilweise einbrachen und von ihren gestern gemachten Gewinne gerade mal 1 US-Dollar je Barrel (Nordseeöl Brent) bzw. 1,50 Dollar (US-Leichtöl WTI) behielten, kletterten die Heizölpreise in Deutschland nach oben. Der wichtigste Grund für die Steigerung ist die Euro-Schwäche. Er verlor im Tagesverlauf 1 US-Cent und wird derzeit über 1,43 Dollar gehandelt.
Auslöser für den Euro-Druck war das Rating-Theater um Portugal und die Sorge um die Griechen, ob die denn ihre Sparmaßnahmen auch umsetzen könnten. Doch nicht nur in Europa herrschte gedrückte Stimmung bei Anlegern. Aus China ist zu vernehmen, dass der Leitzins um ein Viertel angehoben wird, damit die galoppierende Inflation ein wenig gestoppt wird. Auch das wird die Nachfragesituation im 2. Halbjahr senken. Anleger reagieren auf solche Nachrichten sensibel und sofort – siehe Kursverlauf heute.
Die hiesigen Heizölpreise folgten erst mal den gestrigen Gewinnen und dem schwachen Euro – und das bei kaum vorhandenem Handelsinteresse. Die 100-Liter-Partie Heizöl EL (bei einer Gesamtliefermenge von 3.000 Liter) kostete im Bundesdurchschnitt 81,15 Euro. Das sind 82 Cent mehr als gestern, wie das Fachmagazin BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau ermittelte. Nachdem ein Viertel der Handelstage im Juli vorbei ist, kann man eine kurze Bilanz ziehen. Der Monatsdurchschnittspreis liegt bisher bei 80,52 Euro - der zweitgünstigste Wert in diesem Jahr.
Der komplette Beitrag inklusive der monatlichen Entwicklung der Heizölpreise seit Jahresbeginn kann hier gelesen werden: http://www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=10434

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