(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Dem steilen Anstieg am Donnerstagvormittag folgten am Abend erneut Gegenreaktionen, die den Preis für Rohöl deutlich abfallen ließen. Bei der Auswertung der Bestandsdaten zeigte sich der Aufbau der Mitteldestillate höher als erwartet und dämpfte das Niveau bei Heizöl. Analysten wiesen darauf hin, dass der starke Abbau bei Rohöl keinen weltweiten Mangel an Öl signalisiere, sondern nur eine Momentaufnahme in den USA. Die Sorge, dass ein zu hoher Ölpreis die gesunkene Nachfrage weiter nach unten schrauben könnte, bremste wohl hauptsächlich den Auftrieb und begrenzte die Auswirkungen der an sich bullishen Bestandszahlen.
Die weltweit nachlassende Nachfrage, das sinkende Wirtschaftswachstum und die technische Lage blieben also Hauptursache der Abwärtsbewegung.
An der Börse zeigten sich die Notierungen heute Morgen anhaltend nachgiebig und der Preisrutsch setzte sich im frühen europäischen Handel fort. Meldungen, nach denen auf politischer Ebene verstärkt Maßnahmen gegenüber erhöhten Preisen ergriffen werden sollen, zeigen langsam ihre Wirkung. Auch erste Spekulanten ziehen sich nach Aussage von Marktbeobachtern aus dem Rohölmarkt zurück und wandeln ihre Long- in Shortpositionen um.
Wie so oft in dieser Woche folgte jedoch bereits am frühen Nachmittag eine erneute Gegenreaktion. Nach ihrem Preissturz erholten sich die Preise auf breiter Front. Zum Redaktionsschluss lagen die Notierungen bei rund 128 Dollar pro Barrel gegenüber Vortag deutlich im Plus.
In der heutigen Tagespreiserfassung durch BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau setzte sich das für diese Woche so typische Auf und Ab fort. Nach dem Preisanstieg vom Donnerstag ging es zum Wochenende hin noch einmal deutlich nach unten. Mit einem Minus von bundesdurchschnittlich 1,76 Euro pro 100 Liter liegt der Preis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., knapp unter der Marke von 93 Euro pro 100 Liter. Die Differenz zur Vorwoche beträgt sogar mehr als drei Euro, denn beim letzten Allzeithoch in der vergangenen Woche hatten die Preise schon die 96 Euromarke gestreift. Einige Verbraucher nutzen die derzeitige Preisdelle und tanken Heizöl nach, um im allgemein hochpreisigen Markt einen kleinen Preisvorteil zu nutzen.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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