(openPR) Nichts Neues in der Ölwelt. Bei dünner Nachrichtenlage stabilisiert sich der Ölpreis auf sehr teurem Niveau, nachdem er letzte Woche deutlich nachgegeben hat. Die Stimmung an den Rohwarenbörsen hat in den vergangenen Tagen von ‚unbeschränkt preistreibend’ auf ‚vorsichtig’ gewechselt. Dies ist zurückzuführen auf die anhaltend schlechten Nachrichten aus der Finanzwelt. Die US-Kreditkrise dürfte trotz aggressiver Gegenmassnahmen der US-Notenbank Auswirkungen auf die Wirtschafts-Entwicklung, die Konsumentenstimmung und die Ölnachfrage haben. Immerhin verbrauchen die USA alleine 25% der weltweit produzierten Ölmengen. Die Auswirkungen eines deutlichen Einbruchs im US-Verbrauch sind leicht auszudenken. Teilweise sind sie in den wöchentlich publizierten Ölvorrats-Zahlen erkennbar. Seit 18 Jahren verfügten die USA beispielsweise nie mehr über derart hohe Benzinvorräte wie jetzt. In die Gegenrichtung ziehen die Verbrauchszahlen der fernöstlichen Volkswirtschaften. Indien und China kompensieren bisher den Minderverbrauch der älteren Industrienationen locker und limitieren damit den Spielraum für deutlich moderatere Ölpreise. Sorgen bereiten auch die Kapazitäten der US-Raffinerien. Sie sind seit Monaten unzureichend, eine Verbesserung der Situation der unter langjährigem Investitions-Stopp leidenden Industrie scheint kurzfristig nicht möglich. Über all diesen Überlegungen aus der realen Ölversorgungs-Welt standen in den vergangenen Wochen aber die aus den einbrechenden Aktien- in die Rohwarenmärkte abfliessenden spekulativen Mittel. Sie sind zur Hauptsache und völlig losgelöst von der realen Versorgungslage für die Ölpreis-Exzesse dieses Winters verantwortlich. Der Zustrom spekulativer Mittel in die Rohwarenmärkte scheint seit ein paar Tagen abzureissen – was die Hoffnung auf günstigere Ölpreise in den kommenden Wochen am Leben erhält.













