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»Theologie und Öffentlichkeit«

29.01.200822:31 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: »Theologie und Öffentlichkeit«
P. Dr. Josef Knupp SDB (li.) und Prof. P. Dr. Norbert Wolff SDB (re.)
P. Dr. Josef Knupp SDB (li.) und Prof. P. Dr. Norbert Wolff SDB (re.)

(openPR) Vom 27. bis zum 29. Januar 2008 hat in Erfurt die Jahresversammlung des Katholisch-Theologischen Fakultätentags stattgefunden. Rund 60 Delegierte Katholisch-Theologischer Fakultäten und Institute sowie 20 Repräsentanten von Wissenschafts- und kirchlichen Organisationen berieten im Augustinerkloster (dem Ort, an dem der junge Martin Luther als Mönch lebte) über aktuelle Fragen theologischer Forschung und Lehre. Die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern war durch den Prorektor Prof. P. Dr. Norbert Wolff SDB und den Dozenten P. Dr. Josef Knupp SDB vertreten.



Das Hauptthema des Fakultätentags lautete: »Theologie und Öffentlichkeit«. Mit Bischof Dr. Joachim Wanke (Erfurt) und Prof. Dr. Hans Joas (Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt) konnten dazu zwei hochrangige Referenten gewonnen werden.

Bischof Wanke begann seinen Vortrag mit der Feststellung, dass die Theologie grundsätzlich auf Öffentlichkeit angewiesen sei. »Aber braucht die Öffentlichkeit Theologie?«, so seine anschließende Frage, die er umgehend bejahte. Es gebe eine Wiederkehr der Religion in der öffentlichen Wahrnehmung, die auch das Christentum betreffe – quer zum individualisierenden Trend der Postmoderne. An die Adresse der wissenschaftlichen Theologie richtete er die Empfehlung, mehr Mut zu haben, »Probleme und Fragen der heutigen Welt zu bearbeiten und ins innerkirchliche Gespräch einzubringen«. Dabei sollten sich die Fakultäten bewusst mit der pastoralen Ausbildung identifizieren, denn die Seelsorge sei der »Ernstfall von Theologie«.

Der Sozialwissenschaftler Joas betrachtete einige neuere Entwicklungen im religiösen Bereich (Stichworte »Milieuauflösung«, »implizite Religion« und »Globalisierung des Christentums«) und stellte fest, dass sich hier dem Christentum Chancen böten. Er betonte, dass er nicht – wie Papst Benedikt – die große Gefahr des Relativismus sehe. Allerdings sei eine »radikale Neuartikulation« des Christentums notwendig. In diesem Zusammenhang plädierte Joas für eine enge Zusammenarbeit von Theologie und Sozialwissenschaften.

Beim Fakultätentag wurde das neue Internetportal www.katholische-theologie.info vorgestellt, das im März 2008 online gehen soll. Diese bundesweite Kommunikationsplattform für die Katholische Theologie wird unter anderem Informationen zum Studienfach, zu den ein-zelnen Studienorten, zu Veranstaltungen, zu offenen Stellen in den Katholisch-Theologischen Fakultäten und zu Neuerscheinungen sowie Personalnachrichten enthalten.

Weitere Themen der Jahresversammlung waren die inzwischen von Rom und von der deutschen Kultusministerkonferenz genehmigte Modularisierung des Theologiestudiums, die Akkreditierung neuer Studiengänge sowie die hochschuldidaktische Weiterbildung für den wissenschaftlichen Nachwuchs, die im März 2008 in Benediktbeuern stattfindet. P. Wolff wurde zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Philosophisch-Theologischen Hochschulen und Theologischen Fakultäten in kirchlicher Trägerschaft gewählt.

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