openPR Recherche & Suche
Presseinformation

EuG bestätigt Nichtigerklärung eines Geschmacksmusters

20.03.201811:38 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: EuG bestätigt Nichtigerklärung eines Geschmacksmusters

(openPR) Das EuG hat die Nichtigerklärung eines Geschmackmusters mit Urteil vom 14. März 2018 bestätigt. Grund: Das Geschmacksmuster wurde schon vor seiner Eintragung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Unter einem Geschmacksmuster wird das Erscheinungsbild eines Produktes, seine Form, sein Muster, seine Farbe, verstanden. Die Eintragung eines Geschmacksmusters dient dazu, die Designleistungen vor Nachahmungen zu schützen. Voraussetzung für die Eintragung ist, dass sich das Design von bereits bekannten Geschmacksmustern unterscheidet, erklärt die Wirtschaftskanzlei GRP Rainer Rechtsanwälte. Das Gericht der Europäischen Union hat nun die Nichtigerklärung einer Eintragung eines Geschmacksmusters bestätigt, da es der Öffentlichkeit bereits vor der Eintragung zugänglich gemacht wurde (Az.: T-651/16).



Nach einer Verordnung der Europäischen Union kann ein Gemeinschaftsgeschmacksmuster geschützt werden, wenn es neu ist und eine Eigenart hat. Ein Geschmacksmuster gilt u.a. dann nicht als neu, wenn es vor den 12 Monaten, die dem in Anspruch genommenen Prioritätstag vorausgehen, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Ausnahme ist, dass dies den in der EU tätigen Fachkreisen nicht bekannt sein konnte.

In dem zu Grunde liegenden Fall hatte ein US-Unternehmen im November 2004 ein Gemeinschaftsgeschmacksmuster für Schuhe angemeldet und nahm dabei die Priorität einer am 28. Mai 2004 in den USA eingereichten Patentanmeldung in Anspruch.

Ein französisches Unternehmen reichte 2013 einen Antrag auf Nichtigerklärung des Geschmacksmusters ein, weil es nicht neu sei. Es sei der Öffentlichkeit schon vor dem 28. Mai 2003 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Damit sei es schon länger als 12 Monate vor der Patentanmeldung bekannt gewesen. Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) erkläre das Geschmacksmuster 2016 für nichtig, da es ihm an Neuheit fehle.

Das EuG bestätigte diese Entscheidung. Es stellte fest, dass das Geschmacksmuster schon vor dem 28. Mai 2003 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Dabei sei es nicht notwendig, dass die Offenbarungen im Gebiet der EU stattgefunden haben.

Ein Geschmacksmuster unterscheidet sich von einer geschützten Marke. Die Rechte einer Marke können schon dann verletzt werden, wenn es zu Verwechslungen mit dem geschützten Produkt kommen kann. Im gewerblichen Rechtsschutz erfahrene Rechtsanwälte können beraten.

https://www.grprainer.com/rechtsberatung/gewerblicher-rechtsschutz-und-markenrecht.html

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 997151
 485

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „EuG bestätigt Nichtigerklärung eines Geschmacksmusters“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von GRP Rainer Rechtsanwälte

Bild: Kartell für optische Laufwerke - EuG bestätigt hohe GeldbußeBild: Kartell für optische Laufwerke - EuG bestätigt hohe Geldbuße
Kartell für optische Laufwerke - EuG bestätigt hohe Geldbuße
Kartell für optische Laufwerke - EuG bestätigt hohe Geldbuße Durch illegale Kartellabsprachen sollten die Preise für optische Laufwerke auf hohem Niveau gehalten werden. Das Gericht der Europäischen Union hat die Bußgelder gegen die Kartellanten nun bestätigt. Der Fall, den das EuG nun entschieden hat, reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Von Juli 2004 bis November 2008 soll es nach Ermittlungen der EU-Kommission zu illegalen Absprachen bei optischen Laufwerken für PCs gekommen sein, blickt die Wirtschaftskanzlei GRP Rainer Rechtsanwälte zurück…
Bild: Verstoß gegen Wettbewerbsrecht - Likör darf nicht als "bekömmlich" beworben werdenBild: Verstoß gegen Wettbewerbsrecht - Likör darf nicht als "bekömmlich" beworben werden
Verstoß gegen Wettbewerbsrecht - Likör darf nicht als "bekömmlich" beworben werden
Ein Likör darf nicht als "bekömmlich" beworben werden. Dies verstößt gegen das Wettbewerbsrecht. Das hat das Landgericht Essen mit Beschluss vom 15. März 2019 entschieden (Az.: 43 O 16/19). Wird ein Likör in der Werbung als bekömmlich bezeichnet, liegt ein Verstoß gegen die Health Claims Verordnung (HCVO) und ein Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) vor. Das hat das Landgericht Essen klargestellt. Zweck der Health Claims Verordnung ist u.a. der Schutz der Verbraucher. Dazu gehört auch, dass der Verbraucher durch gesund…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Kartell für optische Laufwerke - EuG bestätigt hohe GeldbußeBild: Kartell für optische Laufwerke - EuG bestätigt hohe Geldbuße
Kartell für optische Laufwerke - EuG bestätigt hohe Geldbuße
… Bußgelder gegen die beteiligten Unternehmen verhängt. Die Kartellanten wollten die Geldbußen nicht akzeptieren und zogen vor das Gericht der Europäischen Union (EuG). Sie klagten auf Nichtigerklärung des Beschlusses der Kommission bzw. auf Herabsetzung der Geldbußen. Damit hatten sie keinen Erfolg. Das EuG bestätigte mit Urteilen vom 12. Juli 2019 den …
Bild: EU-Sanktionen gegen russische Erdölunternehmen zulässigBild: EU-Sanktionen gegen russische Erdölunternehmen zulässig
EU-Sanktionen gegen russische Erdölunternehmen zulässig
… russische Gesellschaften, die zu der auf die Sektoren Erdöl und Erdgas spezialisierten Rosneft-Gruppe (im Folgenden: Rosneft) gehören, erhoben beim EuG eine Klage auf Nichtigerklärung dieser restriktiven Maßnahmen. Das EuG hatte mit Urteil vom 13.09.2018 (T-715/14 "Rosneft u.a./Rat") diese Klage abgewiesen. Daraufhin legten diese Gesellschaften beim EuGH …
Bild: Das Designgesetz kommtBild: Das Designgesetz kommt
Das Designgesetz kommt
… oder auch deren Verpackungen (z.B. Parfumflacons) eingetragen und damit geschützt werden. Kein anderer darf dann ohne Zustimmung des Inhabers des eingetragenen Geschmacksmusters dieselbe oder eine verwechslungsfähige Gestaltung verwenden. Bedingungen für die Rechtswirksamkeit eines Geschmacksmusters sind in erster Linie die Neuheit (es darf also kein …
Bild: EuG bestätigt Markenschutz für SpielfigurBild: EuG bestätigt Markenschutz für Spielfigur
EuG bestätigt Markenschutz für Spielfigur
… auf Nichtigkeit einer 3D-Marke zurückgewiesen – Az. T-298/22 Die Form der Figuren eines bekannten Spielwarenherstellers bleibt nach einer Entscheidung des Gerichts der Europäischen Union (EuG) vom 6. Dezember 2023 markenrechtlich geschützt (Az.: T-298/22). Das EuG wies mit dem Urteil den Antrag eines Konkurrenten auf Nichtigkeit der Marke ab. Design …
Bild: Markenstreit um "MESSI": Keine Verwechslungsgefahr mit Marke "Massi"Bild: Markenstreit um "MESSI": Keine Verwechslungsgefahr mit Marke "Massi"
Markenstreit um "MESSI": Keine Verwechslungsgefahr mit Marke "Massi"
… hijos übertragen). Dieses Unternehmen obsiegte in einem anderen Markenrechtsstreit vor dem EuG. Die Entscheidung des EUIPO, mit der dem Antrag des italienischen Fahrradherstellers Masi auf Nichtigerklärung der Marke MASSI stattgegeben wurde, wurde aufgehoben (EuG, Urt. v. 03.05.2018 - T-2/17). Im Jahr 2013 gab das EUIPO dem Widerspruch statt. Herr Messi …
EUG und UIMC blicken auf ein erfolgreiches erstes Jahr der Kooperation zurück
EUG und UIMC blicken auf ein erfolgreiches erstes Jahr der Kooperation zurück
Wuppertal, 14.04.2008 – Seit einem Jahr arbeiten die Interessensvertretung der Nutzer der ERP-Software (EUG) vom Hersteller ABAS Software AG und die UIMC im Bereich des Datenschutzes und der IT-Sicherheit zusammen. Sowohl die von der UIMC betreuten Mitgliedsunternehmen als auch das mittelständische Beratungsunternehmen aus Wuppertal blicken zufrieden …
Ex-Monopolist DSD scheitert vor Europäischem Gericht
Ex-Monopolist DSD scheitert vor Europäischem Gericht
… vom Markeninhaber DSD, sondern für eine Teilmenge von einem Wettbewerber der DSD GmbH erfüllt werden. Mit heutigem Urteil hat das Europäische Gericht erster Instanz (EuG) eine zentrale Entscheidung der Europäischen Kommission zu Gunsten des Wettbewerbs bei der Verpackungsentsorgung in Deutschland bestätigt. Mit diesem Urteil wird verhindert, dass der …
Bild: Designschutz für Spielbaustein bleibt bestehen - MTR LegalBild: Designschutz für Spielbaustein bleibt bestehen - MTR Legal
Designschutz für Spielbaustein bleibt bestehen - MTR Legal
… (Az.: T-537/22).Durch sein Design kann ein Produkt einen hohen Wiederkennungswert für den Verbraucher haben. Daher ist der Schutz des Designs oder Geschmacksmusters für Unternehmen von hohem Wert, so die Wirtschaftskanzlei MTR Legal Rechtsanwälte , die u.a. im gewerblichen Rechtsschutz berät.Erscheinungsform kennzeichnend für GeschmacksmusterKennzeichnend …
Bild: Abbildung eines Geschmacksmusters nur zu Werbezwecken ist keine zulässige Zitierung i.S.v. § 40 Nr.3 GeschmMGBild: Abbildung eines Geschmacksmusters nur zu Werbezwecken ist keine zulässige Zitierung i.S.v. § 40 Nr.3 GeschmMG
Abbildung eines Geschmacksmusters nur zu Werbezwecken ist keine zulässige Zitierung i.S.v. § 40 Nr.3 GeschmMG
In seinem Urteil vom 07.04.2011 (Aktenzeichen: I ZR 56/09) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Abbildung eines Geschmacksmusters nicht nach § 40 Nr. 3 Geschmacksmustergesetz (im Folgenden: GeschmMG) "zum Zwecke der Zitierung" erlaubt ist, wenn sie ausschließlich Werbezwecken dient. Sachverhalt Die Entscheidung erging in einem Rechtsstreit …
Bild: EuG: Wortzeichen aus zwei Buchstaben kann als Unionsmarke eingetragen werdenBild: EuG: Wortzeichen aus zwei Buchstaben kann als Unionsmarke eingetragen werden
EuG: Wortzeichen aus zwei Buchstaben kann als Unionsmarke eingetragen werden
Auch ein nur aus zwei Buchstaben bestehendes Wortzeichen kann als Unionsmarke eingetragen werden. Das bestätigte das EuG mit Urteilen vom 24. April 2018 (Az.: T-207/17 und T-208/17). Unternehmenszeichen müssen die nötige Unterscheidungskraft zu den Produkten und Dienstleistungen anderer Anbieter aufweisen, damit sie als Marke eingetragen werden können …
Sie lesen gerade: EuG bestätigt Nichtigerklärung eines Geschmacksmusters