openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Unterhaltsrecht 2008: Die neue Eigenverantwortung

30.11.200721:28 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Unterhaltsrecht 2008: Die neue Eigenverantwortung
Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim, Besser gleich zum Spezialisten
Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim, Besser gleich zum Spezialisten

(openPR) Das neue Unterhaltsrecht tritt zum 01.01.2008 in Kraft. Es verändert wesentliche Bereiche des bisherigen Rechts, insbesondere die Generalklausel zum Ehegattenunterhalt nach der Scheidung.

Nach der Scheidung obliegt es demnach jedem Ehegatten, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Ist er dazu (ausnahmsweise) außerstande, hat er gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf Unterhalt nach den entsprechenden Vorschriften.

Mit der stärkeren Betonung der grundsätzlich eigenen Verantwortung soll das Prinzip der nachehelichen Solidarität in einer nach heutigen Wertvorstellungen akzeptablen und den Interessen der Eheleute gerecht werdenden Weise ausgestaltet werden. In den Vordergrund rückt der Grundsatz, dass durch den Unterhalt (nur noch) ein notwendiger Ausgleich für ehebedingte Nachteile erfolgen soll.

Ein Unterhaltsanspruch soll in Bezug auf die Obliegenheit zur eigenen Versorgung die Ausnahme sein, nicht die Regel und auch nur dann gegeben sein, wenn die entsprechenden Unterhaltstatbestände erfüllt sind. Bei der Auslegung dieser Unterhaltstatbestände dient der Grundsatz der Eigenverantwortung als Maßstab in Bezug auf die Höhe und die Dauer des Unterhalts nach der Scheidung.

So wird das bislang für den Betreuungsunterhalt von der Rechtsprechung der Obergerichte entwickelte Altersstufenmodell neu zu überdenken sein. Dabei wird künftig verstärkt darauf abzustellen sein, inwieweit aufgrund des konkreten Einzelfalls und der Betreuungssituation vor Ort eine Erwerbstätigkeit erwartet werden kann.

Das Prinzip der Eigenverantwortung führt aber auch dazu, dass künftig im Einzelfall ein Unterhaltsanspruch umso eher in Bezug auf seine Dauer und seine Höhe beschränkt werden kann, je geringer die ehebedingten – auf der Aufgabenverteilung während der Ehe beruhenden - Nachteile sind, die bei dem den Unterhalt begehrenden Ehegatten als Folge der Scheidung eintreten.

Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 174811
 129

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Unterhaltsrecht 2008: Die neue Eigenverantwortung“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von rechtsanwalt@schendel.de

Bild: Die einverständliche ScheidungBild: Die einverständliche Scheidung
Die einverständliche Scheidung
Das Trennungsjahr muss abgewartet werden, ehe die Scheidung beantragt werden kann. Es läuft mit Beginn der Trennung. Man unterscheidet zwischen der Trennung innerhalb der Ehewohnung und mit verschiedenen Wohnsitzen. In der Regel wird empfohlen, die Scheidung alsbald einzureichen. Manche Gerichte lassen eine Kulanzfrist von zwei Monaten zu. Die Scheidung kann nach 10 Monaten Trennung beantragt werden. Eine Blitzscheidung ist in der Regel nicht zu erwarten. Die Rente muss geklärt werden. Das kann einige Monate dauern. Man kann die Rentenklärun…
Bild: Ausgleich von Schulden nach der ScheidungBild: Ausgleich von Schulden nach der Scheidung
Ausgleich von Schulden nach der Scheidung
In seinem Urteil vom 09. Januar 2008 hatte sich der u.a. für Familiensachen zuständige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs mit der Frage zu befassen, wer im Verhältnis geschiedener Ehegatten zueinander für die vormals gemeinsam verursachten Schulden aufzukommen hat. Anlass der Entscheidung waren zwei von den Ehegatten während intakter Ehe gemeinschaftlich aufgenommene Darlehen, die seit der Trennung vom Ehemann allein zurückgeführt wurden. Er verlangt nun den hälftigen Ausgleich seiner Zahlungen von seiner mittlerweile geschiedenen Ehefr…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Neues aus dem Familienrecht 2007: Neues UnterhaltsrechtBild: Neues aus dem Familienrecht 2007: Neues Unterhaltsrecht
Neues aus dem Familienrecht 2007: Neues Unterhaltsrecht
… Rolle in der Ehe anders wahr, neue Familienformen sind entstanden (Stichwort: „Patchworkfamilie“), die Zweitehe ist häufiger geworden und die Gesellschaft akzeptiert die Eigenverantwortung nach der Ehe stärker. Aus diesen gesellschaftlichen Veränderungen schließt der Gesetzgeber seine Schlüsse und benennt die Ziele der Reform des Unterhaltsrechts. Durch …
Unterhalt
Unterhalt
… im Jahr als Sonderausgaben abziehen. Umgekehrt muss der Unterhaltsempfänger die erhaltenen Leistungen als sonstige Einkünfte versteuern. Unterhaltsreform Das zu Anfang des Jahres geänderte Unterhaltsrecht beschäftigt bereits das Bundesverfassungsgericht (1 BvR 345/08). Klage führt eine Teilzeit arbeitende 36-jährige Mutter von zwei Söhnen im Alter von …
Bild: Neues Unterhaltsrecht: Es gibt Gewinner und VerliererBild: Neues Unterhaltsrecht: Es gibt Gewinner und Verlierer
Neues Unterhaltsrecht: Es gibt Gewinner und Verlierer
… 2008 ist das neue Unterhaltsrecht tatsächlich in Kraft. Von der Reform sollen vor allem Kinder profitieren. Hinsichtlich der Ehegatten gilt nunmehr der Grundsatz der Eigenverantwortung. Die aus dem alten Recht bekannte unbegrenzte Lebensstandardgarantie nach der Scheidung gibt es nicht mehr. Durch die Neuregelung soll das Kinderwohl besonders gefördert …
Bild: Anwaltliche Beratung auf Portugiesisch in BerlinBild: Anwaltliche Beratung auf Portugiesisch in Berlin
Anwaltliche Beratung auf Portugiesisch in Berlin
… Nachfrage nach hochwertigen Immobilien aus dem Ausland hat diese Entwicklung begünstigt. Die gewöhnlichen Beratungsfelder bisher betrafen das Arbeitsrecht, Mietrecht, Status- und Visumfragen, Unterhaltsrecht und bisweilen auch die Firmenbeteiligung. Darüber hinaus wird auch Afrika immer öfter zum Thema, seit dem die in Deutschland lebenden Bürger aus …
Bild: Neue Hammer UnterhaltsleitlinienBild: Neue Hammer Unterhaltsleitlinien
Neue Hammer Unterhaltsleitlinien
Das Oberlandesgericht Hamm hat die neuen Leitlinien zum Unterhaltsrecht (Stand 01.01.2013) bekannt gegeben. Die Leitlinien sind von den Familiensenaten des Oberlandesgerichts Hamm erarbeitet worden, um eine möglichst einheitliche Rechtsprechung im gesamten Bezirk des Oberlandesgerichts zu erzielen. Die neuen Leitlinien setzen die allgemein akzeptierten …
Bild: Ehescheidung - kein Anspruch auf unbefristeten nachehelichen Unterhalt ?Bild: Ehescheidung - kein Anspruch auf unbefristeten nachehelichen Unterhalt ?
Ehescheidung - kein Anspruch auf unbefristeten nachehelichen Unterhalt ?
… Hannelores Unterhaltsforderung zurückweisen. Er beruft sich auf das seit 2008 geänderte Unterhaltsrecht. Danach gilt im Bereich des Geschiedenenunterhalts der Grundsatz der Eigenverantwortung. Heinz verweist Hannelore darauf, ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften und sich um eine vollschichtige Arbeit zu bemühen. Er wäre bestenfalls bereit …
Bild: Neuer Vorstand beim Verband berufstätiger Mütter e.V. - Krippenausbau muss schnell kommenBild: Neuer Vorstand beim Verband berufstätiger Mütter e.V. - Krippenausbau muss schnell kommen
Neuer Vorstand beim Verband berufstätiger Mütter e.V. - Krippenausbau muss schnell kommen
… wie auch das ZFF, gegen ein Betreuungsgeld aus. „Die Argumentation, ein Betreuungsgeld schaffe Wahlfreiheit, ist hahnebüchen, wenn gleichzeitig die 'Stärkung der nachehelichen Eigenverantwortung' im neuen Unterhaltsrecht festgeschrieben wird. So begrüßenswert die Stärkung ist, sie kann nur gelingen, wenn Frauen den Anschluss auf dem Arbeitsmarkt nicht …
Bild: Das neue Unterhaltsrecht –geplante Änderungen und voraussichtliche AuswirkungenBild: Das neue Unterhaltsrecht –geplante Änderungen und voraussichtliche Auswirkungen
Das neue Unterhaltsrecht –geplante Änderungen und voraussichtliche Auswirkungen
… Modernisierung des Unterhaltsrechts sollen die Förderung des Kindeswohls, die Besserstellung des nicht verheirateten, kinderbetreuenden Elternteils, die Stärkung der nachehelichen Eigenverantwortung sowie die Vereinfachung des Unterhaltsrechts erzielt werden. Im Einzelnen soll dies durch folgende Neuregelungen erreicht werden: 1. Änderung der Rangfolge Zukünftig …
Bild: Damit Scheiden nicht weh tut. Vortrag zum aktuellen Scheidungsrecht bei Network Women Grünwald e.V.Bild: Damit Scheiden nicht weh tut. Vortrag zum aktuellen Scheidungsrecht bei Network Women Grünwald e.V.
Damit Scheiden nicht weh tut. Vortrag zum aktuellen Scheidungsrecht bei Network Women Grünwald e.V.
… empfehle den Ehevertrag als Airbag für die Ehe. Das neue Scheidungsrecht lässt viele Frauen ‚alt’ aussehen“, bekräftigt Rechtsanwältin Christiane Warnke. Warum das aktuelle Unterhaltsrecht im Grunde keiner Frau mehr erlaubt, ihre Berufstätigkeit zugunsten der Kinder einzuschränken, erläutert sie in ihrem Vortrag für Network Women Grünwald e.V. am Mittwoch, …
Bild: Neues UnterhaltsrechtBild: Neues Unterhaltsrecht
Neues Unterhaltsrecht
… wird es wahrscheinlich erst ab dem 01.07.2007 gelten. Die neue Reform verfolgt vor allem drei Ziele: 1. Förderung des Kindeswohls 2. Stärkung der nachehelichen Eigenverantwortung 3. Vereinfachung des Unterhaltsrechts. Nach heutiger Rechtslage muss sich das unterhaltsberechtigte minderjährige Kind den ersten Rang mit geschiedenen und aktuellen Ehegatten …
Sie lesen gerade: Unterhaltsrecht 2008: Die neue Eigenverantwortung