(openPR) Die litauische Sängerin debutiert als Amelia (“Un ballo in maschera”) an der Bayerischen Staatsoper
Ein Jahr nach ihrem spektakulären Rollendebut als Aida an der Mailänder Scala kreiert Violeta Urmana mit der Amelia in „Un ballo in maschera“ eine weitere große Verdi-Partie des Lirico-spinto-Sopranfachs. Dabei fand ihre erste Auseinandersetzung mit dieser neuen Rolle in halbszenischer Form am 23. September in Florenz mit großem Erfolg statt.
Das vollszenische Debut erfolgt nun ein Vierteljahr später an der Bayerischen Staatsoper, am Haus ihrer Wahlheimatstadt München. Dort wird die Oper in der von Verdi intendierten Originalversion gegeben, die am schwedischen Hof spielt. Wieder ist Ramón Vargas (nun Gustavo III.) - wie bereits am Teatro Comunale di Firenze Urmanas Tenorpartner, Franco Vassallo singt ihren Gatten (nun Anckarström) und Jane Henschel die Wahrsagerin, die in der Originalversion Arvedson heißt. Premiere der von Marco Armiliato geleiteten Wiederaufnahme ist am 11. Dezember.
Diese Rollenaneignung in zwei Schritten ist durchaus sinnvoll, denn Amelia ist eine der komplexesten und passioniertesten Frauenfiguren, die Verdi geschaffen hat. Sie stellt in den zwei großen Arien, die als Prüfstein für jede echte Verdi-Primadonna gelten, aber auch in den leidenschaftlichen Duetten mit dem Tenor, den sie liebt und nicht lieben darf, weil sie verheiratet und er der beste Freund ihres Mannes ist, allerhöchste Ansprüche an die Gesangskunst, und zwar in technischer wie gestalterischer Hinsicht. Ebenso erfordert sie eine sensible und psychologisch differenzierte schauspielerische Durchdringung. Violeta Urmana hat in allen ihren bisherigen Bühnenrollen Gesang und Darstellung als Einheit begriffen, was ihren Ausnahmerang in einem Repertoire ausmacht, in dem sich viele Sänger mit der reinen Stimmentfaltung zufrieden geben.
Dezember 11, 15, 18, 21
Verdi: UN BALLO IN MASCHERA / Amelia
München, Bayerische Staatsoper
www.bayerische-staatsoper.de
www.violetaurmana.com







