(openPR) Mit Medea von Luigi Cherubini zeigt sich Violeta Urmana nach Glucks Iphigénie en Aulide an der Scala (2002) und Iphigénie en Tauride in Valencia (2008) einmal mehr als große griechische Tragödin und erarbeitet sich mit dieser neuen Partie einen der vielschichtigsten und faszinierendsten Charaktere der Opernliteratur. Gleichzeitig unternimmt sie mit diesem Rollendebüt einen ihrer seltenen Ausflüge ins vorromantische Repertoire.
Medea wird von ihrem Ehemann Giasone zugunsten einer anderen verlassen und nimmt grausame Rache: sie mobilisiert die dunklen Mächte der Unterwelt, tötet ihre Nebenbuhlerin durch einen vergifteten Brautschleier und ermordet in wilder Raserei ihre eigenen Kinder. Diese zwischen Eifersucht, Mutterliebe und Wut schwankende Frau offenbart ihren Charakter in einer eindrucksvollen Musik im Spannungsfeld zwischen klassizistischer Größe und expressivem Gestus. Schon immer war diese Rolle ein ebenso gefürchtetes, wie dankbares Vehikel für große Sängerdarstellerinnen und ist mittlerweile zu einem Mythos geworden, so wie die antike Zauberin selbst ein Mythos ist.
Wenn Violeta Urmana im Juni 2012 beim Festival del Mediterrani in Valencia die Medea verkörpern wird, dann fügt sich Cherubinis Heroine nahtlos ein in die großen Opernheldinnen, mit denen die litauische Sopranistin in den vergangenen Jahren ihre triumphalsten Erfolge feiern konnte. Hier vereint sich der dunkel faszinierende Furor einer Lady Macbeth mit der zutiefst menschlichen Mütterlichkeit einer Norma, der schillernden Verführungskunst einer Kundry und der Erhabenheit einer Gioconda.
Mit dieser Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta und in der Inszenierung von Gerardo Vera kehrt Violeta Urmana auch in den spektakulären Palau de les Arts Reina Sofía zurück. Die Vorstellungen von Medea versprechen eines der herausragenden Ereignisse des diesjährigen Festival-Sommers zu werden.
Palau de les Arts Reina Sofía
Aufführungen am : 12., 17., 21., 24. Juni 2012
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