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Gesundheitsplanung statt Krankheitsmanagement

25.11.200723:47 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) GPeV fordert: Drohende Kostenlawine im Gesundheitswesen mit Präventionsmedizin stoppen

Politik, Versicherungen, Apothekenverband, Pharmaindustrie und Ärzteschaft demonstrieren Einigkeit und stellen im Experten-Forum der Gesellschaft für Prävention e.V. (GPeV) am Rande des „1. Europäischen Präventionstages“ am 25. November in Bonn gemeinsamen Ziel- und Forderungskatalog auf.



„Wo wird Geld durch Prävention gespart? Wessen Geld wird durch Prävention gespart? Wem nützt es, wenn vermehrt Prävention betrieben wird? – dem Staat, den Apothekern und den Versicherungen. Ergo müssen auch die Nutznießer der Präventionsmedizin für deren Etablierung Sorge tragen. Auch in finanzieller Hinsicht“, zu diesem Ergebnis kam das Experten-Forum Prävention, der politische Flügel der GPeV, das sich selbst als „ADAC der Präventionsmedizin“ sieht. Am Rande des „1. Europäischen Präventionstages“, welcher im ehemaligen Bundestag in Bonn stattfand, stellte das Experten-Forum der GPeV in ihrer konstituierenden Sitzung erstmals einen gemeinsamen Ziel- und Forderungskatalog auf und markiert damit einen Meilenstein in den Bemühungen um eine Implementierung der Präventionsmedizin, im Sinne der Primärprävention, in das deutsche Gesundheitswesen. Zu den Teilnehmern des Experten-Forums Prävention gehören unter anderem die Landesvorsitzende des Hartmannbundes NRW Angelika Haus, der Präventionspolitische Sprecher der FDP Detlef Parr, der Vorstand der Axa-Krankenversicherung Thomas Michels, der Vorstand des Marburger Bundes Rudolf Henke, der Vorstand der Privaten Krankenversicherung Dr. Volker Leienbach, der stellvertretende Vorsitzende der GSAAM (Deutsche Gesellschaft für Präventionsmedizin und Anti-Aging), Prof. Dr. Alfred Wolf und die Vorstandsvorsitzende der GPeV Dr. Claudia Hennig.

Michels bezeichnete die Präventionsmedizin als amorphe Masse, deren Struktur derzeit nicht klar zu erkennen ist und auf wenige Punkte verdichtet werden müsste. Dann, so seine Zusage, könne Präventionsmedizin in Schulen und Betrieben umgesetzt und politischer Druck erzeugt werden. Als weitere Voraussetzung, um einen entsprechenden politischen Druck aufbauen und eine Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft herbeiführen zu können, legte das Experten-Forum als notwendigen Zwischenschritt die Einführung von Qualitätsmanagement und Evaluierungsinstrumenten für die Präventionsmedizin fest. „Nur so werde die Präventionsmedizin als evidenzbasierte Medizin erkennbar und könne sich von anderen Angebote des Gesundheitssektors abgrenzen“, so Dr. Wolf Bleichrodt, wissenschaftlicher Beirat der GSAAM.

Als weiteren wichtigen Aspekt sahen die Experten die Aufklärungsarbeit der Öffentlichkeit. Prof. Dr. Thomas Druyen, Lehrstuhlinhaber für vergleichende Vermögenskultur an der Uni Wien, nannte als Ziel, dass die Menschen ihre Lebensplanung in puncto Gesundheit zukünftig nicht mehr nur auf das hic et nunc beschränken dürften, sondern eine Gesundheitsplanung im Sinne von lebenslanger Prävention betreiben müssten. Und Dr. Bleichrodt brachte die Notwendigkeit der Präventionsmedizin mit einer einfachen Hochrechnung auf den Punkt: Im Jahr 2020 werden rund 5 Millionen altersdemente Menschen in Deutschland leben, die versorgt werden müssen. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa werden dann keine günstigen Pflegekräfte aus Osteuropa mehr den Mangel an kompetentem Pflegepersonal mehr decken. Es wird daher eine gigantische finanzielle und personelle Herausforderung auf den Staat, die Kranken- sowie Pflegekassen und auch auf jeden persönlich zurollen.

Weitere Informationen und Bildmaterial:
www.praeventionstag.com
www.GPeV.de

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