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Die Immobilie im Kontaxt des Interbankensystems und der Inflationsstatistik

(openPR) Köln (05.11.07) - lmh - Ein wesentliches Argument für Immobilieninvestitionen war der Schutz vor Inflation. Mit der Einführung des Euros wurden erhebliche Bemühungen zur Geldwertstabilität unternommen, die dazu führten, dass der übliche Index zur Messung der Inflation (4-Personen-Arbeitnehmer-Haushalt) dauerhaft niedrig blieb. Analog dazu sank auch das Interesse an Immobilien, weil keine Inflationsangst mehr vorhanden war. Es stellt sich die Frage, ob der erwähnte Index der richtige Maßstab ist, um potentiellen Anlegern eine Entscheidungsgrundlage für eine vernünftige Investition zur Altersversorgung oder zur Vermögenssicherung bzw. –mehrung zu geben. Daraus ergibt sich die Anschlussfrage, ob derzeit der Inflationsaspekt bei Anlageentscheidungen vernachlässigt und auf Immobilieninvestitionen aus Inflationsschutzgesichtspunkten verzichtet werden kann.



Stellt man der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes der letzten Jahre die Entwicklung der Börsenkurse gegenüber, kommt man zu der Erkenntnis, dass die Indizes für Unternehmenspreise (Dax, Dow Jones o.ä.) ganz andere Werte aufweisen als der Verbraucherpreisindex. Während der Verbraucherpreisindex in den letzten 3 Jahren um ca. 7 % gestiegen ist, hat sich der Dax verdoppelt. Somit stellt sich die Frage, ob die Inflation in den letzten 3 Jahren 7 % oder 100 % betrug. Obwohl beide Aussagen partiell richtig sind, ist die Dax-Entwicklung für Anlagegesichtspunkte aussagekräftiger als die Preisentwicklungen der im Warenkorb des 4-Personen-Arbeitnehmer-Haushalts aufgeführten Wirtschaftsgüter. Nicht die Preiserhöhungen für Brötchen oder Haareschneiden sind für Anlageentscheidungen relevant, sondern eher die Preise für Aktien, Stahl oder Gold.

Bei diesen Überlegungen muss aber auch der Börsencrash vor ca. 5 Jahren beachtet werden, bei dem weltweit in kurzer Zeit die Aktienkurse auf einen Bruchteil ihrer vorausgegangenen Werte zusammenbrachen. Hier wird ein ganz entscheidender Unterschied zwischen Börsenindizes und Verbraucherpreisindex sichtbar. Während der normale 4-Personen-Arbeitnehmer-Haushalt mehr oder weniger zwangsweise und in nahezu voller Höhe den Lohn, den er am Monatsende erhält, im Laufe des Folgemonats ausgeben muss, stehen die weltweit agierenden institutionellen Investoren nicht unter diesem Zwang. Sie benötigen das Geld, über das sie im Übermaß verfügen, nicht für laufende Konsumzwecke und sind auch nicht nur nicht gezwungen, die laufend vereinnahmten Renditen anzulegen, sondern haben zudem die Freiheit, sich blitzschnell aus den Rohstoff- oder Aktienmärkten zurückzuziehen und ihr Kapital vorübergehend anderweitig zu parken. Der Konsument hat diese Möglichkeit nicht.

Der plötzliche Rückzug der Spekulanten führt zu einem Preisverfall, der Deflation darstellt. Die vorausgegangene Hausse, die selbst durch eine sehr große (möglicherweise zu große) Geldmenge ausgelöst wurde, trägt selbst zur weiteren Ausdehnung der Geldmenge bei, die bei dem folgenden Crash teilweise wieder zerstört wird. Die Ursachen für dieses Auf und Ab an den Anlagemärkten liegt u.a. in einer ungeheuer großen, durch das Interbankensystem geschaffenen Geldmenge. Dieses System kann man gutheißen oder auch kritisieren, wozu an dieser Stelle aber kein Raum ist. In diesem Zusammenhang ist es lediglich wichtig, die Besonderheiten dieses Währungssystems zu erkennen und daraus die notwendigen Schlüsse für das eigene Anlageverhalten zu ziehen.

Die Erkenntnis ist, dass das derzeitige Währungssystem ungeheure, mit dem Wachstum der Weltwirtschaft nicht erklärbare Geldmengen geschaffen hat, die relativ kurzfristig auf den Anlagemärkten weltweit zum Einsatz kommen oder diesen wieder entzogen werden können, so dass die Preise für diese Wirtschaftsgüter einem ständigen Auf und Ab unterworfen sind. Die früher möglicherweise einmal für Anlagezwecke existierende Relevanz des Verbraucherpreisindexes hat in diesem Zusammenhang keine Bedeutung mehr. Die Verbraucherpreiserhöhungen als Kriterium für die Entscheidung zwischen Sach- oder Geldanlage spielt wegen der oben beschriebenen Veränderungen keine Rolle mehr. Vielmehr ist es wichtig, die oben beschriebene Situation auf den Anlagemärkten zur Kenntnis zu nehmen und auf dieser Grundlage für die Altersvorsorge bzw. die darüber hinausgehende Vermögensanlage so zu disponieren, dass das Vermögen gleichermaßen sicher und ertragswirksam angelegt ist.

Für die richtige Anlagestrategie gilt es zu erkennen, dass es keinen Sinn ergibt bzw. sogar gefährlich ist, sich mit den weltweit agierenden Spekulanten auf Tagesspekulationen einzulassen. Diese Vollprofis sind dem Normalanlegern nicht nur wegen der schnellen und besseren Information und damit besseren Transparenz überlegen. Ein Wettbewerb mit diesen Marktteilnehmern würde sich dauerhaft zu unserem Nachteil auswirken.

Vielmehr geht es darum, von langfristigen Trends zu partizipieren (z.B. derzeitige Dollar/Euro-Parität) bzw. in solchen Bereichen zu investieren, in denen nicht innerhalb von Sekunden Käufe und Verkäufe abgewickelt werden können. An vorderster Stelle ist hier die Immobilie als Investitionsmedium zu empfehlen, bei der alleine schon aufgrund der gebotenen notariellen Formvorschrift kein Raum für psychologisch bedingte, schnelle und dadurch unüberlegte Überreaktionen ist. Die für die Kaufabwicklung eines Grundstücks erforderliche Dauer gewährt beiden Seiten die notwendige Zeit für eine wohlüberlegte Entscheidung. Spekulationsblasen werden so verhindert. Trotz langsam steigender Konsumgüterpreise spricht somit vieles für die Investition in Immobilien.

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