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Tibetische Nomaden verarmen zusehends

07.09.200720:36 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) In seinem Newsletter vom Juni 2007 zeigt sich das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, Dharamsala, besorgt über die zunehmende Verarmung tibetischer Nomaden infolge neuer Maßnahmen zu ihrer Umsiedelung. Einhergehend mit Programmen, die angeblich der Entwicklung und der Bildung von sogenannten Infrastrukturenklaven dienen sollen, werden seit geraumer Zeit zahlreiche tibetische Nomaden von ihrem angestammten Weideland vertrieben und irgendwo anders angesiedelt. Sie werden dadurch ihres gewohnten Lebensunterhalts beraubt, und infolge des abrupten Bruchs mit ihren tradierten Lebensgewohnheiten sieht die Zukunft düster für sie aus.



In einem 79seitigen Bericht "No one has the liberty to refuse: Tibetan herders forcibly relocated in Gansu, Qinghai, Sichuan and the Tibet Autonomous Region"* kritisiert die NGO Human Rights Watch (HRW) die Zwangsumsiedlungspolitik der chinesischen Regierung, mittels derer einheimische tibetische Nomaden gewaltsam von den Weidegründen, in denen sie seit eh und je umherzogen, vertrieben werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist die von den Nomaden geforderte Schlachtung eines Teils ihres Viehbestands. Die Regierung zahlt ihnen nur geringfügige Entschädigungen und setzt sich über die den Tibetern gesetzlich zugesicherten Rechte hinweg. Hunderttausende Tibeter sind von diesen neuen Maßnahmen des Staates betroffen.

HRW forderte Peking auf, die Umsiedlung tibetischer Nomaden einzustellen, bis ein besseres System eingeführt wird, und den Tibetern, die bereits zwangsweise umgesiedelt wurden oder die keine Entschädigung erhalten haben, die Rückkehr auf ihr Land zu gestatten. Infolge der derzeitigen forcierten Modernisierungs- und Entwicklungspolitik Chinas in Tibet ist der Lebensunterhalt vieler tausender tibetischer Nomaden gefährdet. Außerdem haben sie kein Mitspracherecht bei den politischen Entscheidungen, und die chinesische Regierung traf die Maßnahmen zu ihrer Umsiedelung und zu den Projekten für den Ausbau der Infrastruktur, ohne sie vorher gefragt zu haben.

HRW drückte seine Hoffnung aus, daß das gegenwärtig durchgeführte Umsiedlungsprogramm der Nomaden unverzüglich gestoppt wird und es appellierte an die chinesische Regierung, sie möge die bereits umgesiedelten Nomaden angemessen entschädigen. Die Organisation empfahl die Rückführung der Zwangsumgesiedelten auf ihr angestammtes Land. Ein Betroffener, der seinen Namen nicht nennen möchte, erklärte: "Die chinesische Regierung ist wild entschlossen zur Zerstörung unserer Weideflächen und unserer nomadischen Lebensweise, sie will die nomadische Tradition mit der Wurzel ausreißen."

* Der Bericht kann heruntergeladen werden unter http://hrw.org/reports/2007/tibet0607/

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