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Ältere sollen weniger verdienen

24.08.200715:43 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Ältere sollen weniger verdienen
Mercuri Urval-Geschäftsführer Dr. Albert Nußbaum
Mercuri Urval-Geschäftsführer Dr. Albert Nußbaum

(openPR) Altersabschlag bei Einstellung Arbeitsloser ab 55 gefordert
- 50.000 Stellenbesetzungen im Fachkräftebereich möglich
- Dr. Albert Nußbaum: „Alter ist weder Qualifikation noch Verdienst.“

Der Deutschland-Geschäftsführer der internationalen Personalberatung Mercuri Urval, Dr. Albert Nußbaum hat sich für einen tariflichen Altersabschlag bei der Neueinstellung von Arbeitslosen ab dem 55. Lebensjahr ausgesprochen. Mit einer solchen Maßnahme könnten deutschlandweit schätzungsweise rund 50.00 ältere Menschen wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Arbeitgeber und Gewerkschaften fordert der Personalexperte auf, sich endlich vom Senioritätsprinzip zu verabschieden.



Dass im höheren Lebensalter in vielen beruflichen Bereichen die Leistungsfähigkeit sinkt, weiß nicht nur die Arbeitswissenschaft. Das deutsche Tarifsystem nimmt darauf in der Regel jedoch keine Rücksicht. Lohn nach Leistungsfähigkeit ist vielfach ein Tabu. Damit bricht nun Dr. Albert Nußbaum, Geschäftsführer der internationalen Personalberatung Mercuri Urval. Er fordert Arbeitgeber und Gewerkschaften auf, ein gemeinsames Konzept zur Beschäftigung Älterer auf den Weg zu bringen. Sie sollen für die Einstellung von Älteren Arbeitslosen ab dem 55. Lebensjahr einen Abschlag auf den Tariflohn vereinbaren, der dem branchen- und funktionsbedingten Leistungsrückgang entspricht. Durch diese Maßnahme könnten nach Ansicht von Nußbaum bereits kurzfristig rund 50.000 vakante Stellen besetzt werden. Angesichts des vielfach beklagten Fachkräftemangels sei dies eine kurzfristig wirksame und hilfreiche Maßnahme. „Es geht hier nicht darum, ältere Arbeitnehmer auszubeuten“, stellt Dr. Albert Nußbaum dazu fest. „Allerdings hat sich das Senioritätsprinzip des öffentlichen Dienstes über die Tarifverträge auch auf die deutsche Wirtschaft übertragen. Dieser Ansatz ist jedoch nicht sachgerecht und schon längst nicht mehr zeitgemä?, kritisiert der Personalexperte. „Alter alleine ist weder eine Qualifikation, noch ein Verdienst“, so Nußbaum. Es sei eine erwiesene Tatsache und zudem allgemein bekannt, dass in vielen Bereichen des Arbeitslebens, insbesondere mit körperlicher Beanspruchung im sechsten Lebensjahrzehnt die tatsächliche Leistungsfähigkeit merklich nachlasse. Dieser Tatsache müsse auch in der Beschäftigungspolitik Rechnung getragen werden.

Bislang sei in Deutschland die Frage der Beschäftigung von Älteren völlig ungelöst. Gleichzeitig werde über extremen Fachkräftemangel geklagt. „Unter den Älteren befinden sich eine ganze Menge Menschen, die Ihrem Profil nach unter die Definition Fachkräfte fallen und die auch in der Lage sind, die nötigen Anforderungen im Arbeitsleben zu erfüllen“, so Personalexperte Nußbaum. Lediglich in der Produktivität blieben sie hinter Jüngeren zurück. Das sei jedoch für Unternehmen kein hinreichender Grund auf die Kompetenz dieser Altersgruppe zu verzichten. Durch den vorgeschlagenen Altersabschlag solle auf einer sachgerechten Basis diese Produktivitätslücke ausgeglichen werden.
Das Modell biete allen Beteiligten nur Vorteile. Unternehmen könnten fehlende Fachpositionen schneller besetzen, eine Vielzahl älterer Arbeitsloser würde wieder ins Berufsleben finden. „Und volkswirtschaftlich ist ein Altersabschlag allemal sinnvoller, als massenweise Frührentner oder Hartz-IV-Empfänger zu produzieren“, so Dr. Albert Nußbaum. Er ist sich zudem sicher, dass sein Vorschlag bei vielen Älteren Arbeitslosen auf Verständnis und Zustimmung stößt. Schließlich gehe es nicht um eine Herabwürdigung des Alters, sondern nur um eine realistische Einschätzung des Leistungsvermögens. Der in Kauf zu nehmende Abschlag werde durch eine neue Chance im Berufsleben mehr als ausgeglichen.

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