Doping: Entwicklung eines Nachweisverfahrens für Gen-Doping
(openPR) Spezialisten befürchten bereits seit geraumer Zeit, dass im Spitzensport genetisch manipuliert wird. Bei diesem so genannten Gen-Doping wird die Erbsubstanz DNA von leistungsrelevanten Genen in die Körperzellen der Sportler eingeschleust. Die in der betroffenen Zelle vorhandene Maschinerie zur Herstellung von Eiweißstoffen produziert entsprechend des neu eingebrachten DNA-Bauplans mehr körpereigene leistungssteigernde Stoffe. Möglich wird das beispielsweise durch die Verwendung geeigneter Viren als Genfähren, die in der Lage sind, transgene DNA entweder ins menschliche Genom einzubauen oder im Zellplasma einzulagern.
Das resultierende Genprodukt ist mit der natürlichen Substanz identisch und kann bei Verwendung neuster Gentransfer-Technologie sogar gezielt bei Bedarf und nur in bestimmten Zellen des Körpers produziert werden. Deshalb lässt sich mit den bisherigen Methoden Gen-Doping nicht nachweisen.
Dr. Perikles Simon, Leiter des Molekularbiologischen Labors der Tübinger Sportmedizin, hat solch ein Verfahren entwickelt, mit dem sich geringste Spuren transgener DNA z.B. im Blut nachweisen lassen.
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