(openPR) Nichtrauchergesetz in Thüringen auf dem Weg - Kampagne “Rauchzeichen!“ unterstützt Anliegen für rauchfreie Schulen
Im Hinblick auf ein rauchfreies Thüringen fand am heutigen Dienstag im Königin-Luise-Gymnasium Erfurt eine 90-minütige Veranstaltung der Kampagne Rauchzeichen! zu Ausbeutung und Umweltzerstörung durch Tabakkonzerne statt. Die Kampagne unterstützt das Anliegen für rauchfreie Schulen in Thüringen. Ihre Unterstützung dafür beruht jedoch weniger auf den gesundheitlichen Konsequenzen des Rauchens als auf den Folgen für die tabakproduzierenden Länder.
Unter der Prämisse "Dass Tabak nicht gerade die Gesundheit fördert, weiß mittlerweie jeder. Aber weißt du eigentlich, woher dein Tabak kommt?" macht sie Veranstaltungen in Schulen und hat die Film-DVD "Dirty Deeds" hergestellt, um junge Leute über die Problematik zu informieren.
Das Königin-Luise-Gymnasium (KLG) Erfurt ist auf dem Weg, das Rauchen aus dem Bewusstsein von SchülerInnen und LehrerInnen zu verbannen und so eine rauchfreie Schule zu werden. Aktionen zum Nichtrauchen wie "Be smart, don't start" und die heutige Veranstaltung tragen zur Information und Motivation, das Rauchen aufzugeben bzw. gar nicht erst zu beginnen, bei. Im Jahr 2006 beschloss die Schulkonferenz zusammen mit der Schülervertretung, das Rauchen auf dem gesamten Schulgelände zu untersagen.
KLG-Schulleiter Jürgen Kornmann freut sich über das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Kampagne Rauchzeichen!: "Es ist gut und wichtig, Schülern auf diese Weise zu vermitteln, unter welchen Umständen Tabakwaren entstehen. Es ist ein Mosaikstein zur Erkenntnis, Rauchen schadet der Menschheit und nutzt lediglich den Tabakkonzernen."
Hintergrund:
Für die meisten Raucher und Raucherinnen kommt die Zigarette schlicht aus ihrer Verpackung. Wo der in ihr enthaltene Tabak hergestellt wird und unter welchen Bedingungen das geschieht, ist weithin unbekannt. Über vier Fünftel des so genannten "braunen Goldes" stammen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Doch das Produkt bringt den produzierenden Ländern keinen Wohlstand - im Gegenteil: Der Anbau von Tabak geht unmittelbar mit Armut, Kinderarbeit und der Zerstörung von Tropenwäldern einher.
"Tabakkonzerne beuten Bauern in Ländern wie Malawi, Tansania und Brasilien auf eine Art und Weise aus, dass es sich nur noch als moderne Sklavenarbeit bezeichnen lässt. Zusätzlich zerstören sie die natürlichen Ressourcen der Anbauregionen nachhaltig, so dass den Einwohnern langfristig die Lebensgrundlage entzogen wird. Daher fordern wir einen Boykott aller Tabakprodukte" beschrieb Laura Graen, Sprecherin der Kampagne Rauchzeichen! das Anliegen der Veranstaltung.










