(openPR) Wie hilft man der leidenden Königin wieder auf die Beine? Der Leibkoch des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. hatte ein Rezept. Ochsenschwanz!
Man koche ihn gar, füge Bienenhonig, grüne Bohnen und Zwiebeln hinzu, verfeinere die Suppe mit einem Schuss süßer Sahne und runde das Ganze mit einer Prise Curry ab. Die Wirkung war verblüffend. Die Königin schien sich zu erholen, die gewagte Kreation war sprichwörtlich in aller Munde und sollte als "Königin-Luise-Suppe" die Zeiten überdauern. Wie auch der Mythos um die Königin überdauert hat, zumindest bis zur Auflösung Preußens.
Luise von Mecklenburg-Strelitz, siebente von elf preußischen Königinnen, ist heute keine verklärte Kultfigur mehr. Dennoch haben Person und Schicksal der Königin seit der Wiedervereinigung einen neuen Stellenwert im kollektiven Bewusstsein der Deutschen. Literaten sehen sie als „Stern in Wetterwolken“ (Heinz Ohff) oder versuchen, wie Günter de Bruyn, hinter den Legenden um die „bürgerliche“ Königin, Preußens wahre Luise auszumachen.
Doch wie kann man sich Mythos und Historie um Luise als Reisender nähern? Welche Orte sind eine Besichtigung wert? „2010 jährt sich der Todestag der Königin zum 200sten Mal. Bis dahin wird eine Königin-Luise-Route fertiggestellt sein, in deren Verlauf der Reisende 10 Stationen ihres Lebens besichtigen kann“ erläutert René Johansen, Inhaber von Johansens Reisestudien. Initiator der Königin-Luisen-Route sei der Förderverein Schloss Hohenzieritz.
Der Baden-Badener Reiseveranstalter sieht die Zeit gekommen, ab Juni 2009 seine bewährten Königin-Luise-Reisen wieder in sein Programm aufzunehmen. „Neben Friedrich dem Großen war und ist Königin Luise die bis heute populärste Angehörige der preußischen Dynastie“ erläutert Johansen.
Nach Details zu seinem Reiseangebot befragt, spricht Johansen von einer eigenwilligen Rezeptur: „Man nehme ein bewährtes Reisekonzept basierend auf einer fundierten Mischung aus Historie und Legende, füge zu etwa gleichen Teilen Architektur und Gartenkunst hinzu und würze mit einer gehörigen Portion Literatur“, erläutert Johansen. „Spannende Anekdoten und eine Prise Humor lassen das Ganze besser auf der Zunge zergehen“ ergänzt er mit einem Augenzwinkern und setzt hinzu: „Wir brauchen den Mythos und sicher auch die poetische Annäherung, um zu einem angemessenen Umgang mit unserer Vergangenheit zurückzufinden“.
Königin-Luise-Reisen als Vergangenheitsbewältigung also? Johansen nickt. „Unsere Reisen sollen helfen zusammenzuführen, was immer zusammengehörte. Auf dieser Reise verbinden wir die Historie mit dem Mythos der Königin und besichtigen, was bis heute an sie erinnert.
Im restaurierten Paretzer Schloss werden wir die Räume der ehemaligen Königswohnung besuchen. Unsere Spurensuche führt bis nach Mecklenburg, nach Neustrelitz und Hohenzieritz, und findet in Berlin-Charlottenhof ihren wahrhaft krönenden Abschluss.
Und auch Fontane-Liebhaber kommen auf ihre Kosten. Denn „Preußische Lebensspuren“ bedient sich ganz wesentlich der Sicht Fontanes auf die Königin und bezieht auch Lebensstationen des Dichters ein.
Sieht Johansen im Leben und Wirken der Königin auch eine Botschaft für heutige Generationen? „Ihr Kredo ist meiner Meinung nach zeitgemäß und zeitlos zugleich. Lassen Sie mich aus einem Brief Luises an ihren Vater, Herzog Karl von Mecklenburg-Strelitz, zitieren: „Ist doch alles in der Welt nur Übergang! Sorgen wir dafür, dass wir mit jedem Tage reifer und besser werden.“ Weise Erkenntnisse, wie diese, werden während der Reise „Preußische Lebensspuren“ gratis verteilt - und natürlich das Rezept der „Königin-Luise-Suppe“.
Die 7-tägige Reise „Preußische Lebensspuren“ wird vom 7. bis zum 13. Juni 2009 von Johansens Reisestudien ab 1.090 Euro angeboten und im Juni 2010 wiederholt. Weitere Informationen unter www.reisestudien.de.
Foto: Copyright: „Mutter Erde“, mit diesem Hinweis frei zur Veröffentlichung.










