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„Absurdester Tierversuch 2026“: Leiden für fragwürdige Forschung

13.04.202612:35 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: „Absurdester Tierversuch 2026“: Leiden für fragwürdige Forschung
Visual zur freien Nutzung. (© Ärzte gegen Tierversuche e.V.)
Visual zur freien Nutzung. (© Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

(openPR) Verein Ärzte gegen Tierversuche ruft zur Abstimmung für Negativpreis auf

Ärzte gegen Tierversuche ruft zur Online-Abstimmung über besonders absurde Tierversuche auf. Mit diesem Negativpreis möchte der bundesweite Verein die Öffentlichkeit darüber informieren, was hinter verschlossenen Labortüren und unter Verwendung von Steuergeldern an deutschen Forschungseinrichtungen geschieht. Für das Jahr 2026 wurden exemplarisch fünf besonders fragwürdige Versuche aus Tübingen, Erlangen, Ulm, Bochum und Magdeburg nominiert.

„Tierversuche werden häufig mit einem angeblichen Nutzen für den Menschen gerechtfertigt. Doch die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist wissenschaftlich nicht gegeben“, erläutert Dr. Johanna Walter, wissenschaftliche Referentin bei Ärzte gegen Tierversuche. „Gerade in der Grundlagenforschung zeigt sich besonders deutlich, wie Tiere für Erkenntnisse leiden und sterben, ohne dass ein konkreter Nutzen absehbar ist.“

So wurden in Tübingen Ratten über Wochen täglich Alkoholdampf ausgesetzt, um Veränderungen im Gehirn zu untersuchen. Anschließend wurden die Tiere getötet und ihre Organe analysiert.

In Erlangen wurden Wüstenrennmäuse wiederholt extrem lauten Geräuschen in der Lautstärke eines Presslufthammers ausgesetzt, um ein Lärmtrauma hervorzurufen. So soll Tinnitus erforscht werden.

In Ulm wurden Zebrafischen Teile des Herzens entfernt oder mit extremer Kälteeinwirkung zerstört, um deren Regenerationsfähigkeit zu untersuchen. Die Tiere wurden zusätzlich verschiedenen Belastungen wie Hitze, Medikamenten und Strahlung ausgesetzt, bevor ihre Herzen entnommen wurden.

In Bochum wurden Mäusen schwere Brandwunden am Ohr zugefügt, während gleichzeitig die Blutzufuhr in einem Bein wiederholt abgeschnürt wurde, um Effekte auf die Wundheilung zu untersuchen. Mehrere Tiere starben während der Versuche, die anderen wurden später getötet.

Ein weiterer Versuch in Magdeburg setzte Gerbils schmerzhaftem Lerndruck aus: Den Tieren wurden Elektroden ins Gehirn implantiert und über einen elektrifizierbaren Gitterboden Elektroschocks verabreicht, denen sie zu entgehen versuchen. Die Versuchsbedingungen wurden dabei regelmäßig verändert, um Stress und Anpassungsreaktionen zu untersuchen.

Die Beschreibungen stammen aus der öffentlichen „Datenbank Tierversuche” des Vereins, in der derzeit 5730 Tierversuche aus Deutschland dokumentiert sind. Die nominierten Studien wurden in den Jahren 2024 und 2025 in Fachzeitschriften veröffentlicht. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Versuchen sowie die Originalquellen sind auf der Aktions-Webseite einsehbar.

Tierversuchsbefürworter verweisen häufig auf die Wichtigkeit der Grundlagenforschung und argumentieren, dass diese langfristig zu medizinischen Fortschritten führen könne. Dabei wird jedoch nicht berücksichtigt, dass die biologischen Unterschiede zwischen Mensch und Tier dazu führen, dass die Ergebnisse für den Menschen nicht relevant sind.

„So wird das Leid der Tiere mit einem möglichen wissenschaftlichen Fortschritt gerechtfertigt, der nicht existiert. Mit unserer Aktion wollen wir sichtbar machen, was den Tieren angetan wird und wie absurd diese Experimente sind“, so Walter.

Die Abstimmung ist anonymisiert und läuft bis zum 24. April,dem Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche.

Weitere Infos

Abstimmung „Absurdester Tierversuch 2026“ >>

Datenbank Tierversuche www.datenbank-tierversuche.de

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  • Ärzte gegen Tierversuche e.V.
    Lustheide 85
    51427 Bergisch Gladbach
    Deutschland

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