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Integration über Religion ist ein Irrweg

17.04.200723:04 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Integration über Religion ist ein Irrweg
Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten
Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten

(openPR) Vor dem Hintergrund der Gründung des Koordinierungsrats der Muslime (KRM) kritisiert der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) die Vorstellung, eine Allianz zwischen politisch-islamischen Interessenverbänden - fälschlich als Religionsgemeinschaften deklariert - und deutschem Staat könne zur Lösung von Integrationsproblemen beitragen. Stattdessen hält er eine strikte Trennung von Staat und Religion für geboten.



Mit Befremden nimmt man im IBKA zur Kenntnis, dass der Koordinationsrat, der auch keineswegs für alle Muslime und schon gar nicht für sämtliche Migranten aus muslimischen Herkunftsländern sprechen kann, von Politikern freudig als Gesprächsparter begrüßt wird. Dabei gehört ihm doch auch die islamistische Milli Görüs an, welche vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

"Die Gründung des KRM wurde von den in ihm organisierten islamischen Verbänden damit begründet, dass sie Vorrechte, wie sie die großen Kirchen genießen, nun verstärkt auch für sich beanspruchen wollen", so René Hartmann, Zweiter Vorsitzender des IBKA.

"Eine Gleichbehandlung im Privileg wirft jedoch unangenehme Fragen auf. Die Kirchen betreiben eine Vielzahl von öffentlich finanzierten konfessionsgebundenen Einrichtungen, wie Konfessionsschulen, Kindergärten, Krankenhäuser usw. Beschäftigte in diesen Einrichtungen sind an ein kirchliches Sonderarbeitsrecht gebunden. Die Wiederverheiratung Geschiedener kann dort zum legalen Kündigungsgrund werden. Da wäre es nur folgerichtig, wenn weibliche Beschäftigte in islamischen Einrichtung zum Tragen eines Kopftuchs verpflichtet würden. Eine solche Institutionalisierung der Parallelgesellschaft als Integration anzupreisen wäre dreist!

Ähnlich 'folgerichtig' wäre auch die Einführung einer Islamsteuer. Dadurch könnte ein Automatismus etabliert werden, der Migranten aus islamischen Ländern zu zahlungspflichtigen Mitgliedern der geplanten 'Islamkirche' deklariert", gibt Hartmann zu bedenken. Der Austritt aus dem Islam werde zudem bislang von führenden Islamvertretern ja gar nicht akzeptiert.

Den einzig zukunftsweisenden Weg sieht der IBKA darin, die Privilegierung von Religionsgemeinschaften abzubauen. Statt künftig in Geheimverhandlungen Staatsverträge auch noch mit muslimischen Verbänden
zu schließen, sollten die bestehenden Konkordate abgeschafft werden.

Der Staat sollte es nach Ansicht des IBKA generell unterlassen, Individuen den Religionsgemeinschaften zuzuweisen. So seien keineswegs alle Menschen aus islamisch geprägten Herkunftsländern praktizierende
Muslime, wie auch der kürzlich gegründete Zentralrat der Ex-Muslime deutlich mache.

Dragan Pavlovic (Pressesprecher)

Hintergrund:
Muslime in Deutschland gründen Koordinierungsrat (tagesschau.de)
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6611502_REF1,00.html

Interview mit dem KRM-Sprecher Ayyub Axel Köhler (WDR)
http://www.wdr.de/themen/politik/nrw02/integration/koordinierungsrat_der_muslime/index.jhtml

Kommentar zur Gründung des KRM (humanistischer pressedienst)
http://www.hpd-online.de/node/1662

Zentralrat der Ex-Muslime
http://www.ex-muslime.de

IBKA e.V.
Rudolf Ladwig
Postfach 1745
58017 Hagen
Tel:02331 3480410
Fax:2331 34 80 411
Rudolf.Ladwig ÄT ibka.org

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