(openPR) Das Bündnis für legale Prostitution, das sich gegen ein Sexkaufverbot und gegen eine Freierbestrafung engagiert, hat am Mittwoch, dem 17.09.2025, in der Bar jeder Vernunft den umfangreichen Faktenreader “Kein Sexkaufverbot“ und die dazu gehörige neue Webpräsenz https://www.kein-sexkaufverbot.de präsentiert.
Das Thema Prostitution – oder anders ausgedrückt Sexarbeit – wird in unserer Gesellschaft und auch darüber hinaus äußerst kontrovers diskutiert. Während Teile der Bevölkerung Prostitution als selbstbestimmte Arbeit wahrnehmen, behaupten andere, dass Sexarbeiter:innen per se Opfer, Unterdrückte und Ausgebeutete seien, die vor sich selbst und vor anderen geschützt werden müssten.
Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD wurde das Vorhaben erneut diskutiert, aber ein Sexkaufverbot und eine Freierbestrafung wurden nicht in den Koalitionsvertrag integriert. Man will nun die soeben erfolgte Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes auswerten und dann bei erkennbarer Notwendigkeit Nachbesserungen vornehmen und eine Expertenkommission hinzuziehen.
Das „Bündnis für legale Prostitution“, bestehend aus Sexarbeiter:innen, Betreiber:innen und ihren Zusammenschlüssen, das sich im Herbst 2024 gegründet hat, wird diesen politischen Weg aktiv begleiten und liefert mit der vorliegenden Publikation wichtige Argumentations und Diskussionshilfen gegen ein Sexkaufverbot.
Es ist an der Zeit, den diffusen Behauptungen und Forderungen der Sexkaufgegner:innen Daten und Fakten gegenüberzustellen, um die notwendigen Diskussionen mit mehr Tiefe und Vielfalt zu versachlichen.
In unserer Broschüre kommen Sexarbeiter:innen, Kunden, Bordellbetreiber:innen und ihre Interessenverbände, Fachberatungsstellen der Prostitution, Rechtsanwält:innen und Berater:innen, Historiker:innen und Werbeportale zu Wort. Sie berichten aus ihren jahrzehntelangen Erfahrungen und aus ihrem jeweiligen professionellen Blickwinkel. So entsteht ein vielfältiges Bild der Sexarbeit: nüchtern, sachlich, faktenbasiert – angereichert mit Wissen, Knowhow und Studien. Sexarbeit soll als das angesehen werden, was sie ist: ein Teil unseres Wirtschaftslebens.
Dabei bekennt sich unser Bündnis ausdrücklich zu einem bedingungslosen Kampf gegen jede Form von Menschenhandel und Ausbeutung und fordert den Erhalt der legalen Sexarbeit in Deutschland sowie Respekt und Rechtssicherheit für die Sexarbeitenden.
Als Referentinnen und Referenten wirkten Stephanie Klee, Johanna Weber, Dr. Laura Méritt, Dr. Martin Theben und Howard Chance mit und hielten Referate unter unterschiedlichen Aspekten.
Der Reader wird in den kommenden Wochen an die Bundespolitik und Verwaltungen versandt, um den politischen Dialog zu fördern und zu diesem wichtigen Thema ins Gespräch zu kommen.
Die Bündnis-Leiter sind für Pressegespräche gerne bereit.
Von der Veranstaltung gibt es einen Live-Mitschnitt, der über YouTube aufgerufen werden kann:








