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Alle gemeinsam erfolgreich heißt Vielfalt nutzen

11.06.202513:56 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Alle gemeinsam erfolgreich heißt Vielfalt nutzen
Experte Stuber über eine Vielfalt, die alle einschließt (© Michael Stuber (Photo by Anja Viering))
Experte Stuber über eine Vielfalt, die alle einschließt (© Michael Stuber (Photo by Anja Viering))

(openPR) Beitrag 02 von 10 der Serie „Vielfalt eint Wirtschaft und Wohlstand“

Jeder soll dazu gehören, seine Talente entfalten und zum gemeinsamen Erfolg beitragen. Die Idee von Diversity ist gut für alle und kam dennoch in die Kritik. Dafür gibt es Gründe. Und Lösungen.

Köln, 11. Juni 2025 – Vielfalt wurde lange und nachvollziehbar als Fortschrittskonzept gefeiert. In jüngster Zeit geriet das Konzept-Kürzel ‚DEI‘ in die Kritik: zu einseitig, zu aufgeladen, zu anklagend. Die neue Analyse von Engineering D&I zeigt, wie Diversity neu gedacht werden kann – als Konzept für alle. Wenn Vielfalt alle anspricht und sich alle einbezogen fühlen, dann wird sie wieder zu einem Erfolgsmodell für Wirtschaft und zu einem ‚Wir-Erleben‘ der Gesellschaft.

Vielfalt als Verbindungsprinzip, nicht als Abgrenzung

Die öffentliche Wahrnehmung setzte Diversity häufig mit Minderheiten gleich – auch im positiven Sinne von Sichtbarkeit. Doch dieser Fokus wirkte auf viele ausgrenzend, zum Beispiel im Falle von vereinfachten Quotenforderungen, pauschalen Vorwürfen, angeblicher moralischer Überlegenheit, unerreichbar wachsenden Forderungen, Ungeduld oder Unverzeihlichkeit. Selbst eingefleischte Unterstützer warnten: Vielfalt muss umfassend verstanden, konstruktiv gestaltet und sinnstiftend kommuniziert werden. Nur dann entsteht die Grundlage für allseitigen Respekt und kooperatives Miteinander weiß auch Michael Stuber aus mehr als 25 Jahren internationaler Erfahrung: Vielfalt gelingt nicht durch Abgrenzung, sondern durch Verbindung. Wir alle sind Teil von Diversität – einer Stadt, einer Region oder einer Firma. Wenn Vielfalt nur die anderen sind, hat die Gemeinschaft verloren.“

Von Symbolik zu Substanz: Vielfalt produktiv gestalten

Positiv erlebtes Miteinander entsteht nicht durch Bilder oder Labels, sondern durch Interesse, Austausch und schließlich Zusammenarbeit. Dabei zeigt sich: Vielfalt wirkt positiv, wenn Werte, Kommunikation und Handeln konsistent sind – und wenn alle Unterschiede anerkannt, nicht nivelliert und nicht hierarchisiert werden. „Anderssein ist kein Wert an sich“, formuliert Stuber und nutzt Auswahlprozesse als Beispiel: Ungerechtfertigte Benachteiligung oder der Wunsch nach ‚Hineinpassen‘ seien weit verbreitet und schlecht für die Firmen und für die Vielfalt. Dennoch warnt er: „Differenz mit besserer Qualifikation gleichzusetzen schießt über das Ziel hinaus“. Das Beispiel zeigt, dass Vielfalt uns immer wieder auffordert, Grenzen zu überprüfen und zu erweitern – ohne dabei historische Fehler umgekehrt zu wiederholen.

Die neue Perspektive: Gemeinsam erfolgreich statt Zielgruppen gegeneinander

Die Analyse der jüngsten Polarisierung plädiert für einen Perspektivwechsel: Diversity nicht nur als Identitäts- oder Minderheitenpolitik, sondern (wieder) als Entwicklungskonzept zu sehen, für Menschen und Organisationen.

Unternehmen können Vorreiter und Beispielgeber sein: Das gemeinsame Interesse, erfolgreich zu sein bildet das Ziel und die Unternehmenswerte liefern die Basis. Männer und Frauen, Alt und Jung sowie alle Kulturen und Orientierungen können in diesem Rahmen voneinander lernen und miteinander wachsen. Kollektive Vielfalt macht Diversity zu einem verbindenden Thema – über Differenzen hinweg. Der Themen- und Gruppenkampf dagegen spaltet sogar die Diversity-Bubble.

Eine Grenze bleibt: Die Intoleranz

Schon seit langem verweisen PhilosophInnen und PolitikerInnen darauf, dass Respekt, Offenheit und Toleranz eine Grenze haben (müssen). Diskriminierung, Ausgrenzung oder die Ablehnung bestimmter Themen oder Gruppen dürfen nicht den Schutzstatus einer Vielfaltsfacette missbrauchen. Seit Jahren geschieht dies – meist ideologisch motiviert – durch Forderungen nach Meinungsvielfalt oder Vielfalt des Denkens. „Die Instrumentalisierung freiheitlicher Prinzipien ist häufig ein Problem und immer wieder ein Testfall“, bestätigt Stuber. Starke Konzepte wie Demokratie und Diversity hielten das aus, so der Experte.

Lesetipp: Der D&I WissensBlog de.DiversityMine.eu enthält knapp 2.000 Beiträge inklusive einer Kategorie mit über 200 Artikeln zur talentorientierten Gestaltung von Vielfalt https://de.diversitymine.eu/category/hr/

Info – Box

15 Wege, Vielfalt für alle zu gestalten

  1. Vielfalt über Identitätsmerkmale und über Perspektiven und Werte definieren
  2. Diversity nicht an Minderheiten delegieren, sondern Mehrheiten einbeziehen
  3. Kommunikation umfassend gestalten und alle Teilgruppen benennen
  4. Mit Zugehörigkeit starten, nicht mit Unterschiedlichkeit
  5. Gemeinsamkeiten benennen: Alle verdienen Respekt, Erfolg, Entwicklung
  6. Beteiligung ermöglichen – z. B. über Dialogformate, nicht nur Nischenformate anbieten
  7. Benachteiligung in täglichen Prozessen und Routinen adressieren, statt separat behandeln
  8. Fach- und persönliche Qualifikation nicht gegen demografische Vielfalt ausspielen/aufrechnen
  9. Voreingenommenheit in allen Situationen und bei allen Personen adressieren
  10. Unterschiedliche Wertesysteme besprechen statt ethisch-moralische Vorgaben zu machen
  11. Mehrwerte von Vielfalt sichtbar machen – für Beschäftigte, Teams, Kunden & die Firma
  12. Routinen überprüfen – wer wird gehört, wer gestaltet mit, wer ist engagiert?
  13. Unterschiedliche Perspektiven als Ressource begreifen, einfordern und feiern
  14. Vielfalt zelebrieren und mit nachvollziehbarer Relevanz (für die Organisation) verbinden
  15. Diversity als Entwicklungsthema für alle betrachten – nicht als Imagefaktor

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