(openPR) Seit dem 1. September 2021 wird das ehemalige Hauptquartier der britischen Streitkräfte in Bielefeld durch die Bundespolizei für die Ausbildung von 450 Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten genutzt.
Durch umfangreiche Investitionen in Gebäude und Infrastruktur konnte ein Ausbildungsbetrieb gewährleistet werden. Allein die sogenannten „Puma-Gebäude“ aus dem Jahr 2004 bieten 144 Einzelzimmer und entsprechen einem ansprechenden Hotelstandard.
Mit Erlass des Bundesministeriums des Innern und für Heimat vom 8. Juli 2020 wurde der temporäre Betrieb bis September 2024 als Bundespolizeiausbildungsstätte Bielefeld festgelegt. Doch was kommt danach? Was passiert mit den mehr als 100 zeitlich befristeten Beschäftigten, die sich über Jahre bei der Bundespolizei qualifiziert haben und sich als wertvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewiesen haben?
Die GdP-Direktionsgruppen Bundespolizeiakademie und Nordrhein-Westfalen sehen jetzt den Zeitpunkt für eine klare Perspektive für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort gekommen.
Die Anschlussnutzung durch die Bundespolizei für bestehende und künftige Aufgaben über 2024 hinaus ist für die Direktionsgruppen der Gewerkschaft der Polizei – Bezirk Bundespolizei | Zoll eine sinnvolle Ergänzung für die innere Sicherheit im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands mit über 17,92 Millionen Einwohnern.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Die geografische Lage Bielefelds ist geprägt durch einen guten Autobahnanschluss an die „Nord-Süd- Achse“ BAB 33 und die „Ost-West Achse“ BAB 2.
- Allein die über 34 Hektar große Liegenschaft mit über 22 kernsanierten Büro- und Unterkunftsgebäuden mit Platz für über 700 Beschäftigten und weiteren Außentrainingsflächen bietet gute Möglichkeiten, bestehende Aufgaben der Bundespolizei mit abzudecken.
- Über 100 befristete Tarifbeschäftigte müssen frühzeitig mit in den Prozess von bestehenden Perspektiven eingebunden werden. Der Verbleib im öffentlichen Dienst mit den erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten wäre bei einer Anschlussverwendung ein Gewinn für die aufnehmende Behörde.
- Bereits in der kurzen Zeit fand eine gute Integration mit anderen Sicherheitsbehörden statt, die weitere gemeinsame Synergieeffekte schaffen.
Aus diesen Gründen machen wir uns für eine Anschlussnutzung durch die Bundespolizei und eine frühzeitige Perspektive für die Kolleginnen und Kollegen stark. In kommenden Gesprächen mit Behördenvertretern und der Politik werden wir auf Antworten drängen und Verbindlichkeit und Nachvollziehbarkeit für eine Anschlussnutzung für die Kolleginnen und Kollegen einfordern.







