(openPR) "didacta - die Bildungsmesse" vom 27. Februar bis 3. März 2007 in Köln: Waldorfpädagogische Sonderschau zum Thema "Übergänge und Zusammenhänge"
Stuttgart/Köln - Vom Kindergarten in die Schule, von der Schule in die Ausbildung - diese Schritte werden im Leben von Kindern und Jugendlichen immer bedeutsamer. Auf der diesjährigen "didacta" setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Waldorfpädagogik in einer Sonderschau zum Themenkomplex "Übergänge und Zusammenhänge" deshalb mit den Themen Früheinschulung, Bildungsstandards, Normierung und Zentralisierung wie mit dem Phänomen der mangelnden Ausbildungs- und Studienbefähigung auseinander. Wie adäquate soziale und personale Kompetenzen des sich entwickelnden Menschen erworben werden können, steht im Mittelpunkt des waldorfpädagogischen Interesses.
Drei thematische Schwerpunkte bestimmen die diesjährige Sonderschau der Arbeitsgemeinschaft Waldorfpädagogik auf der bedeutendsten deutschen Bildungsmesse: Der erste greift die bereits im vergangenen Jahr begonnene Diskussion zum Übergang vom Kindergarten in die Schule auf. Margarete Kaiser und Konrad Schmidt vom Arbeitskreis Übergang vom Kindergarten in die Schule (AKÜKS) sowie Volker Schreve und Christan Schulz von der Widar Schule Wattenscheid machen deutlich, was es heißt, wenn Kinder zu früh eingeschult werden und zeigen Alternativen auf. "Früher und schneller", so der Standpunkt, den die Waldorfpädagogik nach wie vor vertritt, ist noch lange nicht gleich bedeutend mit "besser". Ansätze wie sich Übergänge zwischen Kindergarten und Schule adäquat gestalten lassen - beispielsweise in Form von Brückenklassenmodellen -, zeigt ein Projekt zur Entwicklung von Eingangsstufen-Konzepten.
Im zweiten Schwerpunkt befasst sich die Sonderschau mit dem Übergang von der Schule ins Berufsleben und stellt erste Ergebnisse aus dem "Forschungsprojekt zur Entwicklung neuer Bewertungs- und Prüfungsformen auf der Grundlage von Kompetenzportfolios" vor. In diesem Zusammenhang setzen sich Vertreter der Freien Waldorfschulen Krefeld, Köln, Haan sowie der Rudolf Steiner Schulen Düsseldorf, Schloß Hamborn (Borchen) und Bochum mit dem Kompetenzerwerb durch praktischen Unterricht sowie Erfahrungen mit individuellen Jahresarbeiten auseinander; Prof. Dr. Dieter Haselbach (Berlin) und Klaus-Peter Freitag von der Arbeitsgemeinschaft Waldorfpädagogik Dortmund laden zum Kolloquium "Übergänge - Kompetenznachweise als Grundlage weiterer Bildungswege" ein.
Der dritte Themenschwerpunkt ist den Absolventen von Waldorfschulen sowie ihrer späteren Beurteilung von Schule und Schulzeit gewidmet. Prof. Dr. Dirk Randoll von der Alanus Hochschule aus Alfter bei Bonn präsentiert erstmals die Ergebnisse seiner Untersuchung "Absolventen von Waldorfschulen. Eine empirische Studie zu Bildung und Lebensgestaltung", die zeitgleich beim VS-Verlag Wiesbaden erscheinen wird. Die Auswertung einer Befragung von rund 2.000 ehemaligen Waldorfschülern zu den Themenfeldern Berufsbiographie und -zufriedenheit, Lebensweltorientierung, Gesundheit, Erleben der eigenen Schulzeit sowie Glaube und Religion spiegelt die Leistungsfähigkeit der Waldorfpädagogik wider.
Im Gesamturteil der Absolventen sind Waldorfschulen gute Schulen, die sich allerdings den gesellschaftlichen Anforderungen noch stärker stellen sollten. Dieser Herausforderung begegnet die Sonderschau auf der "didacta".
zk-big
Waldorf auf der "didacta"
27. Februar bis 3. März 2007, 9-18 Uhr, Messegelände Köln-Deutz/Nordhallen:
- Freie Waldorfschulen: Halle 09, Stand F-40
- Sonderschau zum Thema "Übergänge und Zusammenhänge": Halle 06, Stand E-48/F-49
Die Sonderschau wird gemeinschaftlich von der Arbeitsgemeinschaft Waldorfpädagogik, dem Bund freier Waldorfschulen, der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V. und der Alanus Hochschule, Alfter veranstaltet. Thekla Walker, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit beim Bund der Freien Waldorfschulen, ist während der gesamten Messe vor Ort unter der Nummer 0179-7035171 zu erreichen.
Herausgeber:
Bund der Freien Waldorfschulen
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Redaktion:
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