(openPR) Im Erdöl- und Gasstreit zwischen Belarus und Russland gebe es keinen Sieg, sondern ein Ergebnis, d.h. einen konkreten Erdölpreis, der sowohl für Business, als auch für den Staatshaushalt vorteilhaft sei. Dies erklärte der Präsident der Republik Belarus Alexander Lukaschenko während einer Regierungssitzung in Nowopolozk.
Gleichzeitig gab der Staatspräsident bekannt, dass Belarus mit der Einführung 2007 neuer Preise seitens Russlands zusätzlich 2,5 Mrd. US-Dollar für Erdgas sowie 1 Mrd. US-Dollar für Erdöl bezahlen werde.
„Diese 3,5 Mrd. US-Dollar dürfen wir nicht verlieren“, – betonte Alexander Lukaschenko. Nach seinen Worten, werde sich Belarus in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht um den Kostenausgleich kümmern. Russland habe insbesondere für Grund und Boden unter seinen Erdöl- und Gasleitungen in Belarus, Erdöltransit durch belarussisches Gebiet und andere Leistungen zu zahlen. Die geopolitische Lage der Republik Belarus sei deren strategische Ressource, ähnlich wie Rohstoffe für Russland, – unterstrich der belarussische Staatschef.
Alexander Lukaschenko bezeichnete es als eine dringende Aufgabe, alternative Möglichkeiten für Erdöllieferungen nach Belarus zu prüfen. Ohne dies würde es unmöglich sein, nicht nur einen stabilen Betrieb, sondern nicht einmal die Produktionssicherheit der belarussischen Ölraffinerien zu gewährleisten, – so der Präsident.
Im Laufe der Sitzung wurde insbesondere der mögliche Erdöltransport aus den Ostseehäfen durch die Pipeline Ventspils (Lettland) – Nowopolozk erörtert. Die Umsetzung des Projekts, das die Modernisierung der Erdölleitung vorsieht, könnte ca. 2,5 Jahre dauern und 15 bis 30 Mio. Euro kosten.
Darüber hinaus hob das belarussische Staatsoberhaupt die Bedeutung der systematischen Maßnahmen bei der Ressourcensparung, vor allem in der Erdölverarbeitung und im Energiebereich, hervor.

