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„Abzocke“ beim Büchergeld

17.01.200715:41 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die wenigsten Schulbücher befinden sich in ansehnlichem Zustand; außerdem waren in Fächern wie Biologie (bzw. Natur und Technik), Sozialkunde und Geographie neue Bücher dringend nötig. Für diese Anschaffungen werden seit einem Jahr die Eltern belangt. An Grundschulen fallen 20 Euro, an weiterführenden Schulen 30 bis 40 Euro Büchergeld an. Von der Zahlung befreit sind Kinder mit mindestens zwei schulpflichtigen Geschwistern, sowie Kinder aus finanziell schwächergestellten Familien. Etwa 42 Mio. Euro stehen für die Beschaffung neuer Bücher zur Verfügung.



Im September gab es an vielen Schulen, besonders in München, jedoch ein böses Erwachen: Neue Bücher gibt es längst nicht für alle. Was wurde aber aus dem bezahlten Büchergeld? Wie der Münchner Merkur am Freitag berichtete, liegen etwa 4 Mio. Euro ungenutzt auf Verwahrkonten. Keine Schule hatte die Möglichkeit, das Geld vollständig zu investieren.

„Wird das Geld nicht für die Beschaffung neuer Schulbücher verwendet, muss es wieder an die Schüler zurückbezahlt werden. Zumindest müssen die Schulen die weitere Verwendung mit den Familien abklären“, fordert auch die schulpolitische Sprecherin und stellvertretende Bezirksvorsitzende der Bayernpartei, Sri-Miriam Fackler. „Die willkürliche Festsetzung eines Pauschalbetrages beim Büchergeld beweist erneut die Unfähigkeit der CSU, eine sinnvolle bürgernahe Politik zu betreiben. Eigentlich muß den Familien, deren Kinder keine Bücher erhalten haben, eine Entschädigungszahlung geleistet werden.“
Die Bayernpartei tritt für eine Schulpolitik ein, die in die Kinder und Jugendlichen investiert, nicht andersherum. Denn sie sind die Zukunft unseres Landes.

Schüler, für deren Klassenstufen es keine neuen Bücher gibt, sind von der Zahlung zu befreien! Das betrifft v.a. die gymnasiale Oberstufe und Klassen des G 9, sowie M- Züge der Hauptschulen, BOS und FOS. Vor der nächsten Erhebung des Büchergeldes muß geprüft werden, wie viel Geld die jeweiligen Kommunen benötigen! Das restliche Geld darf nicht einbehalten werden!

***

Bayernpartei
Bezirksverband München
Untere Weidenstr. 14
81543 München
Tel: 089/6518051
www.bpmuenchen.de

Thomas Christian Hummel
Bezirksvorsitzender
E-Mail

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