(openPR) Täglich erleben und hören wir neue Darstellungen und Verfahrensweisen der “Arbeitsagenturen” bzw. der so genannten “JobCenter” bei dem Versuch, Menschen in Arbeit zu bekommen. Trotzdem es selbst von den Wirtschaftsexperten öffentlich dargelegt wurde, dass “Ein Euro Jobs” (EEJ) nun doch ganz normale Arbeitsplätze vernichten, bemüht man sich ständig, Arbeitslose in diese Jobs zu vermitteln. Man unterstützt sogar die unterbezahlten Jobs, der privaten Leiharbeitsfirmen. Mit Wiedereingliederungsverträgen und oft unsinnigen Qualifizierungsmaßnahmen, soll unsere Wirtschaft in Gang gebracht werden. Nur eine Tatsache vergisst man allerdings ganz Offensichtlich.
Die Löhne !
Da wurden ganz großkotzige Beiträge im TV gebracht, die eine Friseuse darstellt, welche auf der Suche nach Arbeitskräften war und hoffentlich noch ist. Sie hat für 600 €/Monat, Menschen (keine Maschinen) gesucht, die für dieses Geld einen Vollzeitjob bei ihr annehmen. Erst musste man von einem Scherz ausgehen, doch dann erwies sich diese Suche als wirklichkeitsnahe Tatsache. Dass diese Friseuse wahrscheinlich immer noch sucht, ist in diesem Fall wohl offenkundig !
Über Leiharbeitsfirmen sollen Arbeitnehmer von Ort zu Ort hüpfen, ohne zu wissen, wie lange sie dort arbeiten und ob diese Stellen überhaupt legal sind. Denn auch die dort gezahlten Löhne, entsprechen eher einer “großzügigen Sozialhilfe”!
Wenn wir aber berücksichtigen, welche weiteren Meldungen uns über die Verfahrensweisen der ” JobCenter ” bekannt geworden sind, so fragt man sich wirklich: “Wozu sitzen diese Beschäftigte an ihren Schreibtischen?” Man gewinnt den Eindruck, dass es jeder besser machen würde und auch könnte. Doch auch dass ist meines Erachtens falsch. Es müsste eine ganz neue Art der Arbeitsweise in diesen Ämtern her. So sollten die so genannten “JobCenter” nur noch eine Kontrollfunktion zur Gewährung von Leistungen übernehmen.
Jobbemühungsvermittlungsüberprüfung oder Leistungsanspruchsprüfung
Sollte sich jeder Arbeitslose nicht selbst um Arbeit bemühen und diese Bemühungen dem Amt glaubhaft machen? Richtlinien in Bezug der Zumutbarkeit wären total überflüssig, weil ja - wenn auch nicht alle - Arbeitslose, selbst den Wunsch haben, aus der Arbeitslosigkeit heraus zu kommen. Man könnte also Millionen von Steuergeldern einsparen oder diese sinnvoller einsetzen. Denn Umschulungen, die von dem einen ungewollt angenommen werden muss und bei dem anderem abgelehnt werden, bringen keinen wirklichen Nutzen. Überhaupt, alle Maßnahmen, die auf Zwang und Unverständnis stoßen, haben keinen effektiven Nutzen.
Was ebenfalls auffällt, ist die Tatsache, dass es sogar möglich ist, eine Arbeit zu bekommen. Ja, Arbeit gibt es in vielen Bereichen wirklich massig. Nur das Verhältnis von Arbeitsleistung und Lohnleistung steht in keinem vernünftigem Verhältnis mehr. Und deshalb kann die Frage gestellt werden: ” Ist Jemand faul, weil er für 4,-€ / Std. nicht arbeiten will ?” Nein, denn für dieses Geld kann man vielleicht einen Nebenjob ausführen, der von Lohnnebenkosten befreit ist aber keinen Vollzeitjob, mit dem man sich und evtl. eine Familie ernähren muss, um nicht auf Leistungen des Staates angewiesen zu sein.
Ebenfalls sollte man beachten, dass in vielen Jobs, die Arbeitszeitberechnung und Überstundenbezahlung auf einem ganz “schwarzem Blatt” stehen. Auch Menschen, die ihrer regelmäßigen Arbeit nachgehen und durch Lohndumping gezwungen sind, Sozialleistungen vom Staat in Anspruch zu nehmen, werden in dieser Gesellschaft als Schmarotzer betitelt und behandelt. Und genau dass ist das Verwerfliche in diesem Staat. Man wird ausgesondert und diffamiert, nur weil sich das Lohngefüge nach unten entwickelt, jedoch gleichzeitig die Lebenshaltungskosten in fast allen Bereichen steigen.
Hier muss ein komplettes System geändert werden !
Die derzeitige Politik wird es nicht schaffen, ihre Ziele zum Arbeitslosenabbau zu verwirklichen, wenn sie nicht grundlegende Vorraussetzungen ändert.
Dazu gehört:
-> Förderung des Mittelstandes,
-> Investitionen in den Arbeitsmarkt,
-> Entbürokratisierung,
-> Mindestlohn,
-> vereinfachtes Genehmigungsverfahren bei Selbstständigkeit,
-> Subventionseinschränkungen bei Firmen die das Land verlassen wollen oder beiGewinn Arbeitskräfte entlassen und aktive Teilnahme der Regierung durch Richtlinien für Förderungen ( nicht Forderungen ).
Wenn es nicht geschafft wird, die ständigen Steuererlässe von Konzernen zu unterlassen, so dass auch mehr Steuereinnahmen verzeichnet werden können und wenn Firmen ihrer Pflicht, der Rückgabe von Leistungen, in Form von Arbeit und Ausbildungsplätzen nachkommen würden, dann wäre ein wirtschaftlicher Aufschwung auch in anderen Augen möglich. Doch so, wie Arbeitsmarktpolitik zur Zeit geführt wird, sieht man noch den Weg in den Abgrund.
Und dazu muss man kein Studierter sein!
http://www.sozialticker.com/gravierende-aenderungen-im-arbeitsmarkt-notwendig.html
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