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Brauchen wir wirklich eine Debatte über Prioritäten in der Medizin?

16.12.200616:11 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Vorschläge von Fritz Beske zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung: Kassen sollen nur bei Krankheit zahlen

„Für harte Einschnitte in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung plädiert der Kieler Gesundheitswissenschaftler Professor Fritz Beske. In seinem jüngsten Gutachten zur Neubestimmung des Leistungskatalogs der GKV plädiert er für eine klare Prioritätensetzung. Eine Leistungsausweitung ohne Gegenfinanzierung, wie sie gegenwärtig bei der Gesundheitsreform geschehe, sei nicht machbar.“ Quelle: Ärzte Zeitung >>> online lesen unter >>> http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/12/07/221a0602.asp?cat=/politik/gesundheitsreform

Kurze Anmerkung:
Wenig spektakuläre Vorschläge des Gesundheitswissenschaftlers Beske. Insbesondere erscheint es in der Diskussion um die sog. Prioritätensetzung im deutschen Gesundheitswesen misslich, wenn nicht zuvor sämtliche Rationalisierungspotentiale (auch aus anderen Politikbereichen) geprüft werden. Es geht vielmehr darum, die finanziellen Ressourcen sachgerecht einzusetzen, die dann im Übrigen auch die Leistungsausweitung finanziell abdecken könnten. Wünschenswert wäre also zunächst, nicht nur die Fehlallokationen im Gesundheitssystem aufzudecken, sondern in allen Bereichen der Staatsausgaben die Ausgabepolitik auf den Prüfstein zu stellen. Hier ist insbesondere nach den jährlichen Berichten der Rechnungshöfe eine immense Fehlsteuerung zu beklagen!

Erforderlich ist demnach nicht eine Debatte mit Blick auf die Prioritätensetzung in der Medizin, sondern vielmehr eine Diskussion über die gewaltigen Fehlinvestitionen.

Lutz Barth

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