(openPR) Gemeinsam mit der grünen Bundestagsfraktion und sechs weiteren Organisationen* forderte der Bundesverband Menschen für Tierrechte heute vor dem Brandenburger Tor eine Kennzeichnungspflicht für eihaltige Produkte – bezüglich der Haltungsform der Hennen. Der Bundesverband unterstützt damit einen Antrag von B90/Die Grünen, der am Freitag im Bundestag behandelt wird. Gleichzeitig demonstriert er gegen die rigide Tierschutzpolitik von Bundesminister Horst Seehofer, der die Käfighaltung von Hennen wieder eingeführt hat.
„Der Verbraucher hat ein Recht zu wissen, ob die Eier in Lebensmitteln aus der tierquälerischen Käfighaltung oder aus tierfreundlicheren Haltungsformen stammen. Deshalb müssen eihaltige Nahrungsmittel genauso gekennzeichnet werden wie Schalen-Eier“, betont Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.
Für sogenannte Schalen-Eier wurde bereits 2004 eine Kennzeichnungspflicht vorgeschrieben. Danach stieg der Marktanteil von Eiern aus Freiland- und Bodenhaltung bereits auf über 50 Prozent. Doch für Industrie-Eier, die fast zu 100 Prozent aus der tierquälerischen Käfighaltung stammen, gibt es bisher keine Kennzeichnungspflicht. „Dies muss sich ändern, damit sich der Verbraucher auch bei eihaltigen Produkten für mehr Tierschutz entscheiden kann“, so Simons weiter.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert den Deutschen Bundestag auf, dem Antrag (BT-Drucksache 16/3703) der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zuzustimmen. Danach ist die Lebensmittelkennzeichnung so zu ändern, dass bei Lebensmitteln und anderen Produkten, die Ei als Zutat enthalten, die Haltungsform der ’Legehennen’ verpflichtend angegeben wird. Außerdem soll die Bundesregierung sich während ihrer Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 für eine entsprechende EU-weite Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Eier einsetzen.
*Bund gegen den Missbrauch der Tiere, Bundesverband Tierschutz, Deutscher Tierschutzbund, Neuland, ProVieh, Vier Pfoten








