(openPR) Der ältesten Partei Deutschlands droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit warnt Dr. Wolfgang Klages in einer Analyse zur Krise der SPD. Von satten 40 Prozent der Wählerstimmen bei der Bundestagswahl 1998 sind zwanzig Jahre später nur noch einstellige Wahlergebnisse in den Ländern übrig geblieben. Tendenz fallend. Nach fast 150 Jahren ihres Bestehens - über drei Verfassungen, zwei Weltkriege und eine Teilung der Nation hinweg - steht die SPD vor den Trümmern ihrer Existenz. Als ehedem linke Volkspartei noch konkursreifer als die CDU. Neben der Abwendung vom Nationalstaat und einer abgekoppelten Funktionärsriege haben sozialpolitischen Zumutungen an die einstigen Stammwähler die Sozialdemokratie abstürzen lassen. Mit der selbstzerstörerischen Agenda 2010 schlug die SPD einen Sargnagel in ihr vormals so stolzes Dasein als erste politische Adresse für die lohnabhängig Beschäftigten in Deutschland. Der Beschäftigungsimpuls durch Ich-AG's, Minijobber und die Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe ist dabei nicht der Rede wert. Ihren entscheidenden Rückenwind erhielt die Konjunktur über die letzten zehn Jahre durch die Niedrigzinspolitik der EZB. Wohl aber hat die Agenda 2010 infolge unsicherer Beschäftigung, ungenügenden Sozialversicherungsschutzes und drohender Altersarmut Lasten in die Zukunft verschoben. Gerade für jene kleinen Leute, die eigentlich die Stammwähler der SPD sind. Dieses Wählermilieu von der AfD und der Linkspartei zurückzugewinnen, müsste das strategische Ziel der SPD sein. Dagegen hat die Partei im Ringen um Beamte, Gutverdiener und Intellektuelle der linken Mitte keine Aussicht, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Allein als Schutzpatron für Arbeiter und Angestellte könnte die Partei wieder einigermaßen in die Spur kommen. Mit einer gehörigen Portion Volksnähe, einer Kehrtwende in der Zuwanderungspolitik und als unumstrittener Garant des Sozialstaats.










