(openPR) Aktuelle Entwicklung in Thüringen wird gemischt beurteilt
Der als Konsequenz aus der bitteren Wahlschlappe geplante Wechsel an der SPD-Parteispitze mit dem scheidenden Umweltminister Sigmar Gabriel als neuem Parteichef und der Parteilinken Andrea Nahles als Generalsekretärin stößt bei den der SPD nahe stehenden Bundesbürgern auf verhaltene Zustimmung.
Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. 1.000 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden repräsentativ im YouGov Panel Deutschland befragt.
Demnach begrüßen 38 Prozent der SPD-Anhänger ausdrücklich die vorgeschlagene personelle Erneuerung, 52 Prozent sind geteilter Meinung. Ausdrücklich negativ äußern sich jedoch nur acht Prozent (Gesamtbevölkerung: 14%); der Rest hat sich noch keine feste Meinung gebildet. Ein höheres ungeteilt positives Echo als bei den eigenen Parteianhängern finden die Vorschläge zum personellen Umbruch der Sozialdemokraten bei den Sympathisanten der Grünen (45%).
Der Parteivorstand soll am kommenden Montag über die Personalvorschläge entscheiden, die der Basis Mitte November auf dem SPD-Bundesparteitag in Dresden zur Abstimmung vorgelegt werden sollen. Als Stellvertreter Gabriels sind NRW-Chefin Hannelore Kraft, der scheidende Arbeitsminister Olaf Scholz, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig vorgesehen.
Reaktionen auf Umschwung in Thüringen
Den überraschenden Schwenk der SPD in Thüringen weg von einer möglichen Koalition mit der Linkspartei hin zur Vorbereitung einer Koalition mit den Christdemokraten beurteilen derweil 40 Prozent aller Bundesbürger ausdrücklich positiv (SPD-Anhänger: 36%) und 26 Prozent negativ (SPD-Anhänger: 24%). Erwartungsgemäß ist die ungeteilte Zustimmung bei den Anhängern von CDU/CSU am größten (57%) und bei denen der Linkspartei am geringsten (10%). Die Thüringer selbst beurteilen die aktuelle Entwicklung in Richtung einer „großen“ Koalition deutlich häufiger ausdrücklich negativ (40%) als der Durchschnitt der Bevölkerung (26%).
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