(openPR) Dresden, 14. Mai 2009. Die Firma Web-Märkte.de bietet Unternehmen eine Software für die Durchführung von Online-Prognosemärkten. Der Wunsch nach aussagekräftigen Prognosen aller Art ist groß, sei es für wirtschaftliche Indikatoren, politische Tendenzen oder firmeninterne Kennzahlen. Die Methoden reichen dabei von gefühlsmäßigen Schätzungen, über Umfragen und Expertenrunden bis hin zu Prognosemärkten. Letztere bieten deutliche Vorteile gegenüber den klassischen Instrumenten.
Prognosemärkte werden für quantifizierbare Fragestellungen eingesetzt, wenn es darum geht, zukünftige Zahlen, Mengen und Anteile zu bestimmen: Beispielsweise Stimmenanteile bei der nächsten Bundestagswahl, die Inflation, Verkaufszahlen für den kommenden Monat, Besucherzahlen für neue Kinofilme, etc. .
Sie werden zumeist online durchgeführt und nutzen das Prinzip des freien Handelns. Es gibt künstliche Wertpapiere ("Aktien"), die jeweils einen Teilbereich des Ergebnisses abdecken:
Bei Bundestagswahl-Märkten sind dies die Parteien, d.h. es gibt die Aktien "SPD", "CDU", "FDP", "Grüne", "Linke" und "Sonstige".
Bei Verkaufszahlen werden Intervalle verwendet, so dass es beispielsweise die Aktien "0-1000", "1000-2000", "2000-3000","3000-4000" und "mehr als 3000" gibt.
Prinzipiell unterscheidet man zwei Arten von Märkten: Prozentualmärkte und Gewinnermärkte. Bei Prozentualmärkten, wie dem Bundestagswahlmarkt, erhalten alle Aktien am Ende eine prozentuale Auszahlung entsprechend der erreichten Stimmenanteile (z.B. 28 % => 0,28 €). Bei Gewinnermärkten hingegen trifft genau eine der Aktien zu (beispielsweise bei Intervallen), alle anderen Aktien gehen leer aus. Teilnehmer können nun am Markt die Aktien zu selbstgewählten Preisen handeln. Die Teilnehmer wählen den Preis dabei unter Berücksichtigung der eigenen Erwartung (nicht der eigenen Meinung) an das spätere Ergebnis.
Erwarte ich die SPD bei 30%, d.h. entsprechend 0,30 € Auszahlung am Marktende, so kann ich meine SPD-Aktien für mehr als 0,30 € am Markt zum Verkauf anbieten. Kann ich die Aktien verkaufen so erhalte ich dadurch jetzt mehr als später die 0,30 € am Marktende.
Umgekehrt kaufe ich SPD-Aktien, die für weniger als 0,30 € am Markt angeboten werden, weil ich am Ende 0,30 € dafür erhalte.
Kann die SPD am Wahltag tatsächlich 30 % der Stimmen auf sich vereinen, so erhalte ich für jede SPD-Aktie, die ich noch besitze, genau 0,30 €. Mit meiner Prognose lag ich also sehr gut und konnte dadurch im Vorfeld bereits Gewinn erzielen. Gleichzeitig hat sich durch die Preisbildung zwischen den Teilnehmern bereits im Vorfeld eine Prognose für die Wahl abgeleitet.
Prognosemärkte können mit zahlreichen Vorteilen punkten:
* Prognosemärkte liefern kontinuierlich aktuelle Prognosen.
* Teilnehmer werden nicht nach ihrer Meinung befragt, sondern müssen das Ergebnis einschätzen.
* Dadurch ist keine repräsentative Gruppe notwendig. Vielmehr selektieren sich die Teilnehmer selbst, da nur interessierte und informierte Personen am Markt teilnehmen werden.
* Die Motivation der Teilnehmer ist durch die Gewinnerzielungsabsicht deutlich stärker.
* Die Berechnung der Prognose erfolgt nicht durch gewichtete Durchschnittsbildung sondern durch einen effizienten Preisbildungsprozess.
Anwendung-Beispiele für Prognosemärkte sind:
* Prognose von Kennzahlen
o Verkaufszahlen im nächsten Monat oder Quartal
o Umsätze einzelner Sparten oder Produkte
o Wachstumsraten für Regionen oder Zielgruppen
* Beurteilung von Optionen
o Bewertung von Produktalternativen
o Beurteilung neuer Zielmärkte
o Entscheidung zwischen Projektoptionen
o Beurteilung verschiedener Werbekampagnen
* Öffentliche Themen
o Wahlprognosen
o Konjunkturprognosen
o Wirtschaftsindikatoren
Web-Märkte.de veranstaltet einerseits öffentliche Prognosemärkte zu aktuellen Themen aus Politik, Sport, Kultur und Entertainment unter www.web-maerkte.de.
Daneben kann die Software von interessierten Unternehmen intern eingesetzt werden, um präzise Prognosen für firmeneigene Fragestellungen zu erhalten.
Das Konzept der Prognosemärkte ist wissenschaftlich fundiert. Die Betreuung der Prognosemärkte und Weiterentwicklung der Software erfolgt in enger Zusammenarbeit mit angesehenen Forschungsinstituten, wodurch zusätzliches Know-How und umfassende akademische Expertise zur Verfügung steht.








