openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Mindestqualifikation und einheitliches Zulassungsverfahren im Fokus

15.08.201910:02 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Mindestqualifikation und einheitliches Zulassungsverfahren im Fokus
BMJV Außentotale (c) BdB
BMJV Außentotale (c) BdB

(openPR) Erste Ergebnisse des interdisziplinären Diskussionsprozesses „Selbstbestimmung und Qualität im Betreuungsrecht“ veröffentlicht

Hamburg, den 14. August 2019 – Jahrelange Forderungen des BdB nach einer Mindestqualifikation und nach einem bundeseinheitlichen Zulassungsverfahren haben Einzug in den Reformprozess in der rechtlichen Betreuung gefunden, den das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) mit vielen Experten vor einem Jahr angestoßen hat. Der Bundesverband der Berufsbetreuer/innen begrüßt die ersten Ergebnisse, die jetzt veröffentlicht wurden.



Das Dokument verdeutliche einen Konsens in vielen Bereichen, für die der BdB schon lange streitet, so der Vorsitzende Thorsten Becker: „Dies gilt vor allem für eine verpflichtende Mindestqualifikation und ein geregeltes Zulassungsverfahren. Es freut uns sehr, dass die umfangreichen Diskussionen der vergangenen Monate in diesen wichtigen Punkten zu Übereinstimmungen geführt haben. Nun fordern wir, dass das BMJV nach Ende des Diskussionsprozesses im kommenden Herbst einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegt. Wir werden uns auch weiter konstruktiv mit unseren Vorstellungen in die Gespräche und Facharbeitsgruppen einbringen.“

Zum Thema Mindestqualifikation heißt es im Text des BMJV: „Es bestand ganz überwiegend Einigkeit darin, dass – anders als im geltenden Recht – die Anzahl der geführten oder in Aussicht genommenen Betreuungen nicht mehr das entscheidende Kriterium sein sollte, sondern dass die Einführung einer gesetzlich festgelegten Mindestqualifikation für berufliche Betreuer dringend erforderlich sei. Es sei nicht länger vertretbar, dass eine so verantwortungsvolle Tätigkeit wie die berufliche rechtliche Betreuung ohne jegliche Ausbildung ausgeführt werden könne.“

Zum Thema bundeseinheitliche Zulassung ist zu lesen: „Nachdem grundsätzlich die Einführung von Mindestqualifikationen bejaht worden war, wurde zu deren Sicherstellung und Überprüfung in der Praxis die Einführung eines gesetzlich geregelten Zulassungsverfahrens diskutiert. Ein solches ist ganz überwiegend grundsätzlich befürwortet worden. Wichtig sei, dass hierin eine rechtssichere Festsetzung der Vergütungsstufe erfolge, dass bundeseinheitliche Kriterien festgelegt werden und die erfolgte Zulassung dann auch bundesweite Gültigkeit habe.“

Das BMJV will ab September 2019 ein erstes Gesamtkonzept mit Formulierungsvorschlägen in den vier Facharbeitsgruppen präsentieren und zur Diskussion stellen. Ende 2019 soll in einer abschließenden Plenumssitzung Bilanz gezogen und entschieden werden, welche konkreten Gesetzgebungsvorschläge auf den Weg gebracht werden.

Hintergrund: Unter dem Titel „Selbstbestimmung und Qualität im Betreuungsrecht“ startete das BMJV im Juni 2018 einen umfangreichen Diskussionsprozess zur Reform des Betreuungsrechts. Die Diskussion ist interdisziplinär und partizipativ angelegt. Neben dem Bundesverband der Berufsbetreuer/innen sind rund 80 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis beteiligt, außerdem Vertreterinnen und Vertreter von Behinderten- und Berufsverbänden, des Betreuungsgerichtstags e.V., der kommunalen Spitzenverbände und der Länder. Der Diskussionsprozess ist auf 18 Monate angelegt. Ziel ist es, Selbstbestimmung und Autonomie unterstützungsbedürftiger Menschen zu stärken und die Qualität der rechtlichen Betreuung zu verbessern. Im Fokus stehen für das Ministerium Maßnahmen, die vom Bundesgesetzgeber umgesetzt werden können.

Der vollständige Text des Zwischenberichts ist hier nachzulesen: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2019/081219_Diskussionsprozess-erste-Ergebnisse_Betreuungsrecht.html

Mehr Informationen: www.bdb-ev.de
Twitter: @BdB-Deutschland

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1057452
 343

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Mindestqualifikation und einheitliches Zulassungsverfahren im Fokus“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Bundesverband der Berufsbertreuer/innen

Bild: Politisches Gespräch: „Die Reform wird zu mehr Qualität in der rechtlichen Betreuung führen“Bild: Politisches Gespräch: „Die Reform wird zu mehr Qualität in der rechtlichen Betreuung führen“
Politisches Gespräch: „Die Reform wird zu mehr Qualität in der rechtlichen Betreuung führen“
Thüringens Justizminister Dirk Adams (B’90/Die Grünen) unterstützt Gesetzentwurf Erfurt/Hamburg, den 10. November 2020 – „Das Betreuungsrecht ist von großer Bedeutung. Der nun vorliegende Entwurf ist das Ergebnis eines sorgfältig ausgehandelten Kompromisses, der aus unserer Sicht Gesetz werden sollte. Thüringen wird die Verabschiedung des Gesetzes im Bundesrat unterstützten.“ Dies sagte Thüringens Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz Dirk Adams (Bündnis 90/Die Grünen) im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Bundesverbands der B…
Bild: Politisches Gespräch: „Mehraufwände müssen gegenfinanziert werden“Bild: Politisches Gespräch: „Mehraufwände müssen gegenfinanziert werden“
Politisches Gespräch: „Mehraufwände müssen gegenfinanziert werden“
Bundestagsabgeordneter Volker Ullrich hält eine Erhöhung der Vergütung 2025 für realistisch. Augsburg, den 20. Oktober 2020 – „Die Mehraufwände, die für Berufsbetreuer*innen durch die Reform des Betreuungsrechts entstehen werden, können nicht durch unbezahlte Mehrarbeit erbracht werden, sie müssen gegenfinanziert werden.“ Dies forderte der Bundestagsabgeordnete Dr. Volker Ullrich (CSU) im Gespräch mit Vertreter*innen der Landesgruppe Bayern des Bundesverbands der Berufsbetreuer*innen (BdB). Der Politiker ist zuversichtlich, dass mit einer Ve…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: GOING PUBLIC!: Kurse zur neuen Sachkunde seit August 2012Bild: GOING PUBLIC!: Kurse zur neuen Sachkunde seit August 2012
GOING PUBLIC!: Kurse zur neuen Sachkunde seit August 2012
Ab sofort buchbar sind die seit August 2012 startenden Intensiv-Lehrgänge mit starker eLearning-Unterstützung zur neuen Mindestqualifikation für die Vermittlung von Investmentfonds, Geschlossenen Fonds und sonstigen Vermögensanlagen. Die Mindestqualifikation bzw. Sachkundeprüfung wird „Finanzanlagenfachmann (IHK)“ heißen und spätestens 2015 für alle …
Security schützt Standbesitzer - Berlins erster Wochenmarkt mit privatem Sicherheitsdienst
Security schützt Standbesitzer - Berlins erster Wochenmarkt mit privatem Sicherheitsdienst
… sechs Sicherheitskräfte, um Passanten und Standbesitzer gleichermaßen vor Übergriffen und Diebstählen zu schützen. Sicherheitskräfte, die im Öffentlichen Raum eingesetzt werden, müssen als Mindestqualifikation über eine Sachkundeprüfung nach § 34a der GewO verfügen. Als Handlungsgrundlage dienen im Öffentlichen Raum nur die sog. „Jedermannsrechte“, u. …
Bild: Arzneimittelzulassung Deutschland & Europa: Nationale Einreichung, Mutual Recognition, Dezentrales VerfahrenBild: Arzneimittelzulassung Deutschland & Europa: Nationale Einreichung, Mutual Recognition, Dezentrales Verfahren
Arzneimittelzulassung Deutschland & Europa: Nationale Einreichung, Mutual Recognition, Dezentrales Verfahren
… der Zulassungsabteilung fällt die Entscheidung, welches Prozedere für welches Produkt geeignet sein kann oftmals schwer. Ein kompakter Überblick über die verschiedenen Zulassungsverfahren in Europa (National, Dezentral sowie Zentral), gibt hier die nötige Hilfestellung. FORUM Institut für Management, einer der führenden Seminaranbieter Deutschlands, …
Bild: Berufsbetreuer/innen: Zulassung auf Grundlage fachlicher und persönlicher EignungBild: Berufsbetreuer/innen: Zulassung auf Grundlage fachlicher und persönlicher Eignung
Berufsbetreuer/innen: Zulassung auf Grundlage fachlicher und persönlicher Eignung
… Bundesgeschäftsführer des Verbands. Der Reformprozess des Systems Betreuung stand im Mittelpunkt des Gesprächs. Der BdB fordert seit Jahren eine Mindestqualifikation für Berufsbetreuer/innen, ein bundeseinheitliches, geregeltes Zulassungsverfahren, Qualitätskontrollen durch eine Kammer sowie die Anerkennung des Berufs. Konsens mit Ministerin Sütterlin-Waack …
Bild: Wieder Ausbildung im Immobilienbereich bei der IHK Krefeld bestandenBild: Wieder Ausbildung im Immobilienbereich bei der IHK Krefeld bestanden
Wieder Ausbildung im Immobilienbereich bei der IHK Krefeld bestanden
… freuen wir uns darüber, dass Frau Kreikenbaum unserem Unternehmen treu bleibt." H. Lomberg erklärt weiter: "Ebenfalls ist es uns ein großes Anliegen, dass durch die Regierung eine Mindestqualifikation für die Immobilienbranche erarbeitet wird. Der Endverbraucher muss sicher sein, dass ein Profi sich um seine Wertanlage bzw. um sein Wunschobjekt kümmert."
Bild: Arzneimittelzulassung für EinsteigerBild: Arzneimittelzulassung für Einsteiger
Arzneimittelzulassung für Einsteiger
Ziel eines Seminars, welches das FORUM Institut, einer der führenden Seminaranbieter Deutschlands veranstaltet, ist eine kompakte Darstellung der verschiedenen Zulassungsverfahren in Europa (National, Dezentral sowie Zentral), die dem Teilnehmer nachfolgend ermöglicht, abzuwägen, welches Prozedere für welches Produkt geeignet sein kann. Neben der Neuzulassung …
Bild: Rechtliche Betreuung: Qualifizierung und Qualität im FokusBild: Rechtliche Betreuung: Qualifizierung und Qualität im Fokus
Rechtliche Betreuung: Qualifizierung und Qualität im Fokus
… leisteten eine wichtige und verantwortungsvolle Arbeit, so der Justizminister. Daher halte er es für sinnvoll, ein transparentes Zulassungsverfahren zu schaffen, das Mindestqualifikationen für berufliche Betreuer vorsehe. Auch dem drohenden Nachwuchsmangel an qualifizierten Berufsbetreuern könne hierdurch begegnet werden. An dem Gespräch im Münchner …
Bild: EU Maklernorm DIN EN 15733 - erster zertifizierter Immobilienmakler im Kreis KleveBild: EU Maklernorm DIN EN 15733 - erster zertifizierter Immobilienmakler im Kreis Kleve
EU Maklernorm DIN EN 15733 - erster zertifizierter Immobilienmakler im Kreis Kleve
… fachlichen Qualifikationen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite der Bundesregierung.  Jedoch steht die genaue Ausgestaltung hinsichtlich des Umfanges der fachlichen Mindestqualifikation noch nicht fest. Leider ist davon auszugehen, dass die Mindestqualifikation auf einem recht niedrigen Niveau angesiedelt werden dürfte. Die Lösung – …
Bild: Selbständiger Buchhalter – gesetzliche Mindestvoraussetzung nicht mehr ausreichendBild: Selbständiger Buchhalter – gesetzliche Mindestvoraussetzung nicht mehr ausreichend
Selbständiger Buchhalter – gesetzliche Mindestvoraussetzung nicht mehr ausreichend
… Umfang von mindestens 16 Wochenstunden praktisch tätig gewesen ..." ist. BVM weist darauf hin, dass es sich bei dieser Vorschrift lediglich um eine Mindestqualifikation handelt. Es wäre nämlich nach dieser gesetzlichen Bestimmung bereits ausreichend, einen Abschluß beispielsweise als Einzelskaufmann, Industriekaufmann, Bürokaufmann etc. vorzuweisen und im …
Bild: Handwerk: Ausbildungszahlen gehen deutlich zurückBild: Handwerk: Ausbildungszahlen gehen deutlich zurück
Handwerk: Ausbildungszahlen gehen deutlich zurück
… Menschen ausbilden, da ihnen schlicht das Wissen dazu fehlt“, so Vowinkel. Der Bund der Selbständigen setze sich deshalb gemeinsam mit anderen Verbänden für eine Mindestqualifikation in den 53 betroffenen Handwerken ein. Nur wenn die Existenzgründer solides Fachwissen und grundlegende kaufmännische Kenntnisse hätten, wäre die Existenz von Unternehmen …
Sie lesen gerade: Mindestqualifikation und einheitliches Zulassungsverfahren im Fokus