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Handwerk: Ausbildungszahlen gehen deutlich zurück

29.01.201413:08 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Handwerk: Ausbildungszahlen gehen deutlich zurück
Die Ausbildungszahlen im Handwek gehen zurück. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Die Ausbildungszahlen im Handwek gehen zurück. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

(openPR) Die Ausbildungssituation im deutschen Handwerk spitzt sich zu. Das beweist eine Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh Göttingen). Verantwortlich dafür ist die Novellierung der Handwerksordnung 2004. Im Zuge der Novellierung war der Meisterbrief als Voraussetzung zur Existenzgründung in 53 sogenannten B1-Handwerksberufen abgeschafft worden. Nach 10 Jahren ziehen die Forscher aus Göttingen eine negative Bilanz.



Vor 2004 bildeten 20 Prozent der Betriebe im B1-Handwerk aus. Heute liegt diese Zahl bei drei Prozent und damit weit unter dem Wert von vor zehn Jahren. Der Vizepräsident des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland, Ralf Vowinkel, sieht sich in seiner Beobachtung bestätigt: „Wir sehen in verschiedenen Bereichen, seien es die Fliesenleger, Goldschmiede oder Raumausstatter, dass die Zahl der Auszubildenden dramatisch zurückgeht. Dies liegt an zwei Faktoren. Erstens ist eine Ausbildung für junge Menschen nicht attraktiv, wenn sie genauso gut ohne Qualifikation als Fliesenleger oder Goldschmied arbeiten können. Denn wieso sollten sie den mühsamen Weg der Ausbildung gehen, wenn sie sich doch direkt selbständig machen können? Zweitens können Menschen ohne handwerkliche Qualifikation auch keine jungen Menschen ausbilden, da ihnen schlicht das Wissen dazu fehlt“, so Vowinkel. Der Bund der Selbständigen setze sich deshalb gemeinsam mit anderen Verbänden für eine Mindestqualifikation in den 53 betroffenen Handwerken ein. Nur wenn die Existenzgründer solides Fachwissen und grundlegende kaufmännische Kenntnisse hätten, wäre die Existenz von Unternehmen zu sichern und somit die Ausbildungszahlen zu steigern, so Vowinkel.

Auch die Stabilität von Existenzgründungen ist nach Angaben des ifh Göttingen heute schlechter als vor zehn Jahren. So sind Existenzgründungen im B1-Handwerk nach fünf Jahren zu 60 Prozent verschwunden. Bei den Existenzgründungen die einen Meisterbrief voraussetzen sind nach fünf Jahren dagegen noch 70 Prozent der Unternehmen am Markt.

„Die Handwerksnovelle von 2004 war schlecht für das Handwerk“, urteilt BDS Vizepräsident Vowinkel, der selbst Handwerker ist. „Es ist an der Zeit, dass die Politik reagiert und eine Mindestqualifikation für die 53 B1-Handwerksberufe einführt. Deutschland ist zu Recht stolz auf das Modell der dualen Ausbildung. Wenn das weiterhin ein Erfolgsmodell bleiben soll, müssen wir jetzt gemeinsam gegensteuern.“

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