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Brandstifterei mit absurder Geldpolitik

02.08.201910:21 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Brandstifterei mit absurder Geldpolitik
Prof. Querulix, „Tacheles...
Prof. Querulix, „Tacheles...", Bd. 7 „Rien ne vas plus ... (ISBN 978-3-943788-43-3), 9,95 Euro

(openPR) Produktive Leistungen sind zur Sicherung der langfristigen Existenz einer Volkswirtschaft unverzichtbar. Wer aber diejenigen, die sie erbringen bestraft, während er diejenigen belohnt, die nur mit – faktisch (= Realzinsen kleiner, maximal gleich null) kostenlosem – Geld spielen, das die Zentralbank überreichlich zur Verfügung stellt, der zerstört die wirtschaftliche Lebensgrundlage einer Volkswirtschaft.



Inzwischen übersteigt die Geldvermehrung durch die Notenbanken die Wirtschaftsleistung der Staaten deutlich. Die EZB hat es aber trotz hemmungsloser Geldvermehrung und Negativzinsen bisher nicht geschafft, nennenswerte Inflation (= 2 v.H. oder höher) zu erzeugen, mit der sie die (notorischen) Schuldner subventionieren möchte. Man faßt sich zunächst an den Kopf, wenn man die moralische Seite dieser Überlegung bedenkt. Dann wird man an den Zauberlehrling erinnert, der gar nicht weiß, was er tut, aber munter so lange herumprobiert, bis etwas passiert. Nur, was dann?

Die us-amerikanische FED hat mit ihrer nach einigen zwischenzeitlichen Zinserhöhungen erneuten Zinssenkung signalisiert, daß auch sie das baldige Ende der wirtschaftlichen Scheinblüte erwartet und deshalb vorsichtshalber das wirtschaftliche Wachstum stimulieren möchte. Es wird angesichts der weltwirtschaftlichen Entwicklung kaum die letzte Zinssenkung sein, und wir dürfen gespannt sein, was die Notenbanken tun, wenn die großen Blasen an den Aktien-, Anleihe- und Immobilienmärkten platzen. Werden dann alle, die sich beim schnell-reich-werden-wollen übernommen haben, gerettet? Das dürfte weder möglich sein, noch wäre es dem sozialen Frieden dienlich. Denn das Platzen der Vermögenspreisblasen wird kaum ohne weitere Kollateralschäden in der Realwirtschaft ausgehen und wahrscheinlich sehr viele Arbeitsplätze kosten.

Den Notenbankern in Frankfurt und den USA geht es nicht anders als Goethes Zauberlehrling. Ihre Versuche, leichtfertig heruntergewirtschaftete Banken am Leben zu halten und Schuldner auf Kosten der Sparer zu subventionieren, stecken fest. Wenn es der EZB aber doch noch – vielleicht mit Myriaden von Neugeld – gelingen sollte, noch mehr Druck in die Blasen zu bringen und der Inflation Beine zu machen, wird man sie kaum noch stoppen können. Ob das den europäischen Einigungsgedanken förderte? Wohl eher nicht. Verstärkte Ausplünderung der Sparer und Vernichtung privater Altersversorgungen würden den sozialen Graben zwischen Arm und Reich noch weiter vertiefen und verbreitern. Handfeste soziale Konflikte könnten die Politiker ins Schwitzen bringen und die Parteienlandschaften umpflügen.

Galoppierende Inflation mit ihren sozialen und politischen Folgen würde sogar nicht nur den Euro, sondern auch die europäische Einigungsidee sowie den Frieden gefährden. Draghi und wer ihm auch nachfolgt, sollte sich hüten, mit dem Geldwert Vabanque zu spielen. Die bereits absehbaren Folgeschäden der Null- und Negativzinspolitik sind katastrophal genug. Erstklassige Anleihen notieren im Negativzinsbereich. Vielleicht bekommen Kreditnehmer bald noch Geld dazu, anstatt Zinsen zahlen zu müssen. Auch für die Gesundheit der Wirtschaft wäre das fatal. Inzwischen existieren bereits viele Zombieunternehmen, die bei höheren Zinsen nur noch Verluste einfahren würden und deshalb entweder unverzüglich mit dem Ziel höherer Produktivität restrukturiert oder abgewickelt werden müßten. Viele Investitionen rechnen sich bereits ausschließlich bei anhaltenden realen Negativzinsen. Der Gedanke, mit forcierter Geldentwertung verantwortungslose Schuldner auf Kosten der Kreditgeber und der Ersparnisse der „kleinen Leute“ zu mästen und zu retten, ist nicht nur volkswirtschaftlich unsinnig, sondern auch moralisch höchst zweifelhaft.

Die bereits in Gang gekommene und durch Rambopolitiker forcierte Weltfinanz- und Wirtschaftskrise wird auch – und gerade – Autoland und Exportweltmeister Deutschland hart treffen. Die zu befürchtenden sozialen Folgen, Arbeitslosigkeit und Verarmung großer Teile des Mittelstandes werden unweigerlich politische Folgen nach sich ziehen. Für Millionen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger könnte sich schneller als uns lieb sein kann die Frage stellen: „Wer ist schuld an unserer demolierten Zukunft und was machen wir zu unserem Schutz?“ Wer mit dem Feuer der Massenverarmung zugunsten der Rettung gescheiterter Spekulanten spielt, trägt zur Entwicklung einer hochbrisanten politischen Gemengelage bei, die unter anderem auch das europäische Einigungsprojekt für lange Zeit auf den Müllhaufen der Geschichte schleudern würde.

Ob dieses ohnehin schwierige Projekt unter den gegebenen Umständen überhaupt noch eine Chance hat, bleibt abzuwarten. Die Fiskalpolitik zahlreicher hochverschuldeter Länder des Euroraums der letzten Jahre ist unverantwortlich gegenüber ihren solide wirtschaftenden Partnern und eine Katastrophe für die Europäische Einigungsidee. Solange skrupellose Schuldenmacher die Hoffnung haben, sich auf Kosten der solide Wirtschaftenden durchschlagen und am Ende vielleicht sogar wohlfeil entschulden zu können, wird auch keine Besserung in Sicht kommen. Ob Mario Draghi sich der Brisanz seiner Überlegungen bewußt ist?

Solange die unsolide Wirtschaftenden Euromitgliedern überzeugt sind, hemmungsloses Schuldenmachen würde am Ende belohnt, weil ihre solide wirtschaftenden Euro-Partner die Währungsunion um jeden Preis zusammenzuhalten wollen, wird es keinen Fortschritt in Richtung soliden Wirtschaftens geben. Es wird höchste Zeit, diesen Trittbrettfahrern die rote Karte zu zeigen, wenn man Schlimmeres verhüten möchte. Es muß endlich ein für alle Mal klar sein: Jede Regierung, jedes Land ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich. Deshalb darf Draghi den notorischen Schuldenmachern keine falschen Hoffnungen mit gefährlichen Gedankenspielen machen. Eine Inflationierung auf Biegen und Brechen mit dem Ziel unverantwortlich aufgehäufte Schulden zu „verdampfen“ darf es nicht geben, wenn ein einiges Europa in absehbarer Zeit noch eine Chance haben soll.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit langem mit wachsender Sorge um Frieden, Freiheit und das allgemeine Wohl der Menschheit das fragwürdige Treiben der Menschentiere, insbesondere das ihrer Alphas. Seine Beobachtungen dokumentiert und kommentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist auch dieser Band in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.

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