(openPR) In diesem März wird LegaKids 15 Jahre alt. Das Team aus Pädagogen, Psychologen, Grafikern und Programmierern bietet ein hochwertiges Förderangebot für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) und mit alphaPROF eine Online-Fortbildung für Lehrkräfte zum Thema LRS. Das Besondere des im deutschsprachigen Raum einzigartigen Projekts: Alle Online-Angebote sind kostenfrei.
Jedes fünfte Kind kämpft mit den Buchstaben
LRS oder Legasthenie bezeichnet besondere Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten. Die Ursachen dafür liegen im Zusammenspiel der individuellen Voraussetzungen eines Kindes – etwa Begabungsprofil, Hör- und Sehverarbeitung – und zahlreicher äußerer Faktoren in der Schule, im Alltag und im Elternhaus. Knapp ein Fünftel aller zehnjährigen Schülerinnen und Schüler hat besondere Schwierigkeiten mit dem Lesen und/oder Schreiben. Das Problem zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und kann Kinder später gravierend in ihrem beruflichen und privaten Leben beeinträchtigen. Im Hinblick auf eine geeignete Förderung ist es dringend notwendig, allen Kindern, unabhängig von ihrer sozioökonomischen Herkunft, Unterstützung zu gewähren.
Informieren, fördern, unterstützen
Je früher Kinder systematisch gefördert werden, desto größer sind die Chancen, dass ihnen belastende Erfahrungen und ein „Herumreichen“ durch das Bildungssystem erspart bleiben.
LegaKids informiert Kinder, Eltern und Lehrkräfte über Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, über Ursachen und Fördermöglichkeiten. Seit 2004 bietet die gemeinnützige Stiftung kostenlose Erklärfilme, Lernspiele, Apps und Übungsblätter für Kinder. Ziel ist es, Betroffene zu stärken und Übungsmöglichkeiten an die Hand zu geben, die Spaß machen.
Funktionalem Analphabetismus vorbeugen
Derzeit gelten 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland als funktionale Analphabeten. LegaKids hat zusammen mit Expertinnen und Experten aus Universität und Praxis das Online-Fort- und Weiterbildungsprojekt alphaPROF entwickelt, damit nicht mehr so viele Kinder die Schule ohne adäquate schriftsprachliche Fähigkeiten verlassen müssen. „Jedes Kind ist anders und jedes Kind lernt anders. Wenn wir individuelle Lernbedürfnisse und Lerngeschwindigkeiten berücksichtigen, kann jedes Kind lesen und schreiben lernen“, so Prof. David Gerlach, wissenschaftlicher Leiter von der LegaKids Stiftung.
Mit dem Rechtschreibmonster für ein Menschenrecht auf Lesen und Schreiben
Von Anfang an dabei war das Lese- und Rechtschreibmonster Lurs. Es ist schuld daran, dass so manches Kind Lese- oder Schreibschwierigkeiten hat. „Das entlastet die Kinder von dem Gefühl, mit ihnen stimme etwas nicht“, so LegaKids-Gründer Michael Kortländer. „LRS sind übrigens kein medizinisches Problem, auch wenn das oft behauptet wird, sondern ein pädagogisches. Unsere Gesellschaft neigt leider dazu, Kinder, die nicht den verlangten und letztlich willkürlich gesetzten Messlatten entsprechen, vorschnell als von einer Störung betroffen oder krank zu bezeichnen.“ Kortländer leitet gemeinsam mit der Psychologin und Lerntherapeutin Dr. Britta Büchner die LegaKids Stiftung und ist überzeugt: „Lesen und Schreiben ist ein Menschenrecht.“











