(openPR) Funktionaler Analphabetismus und Schulbildung
München, 31. Januar 2019 Zwei aktuell häufig diskutierte Themen stehen meist unverbunden nebeneinander: die über 7,5 Millionen erwachsenen funktionalen Analphabeten in Deutschland auf der einen Seite sowie die heftigen Diskussionen über die Effektivität von Grundschulmethoden auf der anderen Seite. Die Klammer zu beiden bildet der Fokus auf basale schriftsprachliche Fertigkeiten innerhalb der Lehrer/innenbildung. Mit alphaPROF wurde von Prof. Dr. David Gerlach (Universität Regensburg) und der gemeinnützigen LegaKids Stiftung (München) ein kostenfreies E-Learning-Angebot für Lehrkräfte entwickelt, dass sich der Förderung der im schriftsprachlichen Bereich schwachen Schülerinnen und Schüler widmet.
Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten kommen in der Lehrerausbildung kaum vor
„Lehrkräfte fühlen sich nicht ausreichend darauf vorbereitet, schwache Lese- und Schreibkompetenz im Unterricht mit 25 Lernenden zu adressieren“, sagt Professor Gerlach, der selbst als Englischdidaktiker angehende Fremdsprachenlehrkräfte auf die Schule vorbereitet. Dies sei auch ein strukturelles Problem der Lehrpersonenausbildung. Zunächst fehle schlicht die Zeit, sich mit diesem Phänomen zu beschäftigen. Außerdem werde aufgrund geringer Praxiserfahrungen die große Relevanz der Thematik noch kaum wahrgenommen. „Spätestens im Vorbereitungsdienst werden die angehenden Lehrerinnen und Lehrer dann damit konfrontiert, dass etwa jeder fünfte Schüler nur mit Mühe lesen und schreiben kann.“
Kostenfreies Online-Fortbildungsprojekt alphaPROF
Vor diesem Hintergrund begannen bereits im Jahr 2014 die Vorbereitungen einer Online-Plattform, auf der sich Lehrkräfte aller Fächer mit Diagnose- und Fördermöglichkeiten in diesem Feld beschäftigen können. Entstanden ist daraus alphaPROF (www.alphaPROF.de)
Wir danken der AOK- Die Gesundheitskasse und dem Mildenberger Verlag für die freundliche Unterstützung








