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"Nachsorge leistet Pionierarbeit"

12.12.201810:59 UhrGesundheit & Medizin
Bild: "Nachsorge leistet Pionierarbeit"
Manfred Lucha (Minister für Soziales und Integration) und Nadja Nobis (Leiterin der Kindernachsorge)
Manfred Lucha (Minister für Soziales und Integration) und Nadja Nobis (Leiterin der Kindernachsorge)

(openPR) RAVENSBURG – Seit 10 Jahren kümmert sich die Kindernachsorge der Stiftung Liebenau in Kooperation mit der Oberschwabenklinik um frühgeborene oder schwerstkranke Kinder und deren Familien im Landkreis Ravensburg und im Bodenseekreis. Anlässlich des Jubiläums eröffnete der Minister für Soziales und Integration, Manfred Lucha, eine Ausstellung im Elisabethen-Klinikum.



Wenn ein Kind viel zu früh zur Welt kommt, mit einer schweren Erkrankung oder Behinderung finden sich die Eltern nach der Diagnose in einer unbekannten und neuen Situation wieder. Oftmals fühlen sie sich hilflos, überfordert und alleingelassen. Darüber hinaus fehlt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, nach oft wochenlanger stationärer Behandlung dann zu Hause die 24-stündige Sicherheit der Klinik. Die Betreuung des Kindes daheim stellt sich als aufwändig heraus und lässt kaum Zeit für einen geregelten Alltag.

Seit zehn Jahren begleitet deshalb die Kindernachsorge Familien auf dem Weg von der Klinik oder einer Reha-Einrichtung nach Hause und unterstützt sie für drei bis sechs Monate lang in der häuslichen Versorgung des erkrankten Kindes. Dabei geht es nicht nur um die Hilfe zur Selbsthilfe, etwa damit die Kinder ihre Medikamente richtig einnehmen oder zu Hause von den Eltern richtig versorgt werden können. Die Kindernachsorge hilft auch beim Umgang mit Krankenkassen, vernetzt zu weiteren Hilfsangeboten und hat ein offenes Ohr für die Eltern, wenn alles einfach mal zu viel wird.

Viel Wertschätzung für die Arbeit

Der Ansatz der Kindernachsorge liegt in der ganzheitlichen Versorgung. „Die Kindernachsorge steht Familien zur Seite, um selbstbewusst und selbstständig den nicht immer einfachen Alltag zu meistern“, mit diesen Worten bedankte sich Manfred Lucha für das Engagement der Kindernachsorge, die für ihn einen wesentlichen Bestandteil der Sozialmedizin darstellt und Pionierarbeit leistet, weil sie bereits Sektorengrenzen überwindet und damit Lücken schließt. „Eine bedarfsgerechte Versorgung im Gesundheitssystem um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu stärken“, für Manfred Lucha ein wichtiges Ziel. Er will die Anliegen von schwerstkranken Kindern und deren Familien verstärkt in die regionalen Gesundheitskonferenzen einbringen.

Auch Dr. med. Sebastian Wolf, Geschäftsführer der Oberschwabenklinik, fand anerkennende Worte für diesen wichtigen und mehr denn je zeitgemäßen Dienst: „Die Kindernachsorge ist ein besonderes Element der zukunftsweisenden Idee der sektorenübergreifenden Versorgung.“.

350 Familien in 10 Jahren

Aus dem Kinderland Baden-Württemberg ist das Angebot der Kindernachsorge nicht mehr wegzudenken. Allein das Nachsorgeteam aus Ravensburg hat in den letzten zehn Jahren 350 Kinder und ihre Familien betreut. In langen Wochen stationärer medizinischer Betreuung werden Entwicklungserfolge bei den Kleinsten oft mühsam errungen. Für PD Dr. med Andreas Artlich, der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin und Landesvorsitzender der Kinderklinikleitungen in Baden-Württemberg stellt die Kindernachsorge sicher, dass der Übergang aus der Klinik in den Alltag gelingt. Er verwies aber zugleich auf die nach wie vor unzureichende Finanzierung dieser wichtigen Leistung hin.

Hoffnungsvolle Bilder

Die Ausstellung „Die Kunst der Nachsorge – 10 Jahre Kindernachsorge“ zeigt die Geschichten von sieben Familien, die von der Kindernachsorge begleitet wurden. Die Bilder und Texte erzählen von den Anfangsschwierigkeiten und Sorgen mit den kleinen Patienten, aber auch vom großen Lebenswillen und davon, wie die Kinder heute im Leben stehen. Deutlich wird, wie wichtig die Passgenauigkeit in der Arbeit des Nachsorgeteams ist. Und genau diese Passgenauigkeit ist für Christoph Gräf, Leiter Frühe Kindheit - Frühe Hilfen der Stiftung Liebenau, die wahre Kunst der Nachsorge: „So wichtig objektive und überprüfbare Qualitätsstandards für die medizinisch-pflegerische und die psychosoziale Begleitung sind, so wichtig ist auch das menschlich filigrane Feingefühl der Helfenden, die sich jeweils neu auf genau diese Familie und ihre Situation einstellen müssen. Nachsorge heißt: wir kümmern uns. Wir klären miteinander, was Sie brauchen und wo und wie Sie es bekommen.“

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Info:

Die Ausstellung „Die Kunst der Nachsorge“ ist noch bis zum 31.01.2019 im Foyer des St. Elisabethen-Klinikums (Elisabethenstraße 15 / 88212 Ravensburg) zu sehen.

Weiere Infos zum Angebot Kindernachsorge in der Stiftung Liebenau finden Sie unter http://www.netzwerkfamilie.de/unsere-angebote/fruehehilfen/nachsorge/index.html.
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