(openPR) „Was wir Geschichte nennen, ist der über Jahrhunderttausende geführte Beweis dafür, daß die Menschentiere nicht in der Lage sind, eine Welt zu schaffen, die für alle Angehörigen ihrer Art lebenswert ist.“ (Prof. Querulix)
Das Denken und Handeln unter Berücksichtigung von Zusammenhängen und Wechselbeziehungen wahrgenommener Probleme ist infolge seiner Komplexität ansich schon sehr anspruchsvoll. Schauen die Beteiligten dabei doch notwendig durch die Brillen unterschiedlicher Temperamente und Gefühle, unterschiedlichen Wissens, unterschiedlicher Vorurteile und voneinander abweichender Ziele, wird es noch schwieriger. Je komplexer das Problem und je mehr Menschen mit unterschiedlichen Gefühlen, Einstellungen, Zielen und unterschiedlicher Bildung sowie unterschiedlichem Wissen an seiner Lösung mitarbeiten müssen, desto unwahrscheinlicher sind Lösungen, die aus der Perspektive aller Beteiligten optimal sind.
Deshalb bleibt nichts anderes, als letztlich mit Kompromissen zu leben. Das wäre unter zwei Bedingungen auch hinnehmbar: 1. wenn die Entscheidungsprozesse – die Art und Weise der Kooperation – von allen Beteiligten gutgeheißen würden und wenn inhaltlich alle für die zu treffenden Entscheidungen relevanten Daten und Fakten aus den Perspektiven aller Beteiligten angemessen berücksichtigt würden. 2. Wenn die Erhaltung (und Wiederherstellung) der allen Menschen gemeinsamen Lebensumwelt, des Systems „Erde“ gewährleistet würde.
Leider müssen wir zur Kenntnis nehmen, daß beide Bedingungen regelmäßig nicht erfüllt sind.
Skrupellose Machtausübung, Manipulation, Korruption, Täuschung und Betrug sind leider gängige Erscheinungen menschlicher Auseinandersetzungen. Unter Ausnutzung der archaischen Instinkte des räuberischen Rudeltiers „Mensch“ starten Alphatiere immer wieder Beutezüge wie es ihre Vorfahren seit Millionen Jahren auch taten, und ihre Rudel folgen ihnen – wenigstens mehrheitlich – ebenso wie immer schon und opfern dabei sogar, meist ohne sich dessen bewußt zu werden, ihre eigenen vitalen Interessen. Der Raubbau natürlicher Ressourcen und die Zerstörung der Umwelt sind ebenso zwangsläufige Folgen irrationaler Instinkthandlungen wie skrupellose Kämpfe um Macht und Profit.
Die Geschichte zeigt, wie irrational es dabei zugeht. Sogar aus ursprünglich guten Absichten entwickeln sich unter dem Einfluß von Macht- und Geldgier immer wieder verheerende Folgen. Über die Hamburger Bauwut und eine Baubürokratie sowie -rechtsprechung, die skrupellos die nachhaltige Schädigung von Wohn- und Naherholungsgebieten durch überdimensionierte und erkennbar allein der Profitmaximierung von Grundeigentümern und Bauunternehmen dienende Bauprojekte fördert, obwohl bessere Alternativen auf der Hand liegen, wurde an dieser Stelle schon berichtet.
Derzeit beherrscht ein zwar viel kleinerer, aber für den Zustand unserer Gesellschaft ebenso charakteristischer Hamburger Schildbürgerstreich die Gazetten: Ein Durchfahrverbot für Dieselfahrzeuge, die nicht der Abgasnorm 6 entsprechen, auf ca. 600 Metern der Max-Brauer-Allee. Schilder, deren Aufstellung einen ordentlichen 5stelligen Betrag gekostet haben dürfte, lenken die Fahrzeuge – unter anderem viele schwere LKWs – jetzt über eine wesentlich längere Ausweichstrecke, um die Anwohner der genannten Straße vor Abgasen zu schützen. Das erzeugt natürlich entsprechend viel mehr Abgase, die jetzt über ein etwas größeres Gebiet verteilt werden.
Was für eine Problemlösung! Die Schildbürger wären begeistert. Viel Steuergeld für viel mehr Abgase! Dafür bezahlen wir unsere Politiker und Bürokraten!
Besser wäre es, wenn die Bundesregierung schnellstens dafür sorgte, daß alte Dieselfahrzeuge mit umweltschonender Technik nachgerüstet werden und die Autoindustrie zu dieser Nachrüstung verpflichtet würde. Kriminelle Führungskräfte müssen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen und mit ihrem gesamten Vermögen haftbar gemacht werden. Das wäre ein Signal für mehr Ehrlichkeit und Anständigkeit im Wirtschaftsbetrieb. Denn der muß in erster Linie den Menschen – Kunden und Mitarbeitern – dienen und erst in zweiter Linie die Menschen dem Wirtschaftsbetrieb und dem Profit der Eigentümer.
Aufgabe der Politiker und Verwaltungsbürokraten ist es, die Lebensqualität der Menschen nach Kräften zu schützen und zu steigern. Man muß sich fragen, was das Denken von Politikern und Verwaltungsbürokraten so verwirrt, daß sie ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger schädigen, anstatt alles zu tun, um deren Lebensbedingungen zu verbessern. Offensichtlich verfolgen sie andere Interessen als die ihrer Mitmenschen, von deren Arbeit und Leistungsbereitschaft sie leben und denen zu dienen sie deshalb auch verpflichtet sind.
Man sieht an solchen Beispielen, daß Problemlösung und Entscheidung in Menschenrudeln wirklich keine banalen Prozesse sind, die man leichtfertig dem (genetisch vorbestimmten) Zufall überlassen darf. Ob es der Menschheit gelingt, die Fußfesseln ihrer Gene abzustreifen, wissen wir nicht. Wahrscheinlich ist die Chance sehr gering, wenn man bedenkt, daß wir uns genetisch erst ungefähr 2,5 Prozent von unseren äffischen Vorfahren entfernt haben. Daß wir dieses Problem erkennen können, ist aber immerhin ein Lichtblick. Es ermöglicht uns nämlich, den Finger in die Wunde zu legen und zu hinterfragen, was wir tun.
„Die fünf Sargnägel der Demokratie: Unfähigkeit, Unaufrichtigkeit und Unmoral der Führer, Trennung von Freiheit und Verantwortung, sowie Verwechslung von Legalität mit Legitimität.“ (Prof. Querulix)
Wenn die Menschheit eine Chance haben soll, müssen die Bedürfnisse aller Menschen das Handeln der Politik bestimmen, nicht – wie heute gängige Praxis – das Wohlergehen von politiknahen lobbystarken Minderheiten. Solange die große Mehrheit der Menschen genauso wie bei allen anderen Rudeltieren nur Mittel für die Zwecke der Macht- und Geld-„Eliten“ und ihrer nützlichen Idioten sind, wird sich die Geschichte der Menschheit genauso tierisch fortsetzen wie wir sie kennen.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren und mit wachsender Sorge um Frieden und Freiheit das fragwürdige Treiben der Menschentiere. Seine Beobachtungen dokumentiert und kommentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.
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