(openPR) Die wahren Auswirkungen der Hartz - Bestimmungen auf unsere Kinder
Schauen wir uns sämtliche soziale Leistungen für Kinder an, so müssen wir unweigerlich feststellen, dass diese Leistungen nicht im Entferntesten, der heutigen wirtschaftlichen Situation angepasst worden sind. Kindergeld wird sogar auf das ALG der Eltern angerechnet und somit dem Kind, sozial schwacher Eltern, entzogen.
Und da reden man von einer sozialen Politik in unserem Land ?
Wie verträgt sich der Wunsch unserer Regierung, nach mehr Kinder, wenn man die Leistungen kürzt und somit auch die Entwicklung unserer Kinder behindert ? Ist es nicht eine logische Folgeerscheinung, wenn man sich unter den heutigen Voraussetzungen, die Anschaffung von Kindern mehrmals überlegt und sich auch teilweise für eine kinderlose Partnerschaft entscheidet ? Offenbar haben unsere Politiker der etablierten Parteien, dafür nur ein müdes Lächeln übrig ! Sie sehen nur Zahlen von Statistiken, die völlig realitätsfremd sind. Dies belegen TV Auftritte und Medienberichte einiger Politiker, die mit ihren getürkten Zahlen umherwirbeln ohne überhaupt zu wissen, was sie damit anrichten.
Nur ein Beispiel:
Herr Mißfelder und Herr Pflüger wollen Kindergeld kontrollieren, weil sie die Befürchtung haben, dass man das Kindergeld zweckentfremdet einsetzt. Hier sollte man doch wohl eher die Steuerverschwendung unserer Regierung überwachen, denn wie schon erwähnt, bekommen sozial schwache Kinder kein Kindergeld ! Was wollen diese Herren also kontrollieren ? Die Rechtfertigung, dass man das Kindergeld von Arbeitnehmer kontrollieren wolle, ist wohl nicht zu erwarten, weil man ihnen kaum unterstellen würde, das Kindergeld anderweitig zu verwenden. Sieht die Wahrheit nicht viel erschreckender aus ? Wird die Kindheit in unserer Gesellschaft nicht bereits schon eine Vorbereitung auf immer schärfere soziale Einschnitte ? Werden unsere Kinder nicht jetzt schon mit den finanziellen Schwierigkeiten ihrer Eltern konfrontiert ?
Feststellen muss man aber, dass vor einigen Jahren die Kinder wesentlich weniger, mit den finanziellen Problemen konfrontiert wurden. Eltern haben es weitgehend von den Kindern fern gehalten. Heute ist dies doch überhaupt nicht mehr möglich ? “Papa, ich brauche neue Schuhe ! Mama ich brauch ein 5er für den Wandertag ! Papa, kann ich 2,-€ für ein Eis haben ? Mama, meine Hose ist gerissen, kaufen wir eine Neue ? Papa, ich brauche Fahrgeld, für den Schulgarten ?” Fragen, die uns jeden Tag gestellt werden und in den Regelsätzen keine angemessene Berücksichtigung finden ! Nicht einmal das Kindergeld, was auch diese Kosten abdecken sollte, wird “anrechnungsfrei” gezahlt. Müssen unsere Politiker nicht langsam erkennen, dass Kinder das Recht auf eine unbeschwerte Kindheit haben und dass man es einfach nicht von Kinder erwarten kann, Verständnis für unsere Sparpolitik aufzubringen ??? Nicht einmal die kleinen Wünsche kann man, als Hartz Empfänger, den Kiddis erfüllen ! Kino, Theater, Rummel, Dampferfahrt, Tierpark, Museum, Vereine, Monatskarte für Verkehrsmittel, ausreichende Bekleidung, Geburtstagsfeier mit anderen Kindern, Wochenendausflüge und Schulveranstaltungen? Überwiegend Fehlanzeige ! Und wenn man nur einen kleinen Wunsch erfüllt, fehlt das aufgewandte Geld bereits an anderer Stelle !
Und genau aus diesem Grund muss man es auch begreifen, dass viele Kinder zu Hause kein warmes Essen bekommen !
Alkohol und Zigaretten der Eltern nehmen einen verschwindend kleinen Prozentsatz ein. Nein, genau diese kleinen Wünsche, die man als Elternteil trotz des geringen Geldes gewährt, reißen an anderer Stelle natürlich ein Loch rein und es fehlt letztlich auch am Essen. Kinder sollen spielen, sollen sich frei entfalten , und ihren Neigungen nachgehen können ! Aber ist dies denn überhaupt möglich ? Kann man einrechnen, dass beim Fußball auch mal ein paar Schuhe kaputt gehen, eine Hose reißt oder selbst der Ball verschwindet? Ja, einrechnen kann man es aber die Neuanschaffung ist nicht möglich ? Abschließend sei noch erwähnt, dass Kinder im Winter oft nicht einmal richtig spielen können. Da kommt es oft vor, dass die Schuhe oder Anorak schon in der Schule nass geworden sind und ein zu wechselndes Paar für den folgenden Schultag trocken bleiben soll. Ein drittes Paar kann man sich einfach nicht leisten. Auch ein dritter Anorak ist kaum möglich. Angesichts dieser Überlegungen, sollte man vielleicht doch den Kindern, etwas mehr Hilfe zubilligen ! Es ist absolut kein Wunder, wenn sich die Kinder - Armut ( egal wie man das Wort auslegt ) als fester Bestandteil unserer Gesellschaft platziert.
(Autor: Detlef Rochner)
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