Schlechte Pressemitteilungen? Davon bekommen Medienvertreter reichlich – und meistens landen sie ungelesen im digitalen Papierkorb. Doch mehr als das: Sie hinterlassen einen negativen Eindruck. Finden Sie heraus, welche typischen Fehler Sie vermeiden sollten, damit Ihre Pressemitteilung positiv auffällt und nicht in der Flut der Meldungen untergeht.
Was macht eine Pressemitteilung schlecht?

Leider reicht das oft nicht aus. Eine Pressemitteilung ist weit mehr als eine bloße Ansammlung von Infos. Sie muss den Leser fesseln und schnell auf den Punkt kommen. Und hier liegt der Knackpunkt: Häufig scheitern Pressemitteilungen daran, dass sie genau das nicht tun.
Journalisten erhalten täglich Hunderte Pressemitteilungen, und ihre Zeit ist begrenzt. Daher werden schlechte Pressemitteilungen sofort gelöscht. Deswegen sollten Sie in Ihren Pressemitteilungen diese Fehler unbedingt vermeiden:
Falscher Adressat
Um eine Pressemitteilung erfolgreich zu platzieren, ist es entscheidend, die Zielgruppe genau zu kennen und gezielt Medienvertreter anzusprechen, die wirklich Interesse an dem Thema haben. Recherchieren Sie im Vorfeld die passenden Medien und Journalisten. Nur eine gut abgestimmte Adressierung stellt sicher, dass Ihre Nachricht bei denjenigen ankommt, die den größten Nutzen und das größte Interesse daran haben.
Irrelevanter Inhalt
Eine gute Pressemitteilung braucht einen klaren Nachrichtenwert. Ist der Inhalt irrelevant oder fehlt ein konkreter Anlass, wird die Mitteilung ignoriert. Journalisten suchen nach Neuigkeiten, die für ihre Leserschaft von Interesse sind – und das sofort erkennbar. Überlegen Sie sich vorab: Warum sollte diese Mitteilung für ein bestimmtes Publikum wichtig sein? Nur so erreichen Sie die Aufmerksamkeit, die Ihre Nachricht verdient.
Zu lang und kompliziert
Lange und verschachtelte Pressemitteilungen werden selten vollständig gelesen. Journalisten haben wenig Zeit, also halten Sie sich an das Ideal von 300 bis 500 Wörtern. Vermeiden Sie komplexe Satzstrukturen und unnötige Details. Die wichtigsten Informationen gehören ganz nach oben – so verliert sich der Leser nicht im Text und erkennt sofort, worum es geht.
Die W-Fragen bleiben unbeantwortet
Eine professionelle Pressemitteilung beantwortet immer die wichtigsten W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Warum? und Wie? Wenn eine dieser Fragen unbeantwortet bleibt, wirkt der Text unvollständig und unprofessionell. Journalisten benötigen klare und vollständige Informationen, die sie ohne großen Aufwand in ihre Artikel integrieren können. Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitteilung alle wichtigen Fragen präzise und nachvollziehbar beantwortet.
Zu werblich – ein No-Go in Pressemitteilungen
Eine Pressemitteilung ist kein Werbetext und sollte nie so klingen. Übertriebene Superlative wie „revolutionär“ oder „weltweit einzigartig“ schrecken Journalisten ab, da sie nach objektiven Informationen suchen. Es sei denn, Sie können dies belegen. Vermeiden Sie marktschreierische Sprache und konzentrieren Sie sich auf klare Fakten und Zahlen, die von selbst überzeugen. Eine sachliche, informative Darstellung wirkt deutlich seriöser und fördert das Vertrauen.
Fehlende Kontaktdaten
Ohne vollständige Kontaktdaten ist eine Pressemitteilung unvollständig. Journalisten brauchen bei Fragen oder für Zusatzinformationen einen Ansprechpartner. Geben Sie daher immer die Kontaktdaten einer zuständigen Person an – Name, Position, E-Mail und Telefonnummer. Fehlen diese, wirkt die Mitteilung unprofessionell und kann das Vertrauen der Medienvertreter in die Organisation schmälern.
Beispiel einer schlechten Pressemitteilung, die Journalisten sofort abschreckt
Schauen wir uns ein klassisches Negativbeispiel an:
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Analyse der größten Fehler:
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Die Pressemitteilung ist zu allgemein gehalten und richtet sich nicht an eine spezifische Zielgruppe. Es wird nicht klar, für welche Art von Unternehmen das Produkt wirklich relevant ist und welchen konkreten Nutzen sie haben könnten.
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Die Mitteilung enthält mehrere Aussagen, die sich wiederholen, und eine klare Kernbotschaft fehlt. Die Informationen sind schwammig und werden nicht auf den Punkt gebracht, was den Text unnötig in die Länge zieht.
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Es werden nicht alle W-Fragen beantwortet. Die Pressemitteilung nennt weder genaue Funktionen noch technische Details oder den Preis. Auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung fehlt. Journalisten erfahren nicht, wer konkret profitieren soll und warum.
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Der Text ist überladen mit Superlativen, die keinen objektiven Wert haben und das Interesse eines Journalisten kaum wecken. Es fehlen konkrete Fakten und Daten, die die Behauptungen belegen.
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Am Ende der Mitteilung fehlt ein Ansprechpartner mit vollständigen Kontaktdaten. Stattdessen wird vage zur Kontaktaufnahme aufgefordert, ohne anzugeben, wie oder bei wem dies möglich ist.
Weitere Fehler, die Journalisten überhaupt nicht mögen
Um den Erfolg Ihrer Pressemitteilungen sicherzustellen, sollten Sie auch diese Punkte im Hinterkopf behalten:
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Unklare Betreffzeile – Der Betreff der E-Mail ist genauso wichtig wie die Überschrift der Pressemitteilung. Ein vager oder unklarer Betreff führt dazu, dass die E-Mail unbeachtet bleibt.
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Zu große Anhänge – Journalisten erhalten täglich unzählige E-Mails. Große Dateianhänge wie Bilder oder PDFs verlangsamen ihre Systeme. Besser: Links zu einem Pressekit oder Download bereitstellen.
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Nachhaken – Eine der größten Unarten: Wenn Sie nach dem Versenden einer Pressemitteilung ständig nachfragen, ob sie veröffentlicht wird. Journalisten empfinden dies oft als störend.
Wie können Sie es besser machen?

Relevanz für den Journalisten
Passen Sie Ihre Pressemitteilung an das jeweilige Medium und den Journalisten an, der sie erhält. Nicht jeder Journalist ist an allen Themen interessiert. Je relevanter Ihre Pressemitteilung für das jeweilige Medium ist, desto größer sind Ihre Chancen, dass sie tatsächlich Beachtung findet.
Aussagekräftige Überschrift und ein starker Teaser
Die Überschrift ist das erste, was ein Journalist sieht – und sie entscheidet darüber, ob er weiterliest. Eine vage oder übertriebene Überschrift wirkt abschreckend. Statt „Innovative Technologie setzt neue Maßstäbe“ könnte eine gute Überschrift lauten:
„Erste Technologie, die überschüssige Energie von Fabriken in Wohngebieten nutzbar macht – Pilotprojekt startet in Deutschland“
Diese Überschrift spricht ein innovatives und gesellschaftlich relevantes Thema an. Sie macht neugierig, weil es um eine neue Technologie geht, die einen unerwarteten und nützlichen Effekt hat, und gibt gleichzeitig an, dass ein reales Projekt bereits in Deutschland umgesetzt wird – was die Relevanz erhöht.
Korrekte Struktur und Lesefreundlichkeit
Der Aufbau einer Pressemitteilung folgt einer festgelegten Struktur:
- Überschrift
- Ort und Datum
- Teaser
- Hauptteil
- Zitate
- Boilerplate
- Kontaktdaten
Achten Sie darauf, diese Struktur einzuhalten, damit Journalisten sofort die wichtigsten Informationen erfassen können.
Verwenden Sie klare Zwischenüberschriften, die den Lesefluss erleichtern. Achten Sie darauf, dass der Text logisch aufgebaut ist und die wichtigsten Informationen gleich zu Beginn präsentiert werden. Journalisten sollten auf einen Blick erkennen können, worum es geht.
Klar und prägnant
Ihre Pressemitteilung sollte auf den Punkt kommen. Vermeiden Sie unnötige Füllwörter und lange Schachtelsätze. Konzentrieren Sie sich auf die wesentlichen Informationen und stellen Sie sicher, dass diese sofort erkennbar sind.
Fakten statt Superlative
Journalisten möchten Fakten sehen, keine Werbebotschaften. Wenn Ihr Produkt tatsächlich so gut ist, wie Sie sagen, sollten Sie das mit konkreten Zahlen und Daten untermauern. Fakten überzeugen mehr als jede noch so blumige Marketing-Sprache.
Rechtschreibung und Grammatik prüfen
Eine Pressemitteilung voller Fehler wirkt unprofessionell und unseriös. Achten Sie darauf, dass der Text fehlerfrei ist.
Visuelle Elemente
Bilder in Pressemitteilungen sind äußerst hilfreich, um das Interesse von Journalisten zu wecken und den Text visuell zu unterstützen. Achten Sie darauf, dass die Bilder relevant und professionell sind, am besten in hoher Auflösung und mit klaren, beschreibenden Bildunterschriften. Stellen Sie die Bilder über einen Download-Link bereit, damit sie einfach zugänglich sind und nicht die E-Mail-Dateigröße erhöhen.
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Stellen Sie Ihren Meldung einfach hier ein.
Checkliste
Diese abschließende Checkliste hilft Ihnen die wichtigsten Aspekte einer Pressemitteilung zu überprüfen und Fehler zu vermeiden:
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Relevanz und Nachrichtenwert
- Ist das Thema wirklich aktuell und relevant für die Medien?
- Gibt es einen klaren Nachrichtenanlass, der Interesse weckt?
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Zielgruppenansprache
- Haben Sie die Pressemitteilung auf die richtige Zielgruppe und die passenden Medien ausgerichtet?
- Werden die Bedürfnisse und Interessen der Leser und Journalisten berücksichtigt?
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Überschrift und Teaser
- Ist die Überschrift präzise, informativ und macht neugierig?
- Fasst der Teaser die wichtigsten Informationen zusammen und weckt Interesse?
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Beantwortung der W-Fragen
- Deckt die Pressemitteilung die W-Fragen (Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Wie?) ab?
- Sind alle relevanten Informationen klar und vollständig?
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Klarheit und Präzision
- Ist die Kernbotschaft der Pressemitteilung klar und präzise formuliert?
- Vermeiden Sie unnötige Füllwörter und komplizierte Sätze?
- Ist die Pressemitteilung zwischen 300 und 500 Wörtern und auf das Wesentliche beschränkt?
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Neutrale und faktenbasierte Sprache
- Wurde auf übertriebene Werbesprache verzichtet?
- Stützen sich alle Aussagen auf Fakten und nachvollziehbare Informationen?
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Struktur und Lesefreundlichkeit
- Ist der Text logisch aufgebaut und in sinnvolle Abschnitte gegliedert?
- Erleichtern Zwischenüberschriften und Absätze das schnelle Erfassen der Inhalte?
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Zitate
- Enthält die Pressemitteilung relevante und authentische Zitate?
- Stärken die Zitate die Hauptaussage und bieten zusätzliche Perspektiven?
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Visuelle Unterstützung
- Gibt es passendes Bildmaterial oder Grafiken, die den Inhalt der Pressemitteilung unterstützen?
- Sind diese Ressourcen leicht zugänglich, z. B. über einen Link oder Download?
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Fehlerfreiheit
- Ist der Text auf Rechtschreib- und Grammatikfehler überprüft?
- Gibt es lange, verschachtelte Sätze, die den Lesefluss stören könnten?
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Kontaktdaten
- Sind vollständige Kontaktdaten einer Ansprechperson für Rückfragen angegeben?
- Können Journalisten schnell Kontakt aufnehmen, falls sie weitere Informationen benötigen?
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Passender Veröffentlichungszeitpunkt
- Wurde der ideale Zeitpunkt für die Veröffentlichung gewählt?
- Passt die Mitteilung zum aktuellen Nachrichtenzyklus oder einem relevanten Ereignis?
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