… Wirtschaftsinstituten angesichts der steigenden Ölpreise und Schrottpreise in den beiden ersten Quartalen diesen Jahres prognostizierten Trendwenden für Zins und Inflation sind noch nicht, jedenfalls noch nicht wahrnehmbar eingetreten. Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen bisher nicht erhöht; auch die vom Statistischen Bundesamt festgestellte Inflationsrate hat sich noch nicht wesentlich verändert. Dennoch glauben Branchenkenner von Kapitalanlagen, dass die prognostizierte Entwicklung bald eintreten wird. Lediglich auf Grund der derzeit …
… der zurzeit mittelfristige Anlagen bevorzugen. Nachdem die Europäische Zentralbank ihren Leitzins deutlich gesenkt hat, werfen kurzfristige Geldanlagen nur geringe Zinsen ab. Hieran dürfte sich auch so schnell nichts ändern.
Die erwartet, dass die EZB die Leitzinsen im gesamten Jahr 2003 aufgrund einer sinkenden Inflationsrate auf dem derzeitigen Niveau halten wird. Längerfristige Festzinsanlagen werfen zwar höhere Renditen ab. Der Zeitpunkt zum Einsteigen ist aber derzeit ungünstig. Im Jahresverlauf 2003 dürften die Kapitalmarktzinsen steigen, …
… Bondmärkte.
Auf der Geldmarkt-Seite hat die Europäische Zentralbank (EZB) anstelle des teilweise schon im November von den Märkten erwarteten Zinsschrittes dann am 5. Dezember nach einjähriger Pause ihre geldpolitische Lockerungspolitik fortgesetzt: Die EZB senkte die Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 2,75 Prozent. Während von politischer Seite ein deutliches Zinssignal schon im Vorfeld mehrfach eingefordert wurde, hatte die EZB ihre Fokussierung auf die Preisstabilität trotz fortlaufender Revisionen der Wachstumsprognosen beibehalten. …
… ausgeschöpft sei.
Wir werten die jüngsten Äußerungen als Vorbereitung einer Zinssenkung, wenngleich wir sie noch nicht im April erwarten. Damit haben sich auch die Rahmenbedingungen für den Euro verschlechtert. Durch die Erwartung sinkender Euroland-Leitzinsen entwickelt sich die Zinsdifferenz zugunsten der USA. Dies belastet zwar den Euro, erhöht aber die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen wieder.
Bewertung unterstützt die Europabörsen Zuletzt fielen die Erwartungskomponenten diverser Indikatoren zum Unternehmensumfeld gegenüber …
… die gegenwärtig erwartete Steigerungsrate von rund 18 Prozent erreichbar und kann sogar übertroffen werden.
Wir erwarten, dass insbesondere Finanz-, Industrie- und Technologietitel mit positiven Gewinnüberraschungen aufwarten können. Nachdem zu erwarten ist, dass die US-Notenbank die Leitzinsen vorerst nicht verändern wird, ist von dieser Seite auch kein Störfeuer zu erwarten. Angesichts der momentan herrschenden Unsicherheit über die schleppende Zunahme der Beschäftigung und weitgehend fairer Bewertung vieler Aktien, erwarten wir allerdings bis …
… Inflationsaussichten bleiben vielmehr nicht zuletzt aufgrund des festen Euro unverändert positiv. Die Postbank-Volkswirte erwarten in diesem Jahr einen Rückgang der Inflationsrate im Euroraum auf sehr niedrige 1,6 Prozent. Die EZB dürfte deshalb auch keinen Grund haben, ihre Leitzinsen anzuheben. Am Kapitalmarkt gibt es dagegen ein gewisses Zinssteigerungspotenzial. Infolge der sich bessernden Weltkonjunktur erwartet die Postbank, dass die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von derzeit gut vier bis zum Jahresende auf etwa 4 3/4 Prozent ansteigt.