Das seit 1983 bestehende Oberschlesische Landesmuseum ist in erster Linie ein kulturgeschichtliches Museum. Es hat die Aufgabe, das dingliche Kulturgut Oberschlesiens zu sammeln, zu bewahren, auszuwerten und auszustellen, um der gesamten Öffentlichkeit ein Bild von der Geschichte und Kultur der schlesischen Regionen zu vermitteln und damit auch über das heutige Polen und Tschechien zu informieren. Das Museum arbeitet dabei im Geist der Völkerverständigung und der guten deutsch-polnisch-tschechischen Nachbarschaft. Es wird vom Land Nordrhein-Westfalen, seit 1964 Patenland für die Oberschlesier, gefördert. Träger ist die 1970 gegründete Stiftung Haus Oberschlesien, eine Stiftung privaten Rechts. Die institutionelle Förderung nimmt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Die Grundlage der Förderung bildet der § 96 des Bundesvertriebenengesetzes, der die Aspekte der Bewahrung und Pflege der Kultur der Deutschen aus den Ostprovinzen des Deutschen Reiches und den ostmitteleuropäischen deutschen Siedlungsgebieten beschreibt. Für das OSLM maßgeblich ist dabei die 2017 in Kraft getretene Richtlinie des Landes NRW zur Neuausrichtung der Förderung nach § 96 BVFG.
Eine spannende Zeitreise durch die wechselvolle Geschichte Oberschlesiens von der Ur- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart bietet die Dauerausstellung im 1998 bezogenen Museumsneubau. Die Verkehrs- und Industriegeschichte ist für Oberschlesien besonders wichtig und wird daher in einer eigenen Abteilung gezeigt. Mit dem Wissen über die Geschichte und Gegenwart fördert das Museum den generationsübergreifenden Dialog und das Zusammenwachsen Europas.
Mit attraktiven Themenausstellungen behandelt das Museum facettenreich historische, topografische, künstlerische und kulturelle Aspekte Oberschlesiens.
Führungen, Vorträge, Konzerte, Aktions- und Familientage, pädagogische Angebote sowie Angebote der politisch-historischen Bildung ergänzen das Programm.
Weitere Informationen unter: www.oslm.de