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Luftbelastung an der Bonner Straße in Köln: Anwohner messen selbst

22.02.201809:20 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Luftbelastung an der Bonner Straße in Köln: Anwohner messen selbst
Messeinrichtung im Selbstbausatz. Foto: A. Wulf
Messeinrichtung im Selbstbausatz. Foto: A. Wulf

(openPR) KÖLN. Die Diskussionen um die Kölner Luftbelastung, insbesondere über die von Diesel-Kfz ausgestoßenen Stickoxide (NOx), reißen nicht ab. Seit 2010 gilt der für Europa festgesetzte Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der eigentliche Skandal: Städte und Kommunen ignorieren dieses Recht und damit die Gesundheit der Menschen seit Jahren.

Die Bürgerinnen und Bürger interessieren sich für die Belastung der Luft, in der sie leben. Das sollten sie auch! Im Stadtbezirk Rodenkirchen gab es z.B. einen Antrag im Bürgerhaushalt 2017, die Luftbelastung an der Bonner Straße messen zu lassen. Anfangs gab es deutlich mehr ablehnende als befürwortende Stimmen. Wer wollte den Anwohnern die Daten über ihre Atemluft vorenthalten?

Im Ergebnis (1) der Online-Abfrage gab es schließlich 132 Befürworter und 33 Ablehner. Der Antrag war im Bürgerhaushalt 2017 damit "das Leuchtturmprojekt" des Stadtbezirks Rodenkirchen. Am 04.12.2017 lehnte die Bezirksvertretung Rodenkirchen dennoch eine Messstation ab (2). Damit liefen die gewählten Volksvertreter allerdings Gefahr, auch sie könnten gegen die Luftmessungen sein. Am 22.01.2018 reagierten die Fraktionen SPD und Die Grünen mit einem gemeinsamen Antrag. Auf Betreiben des Einzelmandatsträgers der Freien Wähler Köln wurde dieser Antrag um konkrete Luftmessungen zumindest für die Einmündung Brühler und Bonner Straße ergänzt und von der Bezirksvertretung beschlossen (3).

Inzwischen haben die Anwohner das Heft selbst in die Hand genommen und bauen in Eigeninitiative und mit professioneller Unterstützung ein Messsystem für Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO2) entlang der Bonner Straße auf. Erste Informationen werden unter luftmessung.koeln4.de bereitgestellt.

Frühzeitig vernetzten sich die Initiatoren mit den Open Knowledge Labs (OK Lab) in Köln und Stuttgart, die Teil des Programms Code for Germany der Open Knowledge Foundation Germany sind.

Angestrebt wird auch eine Darstellung der Messwerte auf der im Aufbau befindlichen Seite von OpenAir Cologne, einem gemeinsamen Projekt von Teilnehmern des OK Lab Cologne, Everykey, der Stadt Köln und der Technischen Hochschule Köln.

(1) https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/2017/buergervorschlaege/600
(2) https://www.koeln4.de/s/eco/themen/luftmessung/7c04_protokoll_bv_rodenkirchen.pdf
(3) https://www.koeln4.de/s/eco/themen/luftmessung/8122_protokoll_bv_rodenkirchen.pdf

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