(openPR) Die Angst geht bei den deutschen Beschäftigten um. Befürchtungen einer möglichen Leidensgleichheit, wie es die "Landsleute in Hartz IV" erleben müssen, steigern sich bei jeder Empfindungs- und Verhaltenssituation in Ungewissheit, Anspannung und Furcht, welches durch eintretende oder zu erwartete Bedrohung von Arbeitslosigkeit hervorgerufen wird.
Die Angstsensitivität nimmt prozentual derart zu, wie sehr eine Person dazu neigt, Angst vor somatischen Angstreaktionen zu entwickeln und steigert sich zum Herzrasen, sobald Briefkästen geleert oder der Chef zum Gespräch bittet. Biologisch gesehen ist die Angst ein Stresszustand von starker Intensität als Antwort auf eine wahrgenommene Bedrohung, verbunden mit einem Gefühl körperlicher Spannung sowie starken Impulsen, der Situation zu entfliehen. Nicht immer kann man der Situation aus dem Wege gehen. Bewusst nutzen findige Geschäftsleute diese Körpereigenschaft aus, um dem Gegenüber ihren Willen aufzuerlegen.
Ungewissheit prägt die Angst
Doch wie äußert sich nun dieser Zustand? Beschäftigte verzichten aus Sorge um ihren Arbeitsplatz auf Urlaub, gehen nicht mehr zum Arzt oder lassen sich Rund um die Uhr mit Aufgaben betrauen, bis der wohlklingende Satz: "Ja Chef ... ja - mach ich Chef" durch die Räume hallen. Es grenzt sogar schon an Hörigkeit dem Unternehmen gegenüber bzw. der völligen Willenlosigkeit - um gegen dieses Treiben ein Ende zu setzen. Dies geht aus mehreren Umfragen hervor, in denen sogar bis zu 57 Prozent der Befragten auf Urlaub verzichten würden, nur um den Arbeitsplatz für 2 Monate länger zu erhalten.
Der Deutsche lebt um zu arbeiten - andere arbeiten um zu leben!
Es schnieft und trieft aus den deutschen Nasen in allen Bereichen, weil Arztbesuche gegen Arbeitsplatz gesetzt werden und die Beschäftigten sich quälend untergeben. Sobald keine Möglichkeit einer Besserung in Aussicht steht, lassen sich die Angestellten krankschreiben und bekommen meist postwendend zum Krankenschein auch die Kündigung ins Haus serviert. Fraglich wäre nun, ob ein in Angst arbeitender Angestellter mehr Leistung erbringen kann, als ein im freien Willen zur Leistung strebender Beschäftigter fähig wäre?
Die Antwort ist schnell aus dem Blickwinkel von Unternehmen gefunden worden. Frei nach dem Motto: Angst regiert die Welt, gibt man den Betroffenen das Gefühl und ein in die Zukunft gerichtetes Warnsignal, wogegen jeder versucht, sich vor dieser drohenden Gefahr des Verlustes vom Arbeitsplatz, zu schützen. Unternehmer aktivieren den Selbsterhaltungstrieb beim Angestellten und bedient sich damit der Angst als Druckmittel, die jeder Mensch besitzt. Wie gravierend sich dies bemerkbar macht, hat der Sozialticker in einer Umfrage getestet - mit einem erschreckenden Ergebnis.
Frage:
* Möchten oder wollen Sie zur Arbeit gehen?
* Müssen oder sollen Sie zur Arbeit gehen?
87 Prozent der Befragten, "müssen oder sollen" zur Arbeit antreten. Nur 13 Prozent der befragten waren mit Herz und Seele bei der Sache. Dazu sollte auch beachtet werden, dass die Befragten aus allen Bereichen - ob selbständiges oder nichtselbständiges Einkommen erzielt wurde - der Befragung sich stellten. Viele gaben sogar an, dass sie "gewillt wurden" Überstunden zu machen bzw. auf Urlaubstage zu verzichten. Die Anzahl der Stunden, pegelte im Bereich zwischen 2 - 5 Stunden täglich und fasste sogar auch eine Wochenendarbeit und Feiertagsarbeit in Betracht. Bei 62 Prozent aller Befragten, wurden durch den "Chef" sogar gewisse Überstunden - als unentgeltliche Bereitschaft vorausgesetzt und mit nur einem "Augenaufschlag" zur Willensbekundung beim Beschäftigten vereinbart.
Entweder Überstunden - oder Sie können gehen!
Abschließend ist zu sagen, dass durch die Angst in den deutschen Unternehmen ein Klima geschaffen wurde, welches vor 1000 Jahren herrschte und sich nicht gerade produktiv im Betriebsklima der heutigen Zeit einbringt.
Weitere Informationen, Videos und Hinweise unter : http://www.sozialticker.com













