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Wenn das (Sozial-)Recht dem Familienbild angepasst wird

11.12.201712:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Wenn das (Sozial-)Recht dem Familienbild angepasst wird
Prof. Dr. Wiebke Brose ist die neue Lehrstuhlinhaberin für Bürgerliches Recht und Sozialrecht der Friedrich-Schiller-Universität Jena. ((Foto: Anne Günther/FSU))
Prof. Dr. Wiebke Brose ist die neue Lehrstuhlinhaberin für Bürgerliches Recht und Sozialrecht der Friedrich-Schiller-Universität Jena. ((Foto: Anne Günther/FSU))

(openPR) Wiebke Brose ist neue Sozialrechts-Professorin der Universität Jena

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„Es ist viel Bewegung im Sozialrecht und es hat große Bedeutung für unsere Gesellschaft“, nennt Prof. Dr. Wiebke Brose, LL.M. von der Friedrich-Schiller-Universität Jena zwei Gründe, warum sie dieses Rechtsgebiet so begeistert. Aber der neuen Lehrstuhlinhaberin für Bürgerliches Recht und Sozialrecht ist auch bewusst, „dass die Regeln so komplex sind, dass viele Leistungen nicht mehr ankommen, weil es kaum jemand versteht. Und das schürt Unzufriedenheit“. Die Gesetze und Regelungen zu „übersetzen“ und ein besseres Verständnis zu erreichen, dem widmet sich die 42-jährige gebürtige Emsdettenerin in Forschung und Lehre. Dabei macht es die Politik der Juristin nicht einfach, unterliegt doch kaum ein anderes Rechtsgebiet so raschen Änderungen. Denn, nennt Prof. Brose ein Beispiel, die permanenten Reformen des Elterngeldes resultieren auch daraus, dass die jeweils herrschende Politik damit ihr Familienbild rechtlich steuern will. Ihre Aufgabe als Rechtswissenschaftlerin sieht die Neu-Jenaerin darin, „diese rechtlichen Veränderungen kritisch-objektiv zu betrachten“.



Dialogorientierte und praxisnahe Lehre

Dafür sei sie gerne an die Friedrich-Schiller-Universität gewechselt, sagt Brose, da hier das Sozialrecht noch ein eigenständiges Fachgebiet ist und die Rechtswissenschaftliche Fakultät mit einer guten Infrastruktur, inklusive Bibliothek aufwarten könne. Zuvor war sie an der Universität Duisburg-Essen in der Bildungswissenschaftlichen Fakultät tätig, wo sie v. a. Pädagogen und Erziehungswissenschaftlern das Sozialrecht nahegebracht hat. Dies hat besonders ihre Art der Lehre beeinflusst, die dialogorientierter und noch praxisnäher wurde – wovon jetzt die Jenaer Studierenden profitieren.

Wiebke Brose hat Rechtswissenschaft in Köln und an der Sorbonne in Paris studiert und mit der Maitrise en droit/LL.M. abgeschlossen. Diesen grenzüberschreitenden Aspekt hat sie auch in ihrer Dissertation „Der präventive Kündigungsschutz bei betriebsbedingten Kündigungen – Vergleich von Entwicklung und Stellenwert im deutschen und französischen Kündigungsrecht“ verfolgt. Dabei wurde ihr u. a. sehr deutlich, dass für Arbeitgeber in Frankreich Kündigungen noch teurer sind als in Deutschland. Die 2014 in Köln fertiggestellte Habilitation untersucht „Die Haftung für Verkehrspflichtverletzungen und unternehmerische Tätigkeit – die Auswirkung von Pflichtdelegationen im Unternehmen“.

In Jena will Prof. Brose v. a. im Sozialrecht weiter forschen. Dabei gehören Suchterkrankungen ebenso zu ihren Spezialthemen wie das Recht behinderter Menschen auf Arbeit, Elterngeld, Sozialversicherungsrecht und die Frage des Anpassungsbedarfs der Sozialversicherung an die veränderte Arbeitswelt. Auch das jüngst reformierte Mutterschutzgesetz, das nun ebenfalls auf Studentinnen Anwendung findet, gehört zu ihren Schwerpunkten. „Mutterschutz ist spannend, weil es ein modernes Thema ist“, begeistert sich die Mutter eines achtjährigen Sohns. Und viele Studentinnen werden ihr vielleicht einmal dankbar sein, wenn geklärt werden kann, wie ihre Zeit im Mutterschutz bei der Rente mitberechnet wird – allerdings wird sich die frankophile Wissenschaftlerin dieser Frage forschend und nicht in Einzelberatungen widmen, weist sie auf die Grenzen des Möglichen hin.

Kontakt:
Prof. Dr. Wiebke Brose, LL.M.
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Jena
Carl-Zeiß-Str. 3
07743 Jena
Tel.: 03641 / 942150
E-Mail: wiebke.brose[at]uni-jena.de

Weitere Informationen:
- http://www.uni-jena.de

Quelle: idw

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