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Digitale Unisammlungen - Forschungsobjekte im Netz

26.10.201718:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Um die eigenen Sammlungen sichtbarer für Forschung und Öffentlichkeit zu machen, ihre Nutzbarkeit zu erhöhen und sie als Infrastruktur für Forschung und Lehre weiter auszubauen, entwickelt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum (GNM) anhand von sieben FAU-Sammlungen eine gemeinsame Dokumentations- und Digitalisierungsstrategie. Aufgabe des Projektes ist es, die Bestände zu erfassen, digital zugänglich zu machen und zu vernetzen, mit dem Ziel, Forschung und Lehre in den Sammlungen noch weiter zu verbessern und die notwendige Diskussion über Nutzen und Herausforderungen der Digitalisierung in Sammlungen zu befeuern.



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Kabinette des Wissens
Verteilt über 80 Universitäten, gibt es in Deutschland rund 1000 Sammlungen. Die Themengebiete, die sie abdecken, reichen von Paläontologie über Anatomie und Informatik bis hin zu Mathematik. Die dort gelagerten Objekte sind Wissensschätze, die von eifrigen Forschern und Kustoden über Jahrzehnte gesammelt wurden: versteinerte Knochen, Gipsabgüsse griechischer Statuen, frühe Computer, präparierte Körperteile oder zoologische Modelle. Allein die FAU besitzt rund 25 solcher Sammlungen mit zahlreichen Objekten aus unterschiedlichen Disziplinen.

Der wissenschaftliche Wert von Universitätssammlungen ist immens. Doch sind längst nicht alle Objekte erfasst, lediglich etwa ein Drittel aller Sammlungen in Deutschland ist überhaupt im Internet zugänglich. Um sie jedoch möglichst gewinnbringend in Forschung und Lehre einsetzen zu können, müssen sie digital systematisch erfasst und erschlossen werden. Bisher ist dies bei vielen Sammlungen ohne hinreichend standardisierte Dokumentation oder weiterführende Digitalisierungsstrategie geschehen. Vor allem fehlt es aber an übergreifenden Strukturen, wie beispielsweise vernetzten Beständen und Bestandsinformationen.

FAU besonders geeignet
Mit dem Projekt „Objekte im Netz“, mit 553.000 Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, möchten FAU und GNM zusammen eine Erschließungs- und Digitalisierungsstrategie sowie eine entsprechende Software-Lösung und Webauftritte für die Sammlungen der FAU entwickeln. Gerade das GNM bietet sich dafür als Partner an, da es als bedeutendes Forschungsmuseum im Bereich gängiger internationaler Dokumentationsstandards auf viel Expertenwissen zurückgreifen kann.

Die Sammlungen der FAU, die in dem Projekt erschlossen werden, sind die Graphische Sammlung der Universitätsbibliothek, die Medizinische Sammlung, die Paläontologische Sammlung, die Ur- und Frühgeschichtliche Sammlung, die Schulgeschichtliche Sammlung sowie die Musikinstrumentensammlung. Letztere ist 2010 mit der Zusammenlegung der musikwissenschaftlichen Seminare an die Universität Würzburg übergegangen. Die FAU eignet sich für das Gemeinschaftsprojekt auch deshalb besonders gut, da die ausgewählten Sammlungen nicht nur unterschiedlich gut erschlossen sind, sondern sich in Bezug auf Materialität, Funktion und Herkunft ihrer Dingwelten stark unterscheiden.

Stein des Anstoßes
Das durch das Projekt entstehende Wissen soll über die Grenzen der FAU hinweg auch für andere Universitätssammlungen verfügbar gemacht werden sowie in die Lehre des Studiengangs Digital Humanities an der FAU einfließen. In diesem neuen Zweig der Geisteswissenschaften werden nicht nur computergestützte Verfahren zur Anwendung gebracht, sondern auch über deren Auswirkungen diskutiert. Zu diesem notwendigen Diskurs, der in der deutschen Museums- und Sammlungslandschaft bislang viel zu wenig entwickelt ist, möchten FAU und GNM gemeinsam beitragen. „Nicht zuletzt soll das Projekt einen kritischen Dialog über Chancen, Hindernisse und Folgen der Digitalisierung wissenschaftlicher Sammlungen anstoßen“, sagt Udo Andraschke, der Zentralkustos der FAU und Leiter des Forschungsprojektes.

Quelle: idw

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