(openPR) Ausgewogen und gesund sollte sich jeder Mensch ernähren. Dabei benötigen Senioren eine genauso abwechslungsreiche und ausgewogene Nahrungszusammensetzung wie in jungen Jahren. Tipps für eine gesunde Ernährung im Alter sowie Lösungen und Hilfsmittel bei Ernährungsproblemen stellte Silvia Apel, Krankenschwester und Pflegewissenschaftlerin, in einem interessanten Vortrag der Reihe "Dienstags in den Märkischen Kliniken" in der Stadtklinik Werdohl vor.
"Das höhere Lebensalter, körperliche Veränderungen, Krankheiten und damit verbundene Medikamenteneinnahme können die Nahrungsaufnahme erschweren. Zudem werden Empfindungen wie Genuss, Hunger und Durst je nach Alter und Gesundheitszustand verändert wahrgenommen, so dass sich manche ältere Menschen eher einseitig ernähren, zu wenige Nährstoffe und Flüssigkeit aufnehmen. "So kann sich eine Fehl- oder Mangelernährung entwickeln, die eine Appetitlosigkeit zusätzlich unterstützt", berichtete Silva Apel den vornehmlich älteren Besuchern.
Doch wie können sich Senioren gesund ernähren und dabei auch möglichen Herausforderungen durch beispielsweise Diabetes oder Schluckstörungen gerecht werden?
Bunt und abwechslungsreich sollte die Ernährung sein, so lautet Silvia Apels Devise. Vollkorngetreide in Maßen, viel Gemüse und Obst, täglich frische Milchprodukte, qualitativ hochwertiges Fleisch in Maßen sowie jede Woche Fisch sorgen für einen ballaststoff- und eiweißreichen Speiseplan. Stärke und zuckerreiche Lebensmittel dagegen stören den reibungslosen Verdauungsprozess und machen schlapp und energielos. "Haben Sie keine Angst vor gesunden Fetten. Sie sind nicht nur Geschmacksträger, sondern helfen auch bei Entzündungen, Schmerzen und Krämpfen", so die Expertin. Aber dazu bedarf es tierischer Fette von artgerecht gehaltenen Weidetieren oder fettem Seefisch. Bei pflanzlichen Fetten sollte man auf Qualität setzen - Leinöl, Rapsöl, Olivenöl und Kokosöl bieten sich hier an.
Liegen Ernährungsprobleme wie eine Schluckstörung vor ist es wichtig, dass die Nahrungs-Komponenten die richtige Konsistenz besitzen. Das heißt: Die Nahrung sollte keine Stückchen oder Krümel enthalten. Um pürierte oder zu flüssige Nahrung anzudicken, gibt es spezielle Andickungs- und Geliermittel im Handel, aber auch die Stärke einer Kartoffel kann hier helfen. "Das Auge isst immer mit und regt den Appetit an", so Silvia Apel und motivierte die Besucher zum Experimentieren: So kann beispielsweise püriertes Essen mit einem Spritzbeutel auf dem Teller angerichtet werden.
Am Ende des informativen Vortrags lief den Besuchern bereits das Wasser im Mund zusammen: Silvia Apel hatte einen ganzen Strauß von Rezepten für die einfache Zubereitung von gesunden, leckeren Speisen und Smoothies mitgebracht und diese "schmackhaft" gemacht.











