(openPR) Für die Angebote von Rechtsanwälten im Internet für Beratungsleistungen werden sehr unterschiedliche Wege der Kommunikation und Kommunikationsformen angeboten, die die Qualitätsmerkmale wie Prüfbarkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit entscheidend beeinflussen.
In dem nachstehenden Vergleich werden die drei am häufigsten im Internet angebotenen Möglichkeiten gegenübergestellt:
1.) Rechtsberatung online in einem gesicherten Kommunikations-Portal durch Rechtsanwälte
2.) per eMail
3.) telefonisch
Vergleich von Online-Beratungen im Internet und telefonischen Beratungen und die Möglichkeiten der Kommunikation
Nach dem mittlerweile zum Alltag gewordenen Verkaufen und Kaufen von Waren über das Internet werden auch Dienstleistungen über das Internet immer stärker in Anspruch genommen. Inzwischen bieten auch Rechtsanwälte ihre Beratungsleistungen zu juristischen Fragen verstärkt online und telefonisch an. Dabei werden sehr unterschiedliche Wege der Kommunikation genutzt, die die Qualitätsmerkmale wie Prüfbarkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit entscheidend beeinflussen.
Online-Rechtsberatung ist eine Form der Rechtsberatung, bei der der Mandant statt eines Besuchs in einer Rechtsanwalts-Kanzlei ausschließlich oder zumindest hauptsächlich über das Internet mit dem Anwalt kommuniziert. Daraus ergeben sich natürlich Vorteile wie z. B. zeit- und ortsunabhängige Beratung - Mandanten sind an keine Kanzleizeiten und Besuchstermine gebunden und können durch einen bundesweit ansässigen Anwalt beraten werden.
Dabei findet der elektronische Rechtsverkehr mit unterschiedlichen elektronischen Kommunikationsformen und Vorgängen online statt, naturgemäß natürlich nicht realtime im Dialog; die verschiedenen Vorgänge wie Anfrage, Angebotsabgabe, Zahlung, Bearbeitung eines Rechtsfalles und schriftliche Beratung erfordern jeweils Bearbeitungszeit, lassen sich online natürlich sehr schnell und sicher abwickeln.
Für Online-Rechtsberatung gelten dieselben Vorschriften wie für die „klassische“ Rechtsberatung; insbesondere ist auch die individuelle Rechtsberatung über das Internet Rechtsanwälten vorbehalten, die in Deutschland als Anwälte zugelassenen sind. Online-Rechtsberatung unterliegt wie die „klassische“ Rechtsberatung in der Kanzlei dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), ist also grundsätzlich nicht teurer oder günstiger. Allerdings wird oft von der Möglichkeit der Honorarvereinbarung Gebrauch gemacht, die allerdings auch nicht günstiger sein darf, als der RVG-Mindesttarif für normale Rechtsberatung.
Zu unterscheiden ist derzeit zwischen drei generell sehr verschiedenen Kommunikations-Möglichkeiten und -Wegen, deren Vor- und Nachteile nachstehend beschrieben sind.
RECHTSBERATUNG SCHRIFTLICH ÜBER GESICHERTES KOMMUNIKATIONS-PORTAL
Der sicherste elektronische Datenverkehr für sensible Mandanten-Daten findet in einem geschlossenen und gesicherten Online-Rechtsberatungssystem statt, das das gesamte Beratungs-Mandat mit einer elektronischen Akte über seine Internet-Präsenz abwickelt. Ein derartiges System ist hinsichtlich Daten-Verkehr, Sicherung gegen unbefugte Zugriffe und Dokumentation etwa vergleichbar mit Systemen für Online-Banking und Online-Brokering.
Ein derartiges Datenbank-Beratungssystem soll sich durch hohe datenschutzrechtliche Maßstäbe, Benutzer-Identifikation mit Passwort-Schutz und schriftlicher Dokumentation auszeichnen wie z. B. der Möglichkeit, jederzeit online Einsicht in die eigene Akte zu nehmen.
Den Beratungen der Rechtsanwälte müssten auch bei Online-Beratungen für den Bereich des deutschen Rechtsverkehrs die Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), die Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA), die Fachanwaltsordnung (FAO) und die Rechtsanwaltsgebührenordnung (BRAGO und die RVG) zugrunde, für den Bereich des internationalen Rechtsverkehrs die Standesregelung der Rechtsanwälte in der Europäischen Gemeinschaft (CCBE) gültig ab 24.10.2005 Seite 1 von 5. Den Inhalt dieser Normen können Sie der Homepage der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) (www.brak.de) entnehmen.
Nur wenige Rechtsberatungssysteme bieten gegenüber dem Kanzleibesuch eine adäquate Online-Lösung über das Internet an. Eine Gebührenabrechnung entsprechend des Rechtsanwalts-Vergütungsgesetzes wie auch eine sichere Zahlungsabwicklung und die Gewährleistung von Daten-Sicherheit und Datenschutz trennt hier schnell die Spreu vom Weizen. Bei telefonischer Rechtsberatung und Beratungen per e-Mails und sind BRAO, BORA, BRAGO, RVG kaum transparent oder kontrollierbar.
Vorteile:
Schriftlicher DatenverkehrDer elektronische Datenverkehr von der Anfrage bis zur Beratung erfolgt schriftlich im geschlossenen, gesicherten Datenbank-System. Gegenüber telefonischer Beratung haben schriftliche Unterlagen den gravierenden Vorteil, dass sie jederzeit nachlesbar sind und ausgedruckt werden können.
Die Schriftform bietet mehrere Sicherheiten. Sie ermöglicht vorab eine kostenlose und unverbindliche Anfrage seitens des Mandanten ohne finanzielles Risiko. Für jede Anfrage erhält der Mandant kostenlos ein schriftliches Angebot, so dass er vor Auftragserteilung über die anfallenden Kosten der Rechtsberatung informiert wir;. für Anfragen fallen vor ausdrücklicher Auftragserteilung daher keine Kosten für den Mandanten an. Eine Auftragserteilung des Mandanten enthält obligatorisch ein Widerrufsrecht nach dem Verbraucherschutzgesetz. Eine dann erfolgte dokumentierte Beratung erhält der Mandant natürlich zum Drucken.
Mandant und Anwalt werden jeweils automatisch per e-Mail über jede Aktivität und vorliegende Schriftstücke informiert. Sie sind dann ausschließlich mit Zugangskennung und Passwort aus dem Datenbanksystem abrufbar. Somit werden mit e-Mails keine sensiblen Mandanten-Daten übertragen.
Der schriftliche Verkehr ermöglicht es, dem Rechtsanwalt mit einer Anfrage z. B. per Fax Dokumente zur Verfügung zu stellen, die für die Erstellung einer Beratung erforderlich sind. Bei telefonischer Beratung ist der Anwalt auf eine lediglich mündliche Schilderung eines Sachverhaltes angewiesen, ohne sich z. B. aus einem Vertrag oder einem anderen Dokument selbst kundig zu machen.
Der Verkehr über das sichere Datenbank-System kann sehr schnell erfolgen, Dokumente und Rückfragen können jeweils innerhalb von wenigen Minuten ausgetauscht werden. Die komplette Mandanten-Akte kann jederzeit Passwort-geschützt vom berechtigten Mandanten eingesehen und ggfls. ergänzt werden. Beratung erfolgt im Dialog - bis alles für den Mandanten geklärt ist!
Bei telefonischer Beratung entfallen natürlich die wichtigen Vorteile des schriftlichen Datenverkehrs, bei e-Mail-Beratung müssen zwangsläufig sensible Mandantendaten per unsicherem e-Mail-Verkehr ausgetauscht werden.
Qualitätsmanagement
Rechtsberatung über ein geschlossnes Datenbank-System ermöglicht es, dass Rechtsanwälte nur an dem System teilnehmen und beraten können, deren Zulassung geprüft wurde. Das Datenbank-System gewährleistet die Möglichkeit, eine Beratungsleistung zu reklamieren und den beratenden Anwalt und seine Dienstleistung zu bewerten.
Eine Qualitätsprüfung und -auswertung ist weder bei telefonischer Beratung noch bei Beratung per e-Mail möglich.
Sicherheit
Bei jedem Angebot muss es klar sein, wer Anbieter der Online-Rechtsberatung ist und nicht gegen § 6 des Teledienstegesetzes (TDG) verstoßen wird.
Zahlungswege der Anwaltshonorare müssen sicher sein. Alle überwiegend genutzten Zahlungswege wie Zahlung durch Überweisung, Kreditkarten-abrechnung, Lastschrift bzw. über Zahlungssysteme wie Paypal sollten möglich sein.
Als gesichertes Online-Rechtsberatungssystem im Internet arbeitet BOE24 (www.BOE24.de).
Nachteile:
Von Nachteilen eines gesicherten Kommunikations-Portals gegenüber anderen Kommunikationswegen kann nicht gesprochen werden. Für einen sicheren Datenverkehr ist es zwar erforderlich, sich als Mandant bei einem Anbieter von Online-Rechtsberatungen anzumelden, diese Anforderung ist aber bei den meisten Internet-Nutzungen (z. B. Online-Banking) ohnehin üblich und ist für den Mandanten weder mit weiteren Verpflichtungen noch mit Kosten verbunden.
Ins Gewicht fallen dagegen die erheblichen Vorteile gegenüber anderen Kommunikationswegen.
RECHTSBERATUNG ÜBER E-MAILS
Bei Rechtsberatungen per e-Mail erfolgen sowohl Anfrage als auch Beratung meistens über e-Mail-Versand. Abgesehen davon, dass dabei keine Honorarzahlungen eingebunden werden können und keine Online-Einsicht in eine elektronische Akte möglichst ist, ist der e-Mail-Verkehr mit sensiblen Mandantendaten nicht mit einem optimalen Datenschutz vereinbar.
Vorteile:
Als Vorteil könnte gesehen werden, dass eine e-Mail ohne Anmeldung bei einem System schnell erstellt und versendet werden kann.
Nachteile:
Doch Vorsicht: e-Mails sind alles andere als sicher. Gerade diese formlose Kontaktaufnahme einerseits und die Technik des e-Mail-Versandes andererseits stellen ein erhebliches Gefahrenpotential dar. Der Grad der Vertraulichkeit von e-Mails und die Authentizität entsprechen nicht einmal dem Niveau von mit Bleistift beschriebenen Postkarten.
Aufgrund der Internet-Technik ist es durchaus möglich, e-Mails einfach mitzulesen und auch zu verändern, ohne dass dies nachweisbar wäre. Hinzu kommt das Problem von Viren unterschiedlicher Gattungen, die mit e-Mails unbeabsichtigt und unbemerkt versendet und auch von bekannten Absendern unerkannt empfangen werden können.
Der übliche e-Mail-Verkehr läuft bisher ungesichert ab, sodass in diesen Fällen nicht ausgeschlossen werden kann, dass übermittelte Dokumente von Dritten eingesehen und deren Inhalte missbräuchlich verwendet werden. Obwohl gesetzlich zum Datenschutz verpflichtet, verzichten viele der Online- Rechtsberatung anbietenden Kanzleien darauf, die Datenübertragung zwischen Anwalt und Mandant durch Verschlüsselung ausreichend zu sichern, wie dies technisch mittels SSL möglich ist.
TELEFONISCHE RECHTSBERATUNG
Bei telefonischer Rechtsberatung „überfällt“ ein Mandant quasi einen Anwalt mit seinem Problem, und der Anwalt muss sich sofort auf dieses Problem einstellen. Seine Bedenkzeit, um sich mit dem für ihn neuen Fall vertraut zu machen, ist am Telefon sehr gering.
Vorteile:
Als Vorteil könnte es gesehen werden, dass ein Mandant bei einem Rechtsproblem schnell mal zum Telefon greifen und einen Anwalt zur Beratung befragen kann. Aber dieser vermeintliche Vorteil hat praktisch kaum Bedeutung, ist aber mit gravierenden Nachteilen verbunden. Bei einer telefonischen Rechtsberatung muss zwangsläufig auf die erheblichen Vorteile einer schriftlichen Rechtsberatung verzichtet werden.
Nachteile:
Keine schriftliche Dokumentation oder Aufzeichnung
Bei telefonischer Beratung sind sowohl der Mandant als auch der Anwalt auf mündliche Übermittlung von Informationen angewiesen, die bestenfalls durch Gesprächsnotizen dokumentiert werden können. Der Anwalt kann ein eventuell vorhandenes Dokument, auf das sich seine Beratung stützen soll, nicht einsehen. Der Ratsuchende kann nach Abschluss des Telefonates nur noch auf eigene schnell erstellte Skizzen zurückgreifen, die er während des Gespräches angefertigt hat, so dass eine ordentliche Aufbereitung der Beratung für ihn praktisch unmöglich ist.
Der Mandant erhält keine schriftlichen Informationen, die er später noch einsehen könnte. Damit sind Tür und Tor geöffnet für unvollständige und missverständliche Informationen ohne Dokumentationswert.
Dagegen finden in einem Datenbank-System alle Vorgänge von Anfrage bis Beratung in einem geschlossenen System statt, werden schriftlich dokumentiert und können ausgedruckt werden. Die komplette Mandantenakte kann mit dem vollständigen Schriftverkehr somit jederzeit nachgelesen werden.
Keine Transparenz und Übersicht über entstehende Kosten
Kostenloses Angebot oder Aufklärung über entstehende Beratungskosten sind bei telefonischer Rechtsberatung kaum möglich, da Gebühren über meistens annoncierte Service-Telefonnummern bereits beim ersten Telefonkontakt entstehen. Bei späterer Nachfrage zu einer erfolgten Beratung entstehen natürlich nochmals weitere Telefonkosten.
Eine derartige Kostenentwicklung würde es weder in einer Kanzlei noch bei Nutzung eines Datenbanksystems geben, denn in beiden Fällen entwickelt sich zwischen Mandant und Anwalt immer ein Dialog, so lange, bis für den Mandanten alles geregelt und klar sein wird.
Umstrittene und kritische Service-Nummern 0190 / 0900
Telefonische Beratungen über 0900er-Service-Telefonnummern haben mehrere gravierende Schwachstellen.
Da sind zunächst einmal die nicht transparenten Kosten zu nennen. Alle bisher genutzten 0190er Service-Telefonnummern wurden ab 01.01.2006 deaktiviert. Die neu eingerichteten 0900er Service-Nummern haben zwei Kostenmodelle. Es dürfen je Telefonat entweder höchstens 30 Euro berechnet werden, unabhängig von der Gesprächslänge, oder höchstens 2 Euro je Minute. Bei dem Kostenmodell mit Minutenpreis erfolgt eine Zwangstrennung nach einer Stunde, so dass je Telefonat damit höchstens 120 Euro Kosten entstehen können.
Beim Kostenmodell mit einem Festpreis von 30 Euro kann dieser Betrag, unabhängig von der Zeitdauer des Telefonates, auch schon bei einer Minute oder sogar bei wenigen Sekunden entstehen. Beim Kostenmodell mit Minutenpreis ergibt sich der Gesamtpreis erst aus der Länge des Telefonates, maximal 120 Euro.
Unter diesen Gesichtspunkten besteht die Gefahr, dass Beratungs-Telefonate mit „tickendem Gebührenzähler“ in limitierter aber ansonsten unbekannter Höhe unter Zeitdruck stehen.
Der BGH hat in früheren Jahren Telefonberatung über 0190er-Telefonnumer zwar nicht untersagt, äußerte jedoch auch Bedenken: „es bestehe das Risiko, dass der Ratsuchende nicht alle Fakten präsentiere und dass das gründliche Studium juristischer Implikationen zu kurz komme. (...)''
Nicht jederzeit erreichbar
Es wird praktisch nicht möglich sein, jederzeit (spät abends oder an Sonntagen und Feiertagen) einen Anwalt zur Beratung telefonisch zu erreichen.
Bei einem Kommunikations-Portal mit geschlossenem Datenbank-System ist erfahrungsgemäß die Möglichkeit durchaus gegeben. Hier werden alle angeschlossenen Anwälte automatisch über eingehende Anfragen informiert und können - je nach ihrer Zeitdisposition und Arbeitsrhythmus - sich jederzeit und innerhalb weniger Minuten um eingegangene Anfragen kümmern.
Verstoß gegen die BerufsordnungNach der Berufsordnung darf ein Anwalt nicht tätig werden, wenn er eine andere Partei in derselben Rechtssache vertritt. Wenn ein Rechtsanwalt neben einem anderen Anwalt ein Mandat übernimmt, hat er umgehend den anderen Anwalt darüber zu unterrichten.
Bei telefonischer, ggfls. anonymer Beratung kann ein Rechtsanwalt diese Situationen, die gegen die Berufsordnung verstoßen würden, kaum erkennen.
Ansprechpartner für Presse:
Dieter Boenisch, Telefon 030-60530446, e-Mail:
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