(openPR) Der DVS e.V. hat kürzlich bereits über die heiklen Geschehnisse, die mit der Privatbank Reithinger in Verbindung stehen, berichtet. In der Nachricht ging es um die Prüfung der Bankerlaubnisaufhebung der Privatbank Reithinger, PBR, durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BaFin.
Neuesten Meldungen der Zeitung Südkurier zufolge hat die Nachricht, dass der Privatbank Reithinger möglicherweise die Bankerlaubnis entzogen wird, einen Anlegeransturm auf die Filiale in Singen bewirkt. Viele Kunden seien durch die Information, die BaFin wolle der PBR eventuell die Bankerlaubnis entziehen, nervös geworden und wollten ihr Geld ausgezahlt haben. Dieser Versuch blieb bei den meisten allerdings erfolglos, da die Bank auf die Einhaltung der Kündigungsfristen drängte. Auch die Financial Times Deutschland hat Zweifel an der Führung des bisherigen Bankeigentümers Klaus Tannhuber angemeldet. Der Zeitung zufolge ermittle die Staatsanwaltschaft gegen Thannhuber.
Ebenso berichtete das Handelsblatt über den Fall PBR. Hier heißt es, dass Thannhuber selbst zu keiner Stellungnahme bereit war, als man versuchte, ihn zu den Vorkommnissen zu befragen. Weiterhin sei die Bank bereits seit 2003 nicht mehr Mitglied des Bankenverbandes zur Sicherung von Einlagenfonds. Nachdem die PBR mehrfach gegen Auflagen des Prüfverbandes verstoßen hatte und sich keiner Prüfung unterziehen lassen wollte, war sie aus dem Bankenverband ausgeschlossen worden. Dieser Ausstoß hat auch für die Anleger schwerwiegende Konsequenzen: Die Kundeneinlagen sind nämlich nur in Höhe von 90 % der Einlage maximal bis höchstens 20.000 Euro abgesichert.
Dies realisierten nun auch die Kunden der PBR, nachdem der Südkurier sie auf die fehlende Mitgliedschaft der Privatbank im Bankenverbund hingewiesen hatte. Die Information löste dann auch eine Welle des Ansturms auf die Filiale aus. DVS-Vereinsanwalt Torsten Geißler dazu: „Betroffene Anleger sollten in jedem Falle ihre Schadenersatzansprüche prüfen lassen.“
Ebenso in Bedrängnis geraten ist die Deutsche Beamtenvorsorge Immobilien Holding (DBVI), die eng mit der PBR zusammenarbeitete. So mussten deren Immobilien neu bewertet werden. Die Hälfte des Grundkapitals sei weg, heißt es aus unterrichteten Kreisen. Gleichzeitig hat die DVBI in Höhe von ca. 20 Mio. Euro Inhaberschuldverschreibungen der PBR erworben, deren Werthaltigkeit nach den letzten Meldungen zweifelhaft sein dürfte.
Die Kunden der PBR können sich bei den Verbraucherschutzzentralen und beim Deutschen Verbraucherschutzring e.V. informieren und über weitere Schritte beraten lassen.
DVS Deutscher Verbraucherschutzring e.V.
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Anita Wolf
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Der Deutsche Verbraucherschutzring (DVS)









