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Hormone und Zähne – diese Zwei mögen sich nicht

26.04.201717:26 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Hormone und Zähne – diese Zwei mögen sich nicht
Zahnärztin Ricarda Ruthenberg
Zahnärztin Ricarda Ruthenberg

(openPR) München, den 26.04.2017. Erst die Pubertät, dann bei manchen Frauen die Schwangerschaft und zum Abschluss das Hormonbad der Wechseljahre – wenn der Hormonhaushalt im Umbruch ist, betrifft dieses auch das Zahnfleisch und die Zähne. Frauen müssen besonders vorsorglich auf sich achten.



Es mag ungerecht sein und dennoch ist es nicht zu ändern. Frauen putzen in der Regel ihre Zähne sorgfältiger als viele Männer, sie gehen häufiger zur Vorsorge, nutzen zweimal pro Jahr die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt und trotzdem sind sie anfälliger für Zahnfleischentzündungen und Karies. Schuld sind die Hormone. Denn während Männer sich lediglich mit den Tücken der Pubertät befassen müssen, kommen bei Frauen noch die Hormonumstellungen in der Schwangerschaft und im Klimakterium dazu.

Wie Zähne und Zahnfleisch von Hormonumstellungen betroffen sind

In der Pubertät und in der Schwangerschaft steigt der Östrogenspiegel. Das Zahnfleisch wird stärker durchblutet, die Gewebsstrukturen werden weicher und durchlässiger. Schädliche Bakterien können den natürlichen Schutz leichter durchdringen und zu Reizungen führen. Als Folge kommt es zu Zahnfleischbluten, was wiederrum dazu führt, dass viele Frauen an den betroffenen Stellen nicht ausreichend putzen. Die Bakterien können sich damit noch einfacher festsetzen. Zahnbelag bildet sich, und der optimale Nährboden für Karies und Zahnfleischerkrankungen ist gelegt.

Obendrein führt die Hochphase des Östrogens vereinzelt zu einem Hormonüberschuss, der eine hormonelle Gingivitis auslösen kann. Wird die zu Beginn noch relativ harmlose Zahnfleischentzündung rechtzeitig erkannt und geheilt, können Folgeerkrankung damit leicht vermieden werden. Eine unbehandelte hormonelle Gingivitis kann indes in eine Parodontitis übergehen und langfristig zum Abbau des Kieferknochens führen.

In den Wechseljahren ist es dann ein langfristig sinkender Östrogenspiegel, der das Zahnfleisch empfindlicher und dieses anfälliger für Schwellungen, Blutungen und Bakterienbesiedlung werden lässt. Die Folgen sind dieselben wie in Pubertät und Schwangerschaft: Zahnbelag entsteht. Auch die hormonelle Gingivitis ist erneut vereinzelt die Begleiterin der Wechseljahre. Denn selbst wenn der Östrogenspiegel langfristig sinkt, kommt es ebenso während des Wechsels zu starken hormonellen Schwankungen, die wiederrum zum kurzzeitigen Östrogen-Überschuss führen können.

Als wenn die Hormone damit noch nicht genug Veränderungen in der Mundhöhle herbeiführen würden, ist in demselben Maße der Speichel von den Hormonumstellungen betroffen. Der Speichel übernimmt eine wichtige, tägliche Schutzfunktion in der Mundhöhle. Er spült, neutralisiert Säure, repariert, enthält Stoffe mit antibakterieller Wirkung und härtet den Zahnschmelz. Doch in Zeiten der Hormonschwankungen ist alles anders und die Speichelproduktion wird weniger. Das Risiko an Karies zu erkranken ist nun erhöht.

All diese Schwankungen kosten Kraft und der Körper verlangt nach extra Mineralstoffen. Erhält er sein zusätzliches Plus an Mineralstoffen durch eine ausgewogene Ernährung oder Nahrungsergänzungen, greift er nicht auf körpereigene Reserven zurück. Erhält er diese nicht, entmineralisiert er das Knochengewebe. Osteoporose (Knochenschwund) ist die Folge, die auch den Kieferknochen betreffen kann.

Ergänzend nimmt nach der Menopause (dem Ende der Regelblutungen) ferner die Knochendichte im Kieferknochen ab. Die verminderte Knochenmasse kann in Kombination mit einem lang anhaltenden Vitamin-D-Mangel zusätzlich zu einem geringeren Halt der Zähne führen.

Da on top Gefühlsschwankungen zu dem Wechselbad der Hormone gehören, ist es nicht verwunderlich, dass bei manchen Frauen jetzt der Zucker ein heißbegehrter Tröster an ihrer Seite wird. Gut meint dieser süße Freund es jedoch mit ihnen nicht. Denn gerade in Zeiten einer gestörten, natürlichen Schutzfunktion in der Mundhöhle, richtet die Säure aus Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken zusätzliche Schäden an der Zahnhartsubstanz an.

Möglichst gesund durch die Hormonbäder

Trotz aller Risiken für Zahnfleisch, Karies und Knochen während des Hormonwechsels, gibt es laut Zahnarzt Ricarda Ruthenberg (www.zahnarzt-ruthenberg.de) auch positive Nachrichten: „Frauen können mit Vorsorge und einer gesunden Ernährung in diesen Zeiten viel Gutes zu ihre Zahngesundheit beitragen! Die täglich sehr gründliche Zahnhygiene (auch am empfindlichen Zahnfleisch), die regelmäßige professionelle Zahnreinigung (bis zu vier Mal im Jahr bei Bedarf) und regelmäßige Zahnarztbesuche sind die besten Vorsorgemaßnahmen. Alle Erkrankungen sind in der Regel im Frühstadium sehr gut behandelbar, so dass heute keine Frau während der Schwangerschaft oder des Wechsels mehr auf einen Zahn verzichten muss!“ Um die Speichelproduktion anzuregen, empfiehlt die Zahnärztin aus München rohes Obst und Gemüse sowie das Kauen zuckerfreier Kaugummis. Wen der Zuckerflash überkommt, sollte am besten nur einmal täglich genießen und im Anschluss den Mund mit Wasser spülen. Überhaupt gilt, wenn Frau nicht mehrmals über den Tag verteilt nascht und den Zähnen zwischen allen Mahlzeiten mehrere Stunde Pause gönnt, hat auch eine geringere Produktion Speichel die Möglichkeit die Säure im Mund wieder zu neutralisieren.

Die Hormonwechsel machen es den Frauen in Punkto gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch damit vielleicht nicht leicht, aber sie machen es auch nicht unmöglich durch diese Zeiten gesund zu gehen. Mit Eigenengagement und einem guten Zahnarzt an der Seite, kann Frau auch im Wechsel die Herausforderungen der Hormone mit strahlenden Zähnen gelassen belächeln.

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