(openPR) Perfektionismus kann die Quelle von Höchstleistung sein. Oft ist er aber auch die Quelle von gar keiner Leistung. Aufgaben werden nicht angegangen oder beendet, weil man auf keinen Fall ein "nur" gutes Ergebnis erzielen will. Ganz oder gar nicht lautet für viele das Motto, was zur Folge hat, dass viele beim gar nicht enden.
Perfektionismus ist tatsächlich ein Fluch, der sich durch viele verpfuschte Karrieren zieht. Meist wurde er in der Kindheit antrainiert. Nur wenn man aus der Masse herausragte, erhielt man Anerkennung. Gut war nicht einmal die Norm und kein Grund für Wertschätzung. Im Laufe des Lebens übernahm und bestätigte man sich diese schädliche Haltung. Anstatt sie zu hinterfragen und ihre Wirkung auf Sozialleben und Gesundheit kritisch zu betrachten, arbeitete man wie besessen dafür, um bloß nicht im ungeliebten Mittelmaß zu versinken. Die Angst vor dem Versagen saß einem dabei stets im Nacken.
Doch Angst ist ein teuflischer Ratgeber. Sie ist der Erzfeind der Kreativität. Immer mehr des gleichen stößt irgendwann an Grenzen. Für den nächsten Schritt, den Quantensprung, ist Innovation erforderlich...und die Abkehr vom Perfektionismus! Spielerisch und ohne Versagensangst lässt sich das Neue viel leichter entwickeln. Also: Wer sich verbessern will, sagt am besten dem Perfektionismus Ade und fängt an Fehler zu machen.
Dipl.-Psych. Thomas Lang empfiehlt zum Beispiel einem gezielten Tag des Mangels, Perfektionismus-Fasten sozusagen. Wer gut zu sich selbst ist, erlaubt sich Fehler. Das ist menschlich. Das wird zunächst nicht einfach sein, denn Veränderung verlang Mut und Überwindung. Möglichkeiten, einfach nur gut zu sein, gibt es viele. So könnte man:
- Nicht zehnmal in den Spiegel zu schauen, bevor man das Haus verlässt.
- Nicht bei Stiftung Warentest nachzuschauen, welches Produkt auf Platz 1 ist, bevor man kauft.
- In einen Kinofilm zu gehen, ohne vorher die Kritiken zu lesen.
- Eine Präsentation, die ein Jahr alt ist, wieder verwenden, ohne sie zu überarbeiten.
- Das Geschenk für den guten Freund erst auf dem Weg zur Party kaufen.
- Vom 3 Meter Brett springen, obwohl man keinen Hechtsprung beherrscht.
- Ein Bild malen, obwohl man angeblich nicht malen kann.
- Die Wohnung mal eine Woche nicht aufzuräumen.
- Die Bluse einen Tag länger anzuziehen.
- Die Mail abschicken, ohne dreimal Korrektur zu lesen.
- Die eigene Meinung sagen, ohne alle Fakten zu kennen.
- Wieder Sport anfangen, obwohl man noch nicht 100%ig fit ist.
Diese Liste kann man nach Belieben erweitern. Doch auch hier ist man frei. Man muss nicht kreativ sein, um sich einfach gut zu fühlen.
Mit etwas Glück werden einem die Ergebnisse überraschen. Man wird sich verbessern – ohne Stress. Stattdessen werden Lebensfreude und Neugier wachsen.
Weitere Anregungen und viele praktische Übungen bietet das passende Stresspräventions-Seminar für Perfektionisten in Berlin: Easy Stressprävention von Dipl.-Psych. Thomas Lang. Nächster Termin ist am 13/14. Mai, Sa + So, 10 – 17 Uhr, Berlin Prenzlauer Berg. Weitere Infos auf www.innerestaerke.com










