(openPR) Kinder mit Lernschwierigkeiten zeigen oft Verhaltensauffälligkeiten, die mit guter und gezielter Förderung behoben werden können.
Fehler beim Lese- und Schreiblernprozess sind normal. Sind es aber viele Fehler und häufen sich Fehlerinvarianzen, kann es sich um eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) handeln. Betroffen sind etwa 10% aller Schulkinder.
„Fabian ist ein fröhliches, aufgewecktes Kind. Er mag es, draußen und mit seinen Freunden zu spielen und in Mathe und Sachkunde hat er richtig gute Noten. Nur wenn es um die Deutschhausaufgaben oder gar Diktate üben geht, hat er gar keine Lust. Fabian mag das nicht. Er macht viele Fehler.“ So oder ähnlich erzählen viele Mütter von ihren betroffenen Kindern, meint Claudia Albers-Sellhoff, Legasthenietherapeutin und Leiterin des PFI in Lingen (Pädagogisches Förderinstitut bei LRS und Dyskalkulie).
Die PFI sind ein Zusammenschluss eigenständiger Fördereinrichtungen zur Therapie der LRS und Dyskalkulie in verschiedenen Städten. Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) liegt definitionsgemäß vor, wenn ein Kind das Lesen oder Schreiben in der dafür vorgesehenen Zeit nicht oder nur unzureichend erlernt und daher langsamer und fehlerhafter arbeitet, als dies in der Schule gefordert wird und dies den allgemeinen Begabungen des Kindes nicht entspricht.
Häufig ist bei einer LRS auch das allgemeine Verhalten auffällig. Da die Kinder oftmals überfordert sind, reagieren sie mit Unlust auf Hausaufgaben, können sich schlecht konzentrieren, verweigern oder strengen sich extrem an. Dies kann massive Auswirkungen auf die psychische Entwicklung der Kinder haben.
„Er ist doch nicht dumm!“?
Kinder wie Fabian machen die Fehler nicht aus „Dummheit“ oder „Faulheit“. Wenn sie es könnten, würden Sie fehlerfreie Texte schreiben, würden unter Diktaten gerne ein „Prima!“ stehen haben und auch in Aufsätzen nicht so vieles mit „R“ oder „Z“ für „Rechtschreibfehler“ bzw. „Zeichensetzungsfehler“ markiert sehen.
Jedes Kind möchte gerne „toll“ sein, anerkannt werden und von Lehrern und Eltern gemocht werden.
KANN ein Kind jedoch nicht richtig schreiben, hat es nur wenige Möglichkeiten:
- es beschließt, dass die Rechtschreibung unwichtig ist
- es versucht, Fehler zu verstecken und schreibt wenig oder unleserlich
Diese Strategien haben nichts mit „Faulheit“ zu tun – das Kind braucht sie, um sich nicht schlecht zu fühlen.
Auch mit „Dummheit“ hat dies nichts zu tun. Eingeschränkte Lernfähigkeiten zeigen sich als eine generelle Lernschwäche – Kinder mit einer LRS sind jedoch normal oder sogar überdurchschnittlich intelligent.
Betroffene Kinder profitieren nicht nur schulisch, sondern besonders aus psychisch von einer individuellen Förderung. Verhaltensauffälligkeiten nehmen ab, wenn die Überforderung der Kinder nachlässt.
Vermuten Sie bei Ihrem Kind eine LRS, finden Sie auf dieser Seite eine Übersicht der Symptome: http://pfi-lernen.de/lese-rechtschreibschwaeche-lrs/lrs-symptome.html
Helfen Sie Ihrem Kind und nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten, testen und fördern!
Weiterführende Informationen zum PFI, Testungen und Therapien unter www.pfi-lernen.de











